Klimaschutzsiedlung

Sven Jäger
Projektmanagement

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Das Bundesland Nordrhein-Westfalen hat als Bestandteil seiner Energie- und Klimaschutzstrategie das Projekt „100 Klimaschutzsiedlungen in Nordrhein-Westfalen“ aufgelegt, um die wärmebedingten CO2-Emissionen in Wohnsiedlungen konsequent zu reduzieren. Das Programm richtet sich an Neubausiedlungen. „Hierfür können alle Technologien, die zur CO2-Einsparung geeignet sind, eingesetzt werden. Planer und Investoren haben dadurch die Freiheit, aus einer großen Bandbreite innovativer Gebäudestandards und Versorgungsvarianten auszuwählen“ (100 Klimaschutzsiedlungen in Nordrhein-Westfalen – Planungsleitfaden; EnergieAgentur.NRW 2011). Der Leitfaden formuliert Anforderungen und Empfehlungen für Klimaschutzsiedlungen, deren CO2-Emissionen in Abhängigkeit vom Gebäudetyp ca. 50 bis 60 Prozent unter den Werten der Referenzgebäude entsprechend der EnEV 2009 liegen.

energiekonsens greift das nordrhein-westfälische Programm der Klimaschutzsiedlungen für das Bundesland Bremen auf und erweitert dies um den Aspekt der Klimaschutzsiedlungen im Gebäudebestand. Klimaschutzsiedlungen weisen nicht zuletzt auch als Label deutliche Vorteile auf, um folgende Botschaften zu transportieren: Durch Klimaschutzsiedlungen können die CO2-Emissionen für Neubaugebiete und in Bestandssiedlungen signifikant reduziert werden. Dies führt letztlich auch zu einer signifikanten Reduktion der Energiekosten. Ein Vorteil, der sich auch positiv auf die langfristige Werthaltigkeit der Immobilien auswirkt. Wenn diese Vorteile offensiv mit dem Label „Klimaschutzsiedlung“ vermarktet werden, kann hierdurch die Attraktivität der gesamten Siedlung gesteigert werden. Hiervon profitieren sowohl Eigentümerin oder Eigentümer als auch Mieterin oder Mieter. Im Falle von Neubausiedlungen können hiervon auch Investorinnen und Investoren beim Verkauf an ihre Kundinnen und Kunden profitieren. Der Ansatz der Klimaschutzsiedlungen ist darüber hinaus „technologieoffen“ und gewährleistet eine große Bandbreite von technischen Lösungen.

Zielsetzung für 2015 ist es, sowohl für Neubausiedlungen als auch für Bestandsgebiete, bremische Leitfäden zur baulichen Entwicklung von Klimaschutzsiedlungen auszuarbeiten, um diese im Anschluss offensiv an die für die Umsetzung von Klimaschutzsiedlungen relevanten Akteure heranzutragen. Hierfür wurde bereits in 2014 mit dem Energiekonzept für das Neubaugebiet „Grohner Grün“ in Bremen-Nord eine konzeptionelle Grundlage für ein Neubaugebiet als Klimaschutzsiedlung in Bremen geschaffen. Dieses wurde durch die BEKS EnergieEffizienz GmbH im Auftrag des Senators für Umwelt, Bau und Verkehr sowie von energiekonsens erstellt. Zielsetzung des Energiekonzepts ist es, für Investorinnen und Investoren (Bauträger) aufzuzeigen, mit welchen konkreten Maßnahmen das Neubaugebiet zu einer Klimaschutzsiedlung entwickelt werden kann.

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