Energieanalyse in der Oase

Energieanalyse in Unternehmen: OASE

OASE-Besucher schwitzen energieeffizient

„Die Themen Nachhaltigkeit und Energieeffizienz sind bei steigenden Energiekosten für die meisten Unternehmen von höchster Relevanz“, ist sich Helmuth Gaber sicher. Für den Geschäftsführer der OASE im Weserpark gilt dies einmal mehr. Denn in der Wellnessanlage, die deutschlandweit zu den führenden zählt, dreht sich alles um Wärme.

Zunächst informierte er sich mithilfe des „plietsch!“-Flyers von energiekonsens über eine KfW-geförderte Energieanalyse, die Einsparpotenziale aufdeckt. Den nötigen Schubs, um aktiv zu werden, gab ihm ein Gespräch mit Vertretern der Wirtschaftsförderung Bremen. Kurze Zeit später führte Energieberater Heinz Eggersglüß eine Analyse durch. Anschließend ließ Gaber die Heizungs- und Lüftungsregelung optimieren, nahm neue Beckenwasserpumpen mit Frequenzumrichter in Betrieb und begann, die Heizungs- sowie Dampfleitungen zu dämmen. An weiteren Dämmmaßnahmen arbeitet das Team noch. Ist alles umgesetzt, spart die OASE 20.500 Euro Energiekosten und 82 Tonnen CO2 im Jahr. Für sein Engagement erhielt Gaber die Auszeichnung von energiekonsens. Die Techniker standen bei der Heizungs- und Lüftungsregelung vor großen Herausforderungen. Denn in den verschiedenen Bereichen mussten sie unterschiedlichen Anforderungen gerecht werden. Im Fitnessbereich soll bei einer Trainingstemperatur von 18 bis 20 Grad Celsius viel Frischluft zirkulieren. Im Sauna-Bereich mit Pools und Ruhelandschaften herrschen mediterrane 26 Grad bei hoher Luftfeuchtigkeit aufgrund der abdunstenden Wasserflächen. In den Massageräumen nebenan soll es genauso warm sein, allerdings bei geringer Luftfeuchtigkeit. Die Büro- und Nutzräume sind auf 21 bis 22 Grad erwärmt und Lagerräume sind unbeheizt. „Wir ließen die Heizungs- und Lüftungsanlage optimieren. Nun können wir bedarfsgerecht steuern – die Regeltechnik kann aufgrund von Sollvorgaben einwirken“, erläutert Gaber. Den Löwenanteil an Einsparungen, sowohl finanziell als auch hinsichtlich der CO2-Emissionen, machen die neuen Beckenwasserpumpen mit Frequenzumrichter aus. Heute können die Pumpen bedarfsorientiert gesteuert werden. Früher habe es nur die Wahl zwischen an und aus gegeben. Das sei keine Erfüllung für die Techniker gewesen. „Sie wollen auch ein wenig spielen können“, fügt Gaber mit einem Augenzwinkern hinzu. Neben den in der Energieanalyse empfohlenen Maßnahmen schob er weitere an: Bei der Beleuchtung setzt er mittlerweile auf LED- statt Halogen-Technik, die Duschwasser-Technik ließ er neu aufbauen und einige Saunen sanieren. Im Sommer 2013 wird er zudem die Leitungen ersetzen und dämmen lassen. Mit Maßnahmen wie diesen will der OASE-Geschäftsführer den zunehmend steigenden Energiekosten Paroli bieten

Bilanz

Einsparung pro Jahr
Energiekosten: 20.500 Euro
CO2: 82 Tonnen

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