Merkmale eines hochenergieeffizienten Wohngebäudes

Sven Jäger
Projektmanagement

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Die nachstehenden Empfehlungen orientieren sich an einem Gebäude mit einem Primärenergiebedarf von 30 bis 40 kWh/m2a. Dies unterschreitet die Anforderungen der aktuell gültigen EnEV und hält auch die verschärften Anforderungen der EnEV 2016 ein.

Baukonstruktion

  1. Wand
    U-Wert von 0,15 bis 0,20 W/m2K, dies entspricht einer Wandstärke von 30-50 cm, je nach Aufbau und Material. Wärmedämmverbundsystem, Kerndämmung oder Holzrahmenbauweise.
  2. Dach
    U-Wert unter 0,15 W/m2K, dies entspricht einer Dämmstärke von ca. 30 cm. Luftdichtigkeit (Dampfsperre) sicherstellen und wärmebrückenfreie Übergänge zu anderen Bauteilen.
  3. Bodenplatte
    U-Wert unter 0,20 W/m2K, wärmebrückenfreier Übergang zur Außenwand und ungeheizten Keller gegen den beheizten Treppenaufgang dämmen.
  4. Fenster
    U-Wert der Fenster mit 0,8 W/m2K bis 0,9 W/m2K, mit 3fach-Wärmeschutzverglasung, gute Rahmenqualität (Mehrkammerprofil oder gedämmte Rahmen), thermisch getrennter Glasabstandhalter(„Warme Kante“), sorgfältiger, luftdichter Einbau und wärmebrückenfreier Anschluss. U-Wert der Dachfenster bei 1,1 W/m2K.
  5. Wärmebrücken-Minimierung
    Vermeidung konstruktiver Wärmebrücken, Wärmedämmung ohne Unterbrechung an Bauteilübergängen und Anschlüssen .
  6. Luftdichte Bauweise
    Sorgfältige Planung der Luftdichtheit insb. bei Bauteilanschlüssen und Durchdringungen der Wärmedämmung. Prüfung der Luftdichtheit mit einer Blower-Door-Messung.
  7. Sommerlicher Wärmeschutz
    - durch außenliegenden Sonnenschutz
    - durch sommerliche Nachtlüftungsstrategie
    - durch Betonkernaktivierung (Bauteilaktivierung)

Haustechnik

  1. Komfortlüftung mit Wärmerückgewinnung
    Komfortlüftung mit Zuluft im Wohnbereich und Abluft in Küche, WC und Bad. Der Wärmerückgewinnungsgrad sollte mindestens 80% betragen, hocheffiziente Ventilatoren verbrauchen nur wenig Strom.
  2. Heizung
    Heizungstechnik, die den eingesetzten Brennstoff optimal ausnutzt, z.B. Brennwertkessel, Biomasse-Feuerung wie Pelletkessel oder Ofen, eine elektr. Wärmepumpe mit hoher Jahresarbeitszahl. Warmwassererzeugung zentral mit 100-300 Liter-Warmwasserspeicher, gut gedämmt. Einbindung einer Solarthermischen Anlage vorsehen.
  3. Hydraulischer Abgleich
    Ein Hydraulischer Abgleich des gesamten Heizungssystem ist unerlässlich: jeder Heizkörper erhält die Heizwassermenge, die seiner Leistung entspricht. Achten Sie darauf, dass die Heizungsrohre gedämmt sind. Der hydraulische Abgleich ist auch für das Lüftungssystem wichtig.
  4. Erneuerbare Energien
    Der Anteil Erneuerbarer Energien (Sonne, Erdwärme, Holz) sollte möglichst hoch sein. Ebenso der Einsatz von Nah- oder Fernwärme insb. aus Kraft-Wärme-Kopplung (KWK) ist zu prüfen.
  5. Regelung und Pumpen
    Bei hocheffizienten Energiesparhäusern ist eine außentemperaturgeführte nicht mehr sinnvoll, durch die hohen passiven Energiegewinne usw. ist eine Raumtemperaturgeführte Regelung am besten wirksam.

    Hocheffizienzpumpen und Ventilatoren mit elektronischer Drehzahlregelung und stromsparenden Motoren einbauen.
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