Strom effizienter einsetzen bei der Fleischerei Ruth Dobschinski

Strom effizienter einsetzen: Fleischerei Ruth Dobschinski

Heinfried Becker (Mitte), Leiter des energiekonsens-Büros in Bremerhaven, zeichnet die Fleischerei Ruth Dobschinski aus

"Jede Investition tut weh. Förderung nicht."

Energie ist ein kostbares und zugleich kostenintensives Gut. Das weiß auch Ruth Dobschinski, Inhaberin der gleichnamigen Fleischerei in der Oberen Bürger in Bremerhaven. „Weil wir ökologisch und ökonomisch vernünftig handeln wollen, ließen wir eine Energieanalyse durchführen. Uns stellte sich in erster Linie die Frage, wie wir Strom effizienter einsetzen können und Lastspitzen mindern oder vermeiden können“, berichtet die Fleischerei-Fachfrau. An welchen Stellschrauben Ruth Dobschinski drehen kann, um den Energieverbrauch zu reduzieren, brachte Energieberater Hartmut Tietje vom Bremerhavener Energiedienstleistungsunternehmen nordEnergie AG ans Licht. Zum einen empfahl er die vorhandenen ineffizienten Tiefkühltruhen zu ersetzen. Zum anderen verdeutlichte er, wie die Fleischerei teure Stromspitzen mindern kann. Ruth Dobschinski ersetzte eine der beiden Kühltruhen durch ein effizienteres Gerät, die andere schaltete sie ab. Die hohen Leistungsspitzen vermeidet die Fleischerei dadurch, dass sie besonders energieintensive Geräte nur noch in Zeitspannen mit geringer Leistungsabnahme in Betrieb nimmt. „Beispielsweise stellen wir die Kühlhäuser mithilfe einer Schaltuhr mittags für eineinhalb Stunden ab. Für die Fleischwaren entsteht kein Nachteil, da die Räume nachkühlen“, erläutert Ruth Dobschinski. Gekocht wird in der Fleischerei nur noch morgens, bevor die Ladentheke geöffnet und Geräte wie Kaffeeautomat und Kühltresen eingeschaltet werden. Insgesamt spart die Fleischerei nun rund 4.000 Euro und etwa eine Tonne CO2 im Jahr. Den Wunsch, den Stromverbrauch und damit auch die Emissionen zu reduzieren, hegt die Fleischerei-Fachfrau schon lange. Doch sie wusste nicht wie. „Die Energieanalyse hat uns sehr geholfen. Froh sind wir auch, dass die KfW-Bankengruppe diese gefördert hat. Denn jede Investition, die man selbst tätigen muss tut weh. Die Förderung nicht.“

Bilanz

Einsparung pro Jahr
Energiekosten: 4.000 Euro
CO2: 1 Tonne

«zurück zu den Praxisbeispielen