Energie-Auszeichnung für trade city

Energie-Auszeichnung für trade city

Heinfried Becker (Mitte) überreicht die Auszeichnung an Hans-Joachim Fiedler (li) und seinen Geschäftspartner Dieter Holzmann für Energieeffizienzmaßnahmen in ihrer Lagerhalle.

Deutliche Einsparung erzielt trade city

Mit Gastronomiekonzepten hat er bereits Preise gewonnen. Jetzt kam eine weitere Auszeichnung dazu: Mit der Auszeichnung von energiekonsens erhielt der Bremerhavener Unternehmer Hans-Joachim Fiedler mit seinem Geschäftspartner Dieter Holzmann Mitte September die erste Auszeichnung für Klimaschutz. Das grüne Ausrufezeichen verleiht die gemeinnützige Bremer Klimaschutzagentur energiekonsens Unternehmen, die nach einer Energieberatung Maßnahmen umgesetzt haben. Der Erfolg ist für Fiedler und Holzmann deutlich sichtbar. Im Betrieb ihrer trade city GmbH & Co. KG, einer Lagerhalle mit einer Gesamtfläche von über 10.000 Quadratmetern, sparen die sie jährlich über 26.000 Euro Energiekosten und fast 37 Tonnen CO2 ein. Heinfried Becker, energiekonsens Büroleiter in Bremerhaven, sieht in trade city ein Vorbild für andere: „Es lohnt sich, den eigenen Energieverbrauch zu überprüfen. Durch konsequentes Handeln sind Einsparungen in dieser Größenordnung möglich.“

Die Entscheidung für eine KfW-geförderte Initialberatung fiel Hans-Joachim Fiedler leicht. „Wir hatten kurz vorher bereits gute Erfahrungen mit einer Energieberatung für unsere Gebäude im Schaufenster Fischereihafen gemacht. Dabei wurde uns einmal mehr klar: Energiesparen ist leicht verdientes Geld“, blickt Fiedler zurück. Das Lagergebäude im Fischereihafen übernahm er zu Beginn des Jahres 2010. Ursprünglich gehörte es zum Lebensmittelhersteller Nadler Feinkost und war als Produktionsstätte für Marinaden ausgelegt. Große Warm- und Heißwassertanks, die mit Fernwärme beheizt und über weitverzweigte Rohrsysteme verbunden waren, prägten das Bild. „Wie viel Energie der Gebäudebetrieb eigentlich verbrauchte, wurde uns mit der ersten Nebenkostenabrechnung klar: Wenn wir Licht an einem Ende der Halle brauchten, mussten wir die ganze Fläche beleuchten. Wurden die Büroräume beheizt, konnten wir den Rest des Gebäudes nicht abkoppeln“, schildert Verwalter Dieter Holzmann. Für den neuen Verwendungszweck der Halle, die Teilnutzung durch verschiedene Mieter, war das bestehende Energiekonzept nicht geeignet.

Energieberater Robert Schimweg empfahl den Unternehmern, zunächst die vorhandene Heizungsanlage teilweise außer Betrieb zu nehmen. 2011 stellten Fiedler und Holzmann schließlich auf eine neue Erdgasbrennwerttherme mit einzelnen Modulen um. Heizungskreisläufe konnten nun nach Bedarf zu- und abgeschaltet werden. Die Hallenbeleuchtung steuerten sie zu großen Teilen durch Präsenzmelder und führten ein manuelles Energiecontrolling ein. „Die letzte Baustelle war ein großer Durchgang zum überdachten Lagerbereich. Hier wurde eine Tür eingesetzt, die verhindert, dass die Halle im Winter auskühlt“, erläutert Schimweg. Neben den rein wirtschaftlichen Vorteilen sehen Hans-Joachim Fiedler und Dieter Holzmann Klimaschutz als wichtige Aufgabe für Unternehmen: „Wer über den Tellerrand schaut, muss darüber nachdenken, wie die Welt morgen aussehen soll. Die Wettersituation dieses Jahr hat uns in der Außengastronomie empfindlich getroffen. Vor den weltweiten Naturkatastrophen kann keiner die Augen verschließen. Deshalb wollen wir Klimaschutzaspekte künftig noch stärker in die Planung neuer Projekte einbeziehen.“

Bilanz

Einsparung pro Jahr
Energiekosten: 26.000 Euro
CO2: 34 Tonnen

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