Prämie für's Energiesparen auch für Freizis
02.06.2016

Prämie für's Energiesparen auch für Freizis

Strahlende Gesichter bei allen Beteiligten: gestern nahmen Vertreterinnen und Vertreter von neun Jugendfreizeiteinrichtungen Prämien für ihr Klimaschutzengagement in Empfang. Im vergangenen Jahr haben die Bremer „Freizis“ ihren Energie- und Wasserverbrauch im Rahmen des Projekts „ener:freizi“ gesenkt und damit sowohl Geld gespart als auch das Klima geschützt.
Energiesparprämie für Kindergärten

Gastgeberin Julia Rehbein vom BDP Mädchen_kulturhaus freute sich über 11 Prozent Energieeinsparung und die 500 Euro Prämie.

Sozialsenatorin Anja Stahmann sagte anlässlich der Prämienvergabe im BDP Mädchen_kulturhaus: „ener:freizi ist ein gutes Beispiel dafür, wie sich Sozial- und Klimaschutzansprüche verbinden lassen. Durch die Energiesparmaßnahmen können wir mehr Geld für inhaltliche Dinge ausgeben und leisten in den Freizis gleichzeitig einen Beitrag zum Erreichen der Bremer Klimaschutzziele.“

Ziel von ener:freizi ist es, die Jugendlichen und Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Freizis für Energieeffizienz und Klimaschutz zu sensibilisieren und Energie einzusparen. Dazu setzt das Projekt auf zwei Wege: Einerseits gab es Gebäudebegehungen durch Fachleute, bei denen technische Einsparmöglichkeiten identifiziert wurden. Zudem wurden in den Freizis auch Einsparhilfen wie LED-Leuchten oder Steckerleisten direkt eingebaut. Andererseits fanden in den teilnehmenden Einrichtungen viele pädagogische Aktionen zum Thema Energiesparen und Klimaschutz statt: von Klimarallyes über vegetarische Kochduelle und Kunstaktionen bis hin zu einem Besuch im Klimahaus in Bremerhaven. Auch machten sich einige Jungen und Mädchen mit Strommessgeräten auf die Suche nach Energiefressern und Standby-Verlusten und lernten, wie ein Thermostatventil funktioniert und warum eine Stoßlüftung effizienter ist als eine dauerhafte Kippstellung der Fenster. Ein Punkt, der auch Senatorin Stahmann wichtig ist: „Die Jugendlichen können mit Spaß und Experimenten auf einfache Weise lernen, wie sie selbst klimafreundlicher handeln können. Den Jugendlichen nur reine Informationen zu vermitteln, würde den Klimaschutz wenig voranbringen.“

Für ihr Engagement und ihre Einsparungen beim Wärme-, Strom- und Wasserverbrauch wurden die Freizis jetzt belohnt. Jede der neun Einrichtungen erhielt eine Prämie von 500 Euro, über die sie frei verfügen können. „Es freut mich, dass wir heute das tolle Engagement der Freizis belohnen können“, so Martin Grocholl, Geschäftsführer von energiekonsens. „Alle Teilnehmer sparen jetzt CO2 ein; in der Spitze wurde im vergangenen Jahr eine CO2-Reduktion von 16 Prozent erreicht. Insgesamt wurden somit knapp acht Tonnen CO2 gespart.“ Die Zahlen der bisherigen Verbräuche in diesem Jahr zeigten dabei sogar ein noch besseres Bild als in 2015.

Zu den seit Anfang 2015 teilnehmenden neun Jugendfreizeiteinrichtungen sind im März zehn weitere hinzugekommen. Auch bei ihnen fand bereits eine Gebäudebegehung statt, ein Energiecontrolling wird eingeführt und Aktionen für die Jugendlichen werden vorbereitet. Initiiert und getragen wird das Projekt von der Klimaschutzagentur energiekonsens; gefördert wird es vom Sozialressort und dem Umweltressort. Es startete im Frühjahr 2015 und läuft noch bis Anfang 2017. Es soll anschließend nach Möglichkeit erweitert fortgeführt werden.