Energieanalyse beim Gastronom XXL-Essen & Trinken

Stillstand bedeutet Rückschritt

XXL-Essen & Trinken - Energieanalyse beim Gastronom

Joachim Rieß-Dieckell, Inhaber des Gastronomiebetriebs XXL-Essen & Trinken erhält von Astrid Stehmeier, Projektleiterin bei energiekonsens, die Auszeichnung.

Stillstand bedeutet für Joachim Rieß-Dieckell immer auch Rückschritt. Damit ihm das aus energetischer Sicht nicht passiert, ließ der Bremerhavener Gastronom in seinem Schnellrestaurant XXL-Essen & Trinken eine Energieanalyse durchführen. „Die Initialberatung hat mir Dinge vor Augen geführt, die ich schon längst hätte erledigen können. Aber das Tagesgeschäft vereinnahmt mich so sehr, dass ich darüber immer wieder hinweg gekommen bin“, sagt Rieß-Dieckell. Was er meint, ist beispielsweise der Austausch ineffizienter Leuchtmittel gegen energiesparende Alternativen. Nach und nach wird er nun die rund 50 Leuchten im Tresen- und Gastraumbereich erneuern, die Hälfte hat er schon ersetzt. Durch die Energieanalyse ist der Gastronom auch wieder auf das längst vergessene Wärmerückgewinnungssystem aufmerksam geworden.

Er ließ es generalüberholen und an den Kältekompressoren zur Warmwasserbereitung installieren. Zudem legte ihm Energieberater Bernd Menzel, Vorstand des Bremerhavener Energiedienstleistungsunternehmens nordEnergie AG, ans Herz, die Dichtungen an der Kühlhaustür erneuern zu lassen – gesagt, getan. Rund sechs Meter hat Rieß-Dieckell ausgetauscht. Durch dieses Maßnahmenpaket spart der Gastronom rund 12 Tonnen CO2 und 3.300 Euro Energiekosten im Jahr. Doch das reicht ihm noch nicht. Im nächsten Schritt will er eine Detailberatung durchführen lassen, damit seine Lüftungsanlage und Kühlgeräte unter die Lupe genommen werden. „Von Kälte habe ich keine Ahnung, da müssen Experten ran“, betont Rieß-Dieckell. Ursprünglich sei es reiner Zufall gewesen, dass der Unternehmer auf die Möglichkeit der Energieanalysen aufmerksam geworden ist. „Mein Schwiegervater ist Elektromeister bei nordEnergie und hat mich darauf angesprochen“, erinnert er sich. „Ich bin froh, dass die KfW die Energieanalyse gefördert hat. Bei unserer Betriebsgröße wäre es schwierig geworden, mehr Geld dafür aufzubringen.“ Rieß-Dieckell musste für die Initialberatung nur 320 statt 1.600 Euro zahlen, denn die KfW fördert sie mit bis zu 80 Prozent. Auch bei der Detailberatung – also der vertiefenden Analyse - gibt es Unterstützung von bis zu 60 Prozent.

Bilanz

Einsparung pro Jahr
Energiekosten: 3.300 Euro
CO2: 12 Tonnen

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