Kurze Wege in Huchting
Umweltsenator Lohse zu Besuch bei "Klimaschutz in Huchting"
Foto: Pressestelle Umweltsenator/ M. Bahlo
16.01.2019

Kurze Wege in Huchting

Nachbarschaftsprojekt befasst sich gleich mit drei Themen

"Klimaschutz in Huchting" ist ein Nachbarschaftsprojekt des Bürger- und Sozialzentrum Huchting e.V. in Kooperation mit Arbeit&Ökologie. Das Projekt widmet sich gleich drei Klimaschutzthemen: Ernährung, Abfall und Entsiegelung. Von Urban Gardening über Strategien zur Müllvermeidung bis hin zum Finden einer Fläche zur Entsiegelung ist alles dabei.
  

Der Projektbaustein Ernährung umfasst Schulgarten-Projekte, in denen Schüler*innen durch den eigenen Anbau von Gemüse den Wert von Lebensmitteln kennenlernen. Daneben gilt es, das weitläufige Thema Urban Gardening in Huchting zu verankern. Der Trend, in der Stadt Obst, Gemüse sowie Blumen anzupflanzen und zu pflegen, ist die Konsequenz aus unserer urbanen Lebensweise, der Unsicherheit über die Anbaumethoden der Agrarindustrie und dem Wunsch nach einem umweltfreundlichen und sozialen Lebensumfeld. Schließlich nimmt das Thema Ernährung durch unseren Stadtteilkühlschrank konkrete Züge an. Der Stadtteilkühlschrank beinhaltet gerettete Waren, die verzehrbar sind und allen Bürger*innen zur Verfügung stehen.

Der Projektbaustein Abfall beinhaltet die Vermittlung von Strategien zur Vermeidung und Wiederverwertung von Müll. Die Erzeugung großer Müllmengen und die Entstehung wilder Müllkippen ist in unserer heutigen “Wegwerfgesellschaft” ein großes Problem und stellt eine akute Gefahr für Klima, Umwelt und Menschen dar. So kauft sich beispielsweise jede/r Deutsche durchschnittlich alle 30 Monate ein neues Handy, obwohl es mit einem sehr großen Ressourcenaufwand hergestellt wird. Wir möchten den Huchtinger*innen nahebringen, wie und wo Müll zu entsorgen ist, wie der Alltag ressourcenschonender gestaltet und was alles aus vermeintlichem Müll hergestellt werden kann. Durch ein sauberes Viertel und den persönlichen Einsatz kann nicht nur die Lebensqualität des näheren Wohnumfelds steigen, sondern auch das Verantwortungsgefühl und die Solidarität innerhalb der Nachbarschaft.

Im Projektbaustein Entsiegelung soll eine Fläche im Stadtteil gefunden werden, die entsiegelt und begrünt werden kann. Insbesondere in dicht besiedelten Teilen des Quartiers und bei stark frequentierten Verkehrsflächen besteht Handlungsbedarf. Grünpflanzen binden CO2, entsiegelte Flächen dienen als Zwischenspeicher bei Starkregen, Grünflächen sorgen für wichtige Kühlung in hitzegeplagten Städten. Die Qualität öffentlicher Plätze und Verkehrswege soll gesteigert werden und somit für die Huchtinger*innen mehr Aufenthaltsqualität bieten.

Mehr "Kurze Wege"-Projekte entdecken unter www.kurze-wege-bremen.de