Klimaschutzsiedlung

Auf den Gebäudesektor entfallen etwa 35 Prozent des Endenergieverbrauchs und etwa 30 Prozent der CO2-Emissionen in Deutschland. Somit stellt dieser Bereich eine der großen Stellschrauben für den Erfolg der Energie- und Wärmewende dar. Um die Klimaschutzziele zu erreichen, brauchen wir zukunftsfähige Konzepte für die Stadtentwicklung, die energieeffizientes und umweltverträgliches Bauen und Sanieren mit sozialen, wirtschaftlichen und gestalterischen Aspekten vereinen.

Laut Umweltbundesamt entfallen etwa 84 Prozent der Energieverbräuche in privaten Haushalten auf die Erzeugung von Warmwasser und Raumwärme. Durch effizientere Bauweisen und Technik können hier in wesentlichem Umfang Energie und CO2-Emissionen eingespart werden.

Hier setzt das Konzept der Klimaschutzsiedlung an. Dabei sollen interessierte Bauträger und Investor*innen dabei unterstützt werden, in ihren Neubauprojekten oder bei der Sanierung von Bestandssiedlungen höhere energetische Standards umzusetzen und damit zukünftige Energieverbräuche zu senken. energiekonsens hat dabei das erfolgreiche Programm „100 Klimaschutzsiedlungen in Nordrhein-Westfalen“ aufgegriffen und für das Bundesland Bremen angepasst. Klimaschutzsiedlungen benötigen weniger Energie verglichen mit Gebäuden, die nach gesetzlichen Standards gebaut sind, und stoßen in Abhängigkeit vom Gebäudetyp nur etwa die Hälfte der CO2-Emissionen aus. Zudem ist der Ansatz der Klimaschutzsiedlungen technologieoffen und ermöglicht eine große Auswahl verschiedener Maßnahmen zur Optimierung der Gebäude und der Energieversorgung. Der Leitfaden formuliert festgelegte Anforderungen für Klimaschutzsiedlungen und gibt weitere Empfehlungen für eine klimafreundliche Quartiersentwicklung.

Im neu aufgelegten Konzept der Klimaschutzsiedlungen gelten ab Herbst 2019 höhere Anforderungen an die Energieeffizienz und die Begrenzung der CO2-Emissionen aus dem Gebäudebestand. Gleichzeitig werden Aspekte der Qualitätssicherung, die Nutzung der Gebäude für Solarenergie sowie weitere Maßnahmen für eine klimafreundliche Quartiersentwicklung einbezogen.

Der Leitfaden Klimaschutzsiedlungen richtet sich an Akteure, die Neubausiedlungen und die Sanierung von Bestandsgebieten planen. Diese werden von energiekonsens in der Planung und Umsetzung begleitet. Für die erfolgreiche Planung nach den festgelegten Kriterien wird das Label Klimaschutzsiedlung vergeben.
Das Label Klimaschutzsiedlung steht für die signifikante Reduzierung von CO2-Emissionen in Wohnsiedlungen. Hiervon profitieren sowohl die Nutzer*innen durch reduzierte Energiekosten, als auch die Bauträger bzw. Eigentümer*innen durch die Steigerung der langfristigen Werthaltigkeit der Immobilie. Wenn diese Vorteile offensiv mit dem Label „Klimaschutzsiedlung“ vermarktet werden, kann hierdurch die Attraktivität der gesamten Siedlung gesteigert werden.

Klimaschutzsiedlungen sind damit Quartiere, die heute schon zukünftigen energetischen Standards entsprechen und damit einen Schritt voraus gehen. Sie leisten damit einen aktiven Beitrag zu einer klimafreundlichen Stadtentwicklung im Land Bremen. Ziel ist es, die Realisierung weiterer Klimaschutzsiedlungen in Bremen und Bremerhaven anzustoßen und damit gemeinsam mit den Akteuren des Wohnungsmarkts Wege der nachhaltigen Quartiersentwicklung einzuschlagen.

Telefon:0421 37 66 71 60
Label der Klimaschutzsiedlung

Leitfaden zur Erstellung von Klimaschutzsiedlungen in Bremen und Bremerhaven

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