Bremer Hoteliers haben Klimaschutz trotz Corona-Krise im Blick
Aufgrund der Corona-Krise haben wir zum ersten Mal ein Netzwerktreffen virtuell durchgeführt.
21.04.2020

Bremer Hoteliers haben Klimaschutz trotz Corona-Krise im Blick

Erstes digitales Netzwerktreffen des Effizienztischs „Hotellerie“

Leere Zimmer, Angestellte in Kurzarbeit und kalte Küchen – Hoteliers sind von den Beschränkungen durch die Corona-Pandemie besonders stark betroffen. Doch die Teilnehmer*innen des Effizienztisches „Hotellerie“ haben den Klimaschutz weiterhin fest im Blick und sich trotz allem zum zweiten von insgesamt zehn Netzwerktreffen dieses Formats getroffen, um gemeinsam ihre CO2-Emissionen zu senken. Aufgrund der aktuellen Situation haben wir diese Veranstaltung erstmals über das Internet angeboten.

Das Projekt „Bremer Unternehmen sparen CO2wird gefördert aus Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE), Investition in Bremens Zukunft. Projektträger ist energiekonsens, die gemeinnützige Klimaschutzagentur für Bremen und Bremerhaven.

Projektzeitraum:
März 2019 – März 2023

Weiterführende Links:
www.efre-bremen.de

Hoteliers reduzieren ihre Emissionen – und Energiekosten
 
Neben der Frage, wie sich die CO2-Emissionen im Hotellalltag reduzieren lassen, war auch die Corona-Krise ein Thema des Treffens mit dem Hotel Haverkamp, dem Best Western Bremerhaven, dem Maritim Hotel Bremen sowie dem Amaris Hotel in Bremerhaven. Etliche Häuser kümmern sich in Zeiten leerer Zimmer um die Erneuerung technischer Anlagen und schulen ihre Auszubildenden – und bleiben dran am Klimaschutz.

Energieberater Stefan Goedecke riet den Hoteliers, die Heizungen herunterzufahren und unter Umständen sogar das Warmwasser abzustellen, um Energie zu sparen. Während seiner Besuche in den Hotels hat er vor allem vier energetische Baustellen ausgemacht: falsch eingestellte BHKWs, Lüftungen, Beleuchtung und Abwärme. Dort schlummert Einsparpotenzial.

Viele Ansätze zur Einsparung von CO2-Emissionen im Hotelbetrieb

Umfangreiche energetische Investitionen stehen in der aktuellen Situation zwar nicht auf der Agenda, doch es gibt viele Stellschrauben, mit denen Hotels ihren Energieverbrauch drosseln können, berichtete Referent Daniel Töbelmann von Klimapatenschaft: „Auch kleine Maßnahmen können einen großen Effekt haben“. Eine Hotelübernachtung schlägt im Durchschnitt mit rund 17 Kilogramm CO2 zu Buche, wobei gilt: Je mehr Sterne, desto höher die Emissionen.

Neben der Installation von Blockheizkraftwerken, dem Wechsel zu Ökostrom und der Installation einer PV-Anlage können Hotels auch bei indirekten Emissionen ansetzen und mehr vegetarische Gerichte anbieten, ökologische Reinigungsmittel verwenden und ihre Mitarbeiter*innen zu einem klimafreundlichen Berufsverkehr animieren.

Teilnehmer inspirieren sich gegenseitig

„Wir hoffen zu erfahren, wo Energieverluste entstehen, wo Einsparungen möglich sind und was andere besser machen“, erläutert Peter Sebastian vom Maritim Hotel Bremen die Hintergründe für die Teilnahme an unserem Effizienztisch „Hotellerie“ und fasst damit das Konzept dieser Veranstaltungsreihe zusammen. Denn die Teilnehmer*innen an diesem Format erhalten eine umfangreiche Energieberatung, ein intensives Coaching und Monitoring sowie die Gelegenheit, sich während der Netzwerktreffen mit anderen Unternehmern über Energiesparmaßnahmen auszutauschen. Gemeinsam formulieren die Teilnehmer*innen ein CO2-Einsparziel, das sie während der zweieinhalb bis dreijährigen Laufzeit des Effizienztisches verfolgen.

Neben den beiden nun laufenden Effizienztischen „Hotellerie“ und „Klassik“ starten die Effizienztische „Kompakt“ und „Kommunal“ am 22. April und 6. Mai ebenfalls vorerst digital. Somit machen sich insgesamt 34 Unternehmen im Rahmen dieses Formats im Rahmen des Projekts „Bremer Unternehmen sparen CO2“gemeinsam mit uns auf den Weg zu mehr Klimaschutz in Bremen und Bremerhaven.

Sie wollen mehr erfahren oder möchten sich zu unseren Angeboten anmelden? Dann wenden Sie sich an Sebastian Pofahl unter der Telefonnummer 0421/37 66 71-74 oder per E-Mail an E-Mail-Adresse.

Als Teil des Projektes "Bremer Unternehmen sparen CO2" wird der Effizienztisch "Hotellerie" durch Mittel des Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung gefördert.