Stadttheater Bremerhaven: Klimaschutz auf dem Spielplan

Das Stadttheater Bremerhaven ist ein Vier-Sparten-Haus und bietet seinem Publikum an drei Spielstätten Musiktheater, Ballett, Schauspiel und Junges Theater. Um alles am Laufen zu halten, arbeiten 230 Mitarbeiter in unterschiedlichen Abteilungen des Hauses. Seit neustem steht für sie die aktive Einbindung in den Klimaschutz auf dem Spielplan. Potentziale sieht die Verwaltungsdirektorin Heide von Hassel-Hüller in vielen Bereichen des Theaters. Für sie ist es wichtig, die Mitarbeiter von Anfang an zu beteiligen, damit Strategien und Maßnahmen auf breite Akzeptanz stoßen und motiviert umgesetzt werden. Anregungen, wie ein Beteiligungsmodell aussehen kann, holte sich Hassel-Hüller durch ihre Teilnahme am Modul Mitarbeitereinbindung der energiekonsens klima:akademie.

Zu den Bereichen mit Klimaschutz-Potentzial zählen neben den Hauptbühnen auch die Probebühnen, verschiedene Werkstattbereiche und die Schneiderei. „Es ist schon verlockend: Morgens das Licht einschalten und abends wieder aus. Licht spielt natürlich auch während der Proben eine große Rolle. Hier können wir mit Verhaltensveränderungen und LED-Beleuchtung eine Menge bewegen“, gibt die Direktorin ein Beispiel. Der Startschuss zur Einbindung aller Mitarbeiter fällt im Januar 2016 mit einer sogenannten Arbeitsplatzbegehung. Hier wird geprüft, ob Steckerleisten vorhanden sind oder der Energiesparmodus an Computer und Laptop angemessen eingestellt ist. Auch die Bereiche Beleuchtung sowie richtiges Lüften und Heizen werden unter die Lupe genommen. Dazu erhalten die Mitarbeiter Informationsmaterialien und „Gedächtnisstützen“ für das Büro oder die Werkstatt.

Erarbeitet wurde dieses Vorgehen gemeinsam mit den Experten der BEKS EnergieEffizienz GmbH im Rahmen eines Workshops. Daran teilgenommen haben neben der Geschäftsleitung des Theaters auch Mitarbeiter aus verschiedenen Tätigkeitsbereichen und zwei Auszubildende. Dieses etwa zehn Mitglieder starke Team wird auch künftig bei der Planung und Umsetzung eine besondere Rolle spielen. Heide von Hassel-Hüller wünscht sich, dass auch bei der Personalversammlung am 5. Februar 2016 der Kurs für mehr Klimaschutz Anklang findet. „Wir befinden uns in einem offenen Prozess. Ziele, Lösungen und Investitionen müssen realistisch sein – schließlich sind wir ein öffentliches Haus. Aber: Auch im Kleinen kann man erfolgreich Klimaschutz betreiben“, ist sie sich sicher.

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