Modellprojekt "ener:sport": Bremer Sportvereine senken Energiekosten
Bernd Langer von der BEKS EnergieEffizienz GmbH besichtigt zusammen mit Toni Schiller und Steven Hollwedel vom TuS Komet Arsten den Heizungsraum
16.04.2018

Modellprojekt "ener:sport": Bremer Sportvereine senken Energiekosten

Klimaschutzagentur zieht Fazit nach Projektende

Die Bremer Klimaschutzagentur energiekonsens hat mit ihrem Modellprojekt „ener:sport“ in den vergangenen Monaten gezeigt, wie Sportvereine in der Praxis mit ein paar einfachen technischen Veränderungen Energie und somit bares Geld einsparen können.
  

Mit dem TV Bremen-Walle 1875 e.V., Sportverein Grambke Oslebshausen e.V., BTS Neustadt 1859 e.V., TuS Komet-Arsten e.V., Bremerhavener Tennisverein 1905 e.V. sowie Bremen 1860 haben sich insgesamt sechs Sportvereine aus Bremen und Bremerhaven an der Initiative der Klimaschutzagentur beteiligt. Nun zieht energiekonsens ein Fazit: Von den Modellvereinen konnten drei Clubs im Projektzeitraum Oktober 2016 bis Dezember 2017 Energie einsparen – allen voran der TV Bremen-Walle, der seinen Energie- und Wasserverbrauch um 20 Prozent reduzieren konnte. „Ein tolles Ergebnis“, sagt Projektleiterin Katharina Koch. „Durch Projekte wie ener:sport werden nicht nur Energiekosten gesenkt, sondern durch Einsparung von CO2-Emissionen auch Beiträge zum Klimaschutz geleistet.“ Für die Projektleiterin von der gemeinnützigen Klimaschutzagentur energiekonsens zählen jedoch nicht nur die Zahlen. Das Modellprojekt verfolgte mehrere Ziele: Zum einen sollte mit Hilfe des Energiecontrollings der Energie- und Wasserverbrauch und damit die Verbrauchskosten gesenkt werden, zum anderen sollte gerade das Thema Energie bei Sportvereinen einen höheren Stellenwert erlangen.

Sportvereine für Thema Energie sensibilisieren

Im Rahmen des Projekts stand bei allen sechs Modellvereinen zunächst eine Vor-Ort-Begehung auf dem Plan, bei der die Räumlichkeiten des Vereins inspiziert wurden. Dabei wurden die Energieverbräuche festgehalten und Schwachstellen analysiert. Zu den häufigsten gehörten unter anderem eine fehlerhafte Einstellung der Heizungsregelung, ein fehlendes Energiecontrolling sowie die Nutzung ineffizienter Beleuchtung. Anschließend erhielten die Sportvereine eine Maßnahmenübersicht, durch die der Energie- und Wasserverbrauch gesenkt werden sollte. Eine begleitende Fördermittelberatung sowie der durch einen Energieberater moderierte Austausch mit anderen Vereinen ergänzten die Angebote und sorgten für ein positives Feedback der teilnehmenden Pilotvereine. Ziel war es, Bremer und Bremerhavener Sportvereine langfristig für mehr Klimaschutz zu sensibilisieren. Dieses Ziel sieht die Projektleiterin von energiekonsens erreicht und möchte mit den gesammelten Erkenntnissen langfristig eine breiter angelegte Kampagne entwickeln.