Jugendfreizeiteinrichtungen steigern Energieeffizienz und treiben Klimaschutz voran
08.04.2016

Jugendfreizeiteinrichtungen steigern Energieeffizienz und treiben Klimaschutz voran

Mit 19 Freizis geht das Projekt in die zweite Runde

Das Projekt „ener:freizi - Energiesparen in Jugendfreizeiteinrichtungen" startet mit insgesamt 19 Freizis in die zweite Runde. Zehn motivierte Jugendfreizeit-einrichtungen sind neu dazugekommen und bringen ab sofort das Thema Energiesparen und Klimaschutz in ihren Einrichtungen voran.
  

Zum Projekt gehören dabei zwei Bausteine:
„Im technischen Teil deckt eine energetische Gebäudebegehung die Schwachstellen insbesondere im Bereich der gering-investiven Maßnahmen auf“, so Projektmanagerin Maren Beckmann von energiekonsens. „Kleinere Maßnahmen werden dabei auch sofort umgesetzt, denn bei einer Begehung werden beispielsweise abschaltbare Steckerleisten, LED-Leuchtmittel und Durchlaufbegrenzer in Wasserhähnen direkt eingebaut. Ein erfahrener Berater erstellt ein Kurzgutachten in dem Elemente wie Beleuchtung, Stand-by, EDV- und Haushaltsgeräte bewertet werden.“ Darüber hinaus beinhalte das Gutachten einen Überblick zur energetischen Einschätzung der Gebäudehülle, der Heizungsanlage und der Warmwasserbereitung.

Als zweiter Baustein ist der pädagogische Ansatz sehr wichtig. Sowohl mit den Mitarbeitern der Freizis als auch mit den Kindern und Jugendlichen finden Aktionen und Workshops zum Thema Energiesparen und Klimaschutz statt. Um die jungen Menschen zu sensibilisieren und zum Mitmachen zu motivieren, werden vor Ort individuelle Angebote entwickelt. Im ersten Jahr reichte das Angebot dabei von Klimarallyes über vegetarische Kochduelle und Kunstaktionen bis hin zu einem Besuch im Klimahaus in Bremerhaven. In einem der teilnehmenden Freizis wurden die Mädchen im Rahmen des Projektes zu kleinen Energieforscherinnen. Sie machten sich mit Strommessgeräten auf die Suche nach Energiefressern und Standby-Verlusten im Freizi. Darüber hinaus lernten sie, wie ein Thermostatventil funktioniert und warum eine Stoßlüftung effizienter ist als eine dauerhafte Kippstellung der Fenster. Ein anderes Mal verknüpfte man den theoretischen Teil mit einem Graffiti-Workshop, bei dem die Jugendlichen einen Energiehelden erschufen, der nun auf einer großen Wand in bunten Farben leuchtet und alle daran erinnert, sparsam mit unseren Ressourcen umzugehen.

Für Shahrzad Tajali vom Mädchen*zentrum Gröpelingen ist der Klimawandel keine reine Fiktion mehr, sondern bereits für alle spürbar. „Jede einzelne von uns, auch unsere Jugendlichen, müssen nun lernen damit bewusst umzugehen, um den Klimawandel zu stoppen. Deswegen nimmt unser Freizi an dem Projekt teil, um Einsparpotenziale aufzeigen zu lassen und aktiv zu werden.“

Eine finanzielle Prämie pro Einrichtung, die sich unter anderem an der durch die Freizi-Nutzer erzielten Energie- und Wassereinsparung orientiert, runden den Anreiz zum Sparen ab.

Initiatorin des Projektes ist die Klimaschutzagentur energiekonsens. Gefördert wird „ener:freizi“ durch die Senatorin für Soziales, Jugend, Frauen, Integration und Sport sowie den Senator für Umwelt, Bau und Verkehr. Mit neun aktiven Freizeiteinrichtungen startete das Projekt im vergangenen Jahr. Zehn weitere Einrichtungen sind nun hinzukommen.


Teilnehmende Einrichtungen im Projekt ener:freizi sind:

Neu in 2016
JFH Huchting, JFH Neustadt, JFH Buntentor, Mädchen*zentrum Gröpelingen, Jugendhaus Hemelingen, Jugendfreizeitheim Burglesum, Mädchentreff Lila´s Pause, Funpark, Jugendclub Kattenturm, Jugendzentrum Findorff

Seit 2015
Jugendhaus Tenever, Kinder- und Jugendfarm e.V., Jugendclub Lüssum, BDP Mächen_kulturhaus, JFH Oslebshausen, JFH Gröpelingen, Jugendhaus Horn-Lehe, Bürgerzentrum Jugendzentrum Oberneuland e.V. Sasu und die Stadtteilfarm Huchting.