Hampi's Stop Shop

Energiesparhelfer in der Neustadt

Die Energiesparhelfer Marco Schleusener und Manuel Windolf erklären Darya Hamp, wie sie durch Abschalten der Kühlschrankbeleuchtung künftig Energie sparen kann.

Kostenlose Energie-Checks in der Bremer Neustadt: Stadtteilaktion ein voller Erfolg


Energiesparen im Kleinstbetrieb? Dass sich das so richtig lohnen kann, beweisen die Energiesparhelfer der Bremer Klimaschutzagentur energiekonsens aktuell in der Neustadt. Ein Team aus vier Studentinnen und Studenten, die zu Energiesparhelfern ausgebildet wurden, führt abwechselnd und in unterschiedlichsten Unternehmen Energie-Checks durch, entlarvt Energiefresser und gibt praktische Tipps für mehr Energieeffizienz. Das kostenlose Angebot richtet sich an Unternehmen aus den Bereichen Einzelhandel, Gastronomie und Handwerk, aber auch an Büros und Praxen – mit Hampi’s Stop Shop ließ sich kürzlich auch ein Kiosk auf Herz und Nieren prüfen.

Etwa eine Stunde brauchen Marco Schleusener und Manuel Windolf, um sich ein umfassendes Bild von dem Kiosk in der Pappelstraße zu machen. Und die beiden Energiesparhelfer werden fündig: „Im Verkaufsraum stehen beispielsweise fünf Kühlschränke, die von innen beleuchtet sind. Momentan bleibt die Beleuchtung auch nachts eingeschaltet – würde man dies ändern, könnten etwa 100 Euro jährlich an Energiekosten eingespart werden“, erklärt Manuel Windolf. Der 28-Jährige studiert, genau wie sein Kollege, Elektrotechnik. „Da ist unsere Tätigkeit als Energiesparhelfer ideal geeignet, um das, was wir an der Uni lernen, praktisch anzuwenden“, so Marco Schleusener. Aufgabe des Teams ist es, in den unterschiedlichsten Handlungsfeldern mögliche Schwachstellen in Technik oder Nutzerverhalten aufzudecken. Bisher wird die Stadtteilaktion ausschließlich in der Bremer Neustadt angeboten, Findorff und Schwachhausen werden allerdings folgen. „Wir sind sehr zufrieden mit der Rückmeldung. Rund 25 Unternehmen haben sich direkt für den Energie-Check angemeldet, weitere 30 sind interessiert“, sagt Janina Schultze, Projektmanagerin von energiekonsens. „Wir möchten Betrieben helfen, sich systematisch mit dem Thema Energiesparen auseinanderzusetzen – letztendlich können so Betriebskosten eingespart und Klima und Umwelt geschützt werden.“

Kleine Maßnahme – große Einsparung
Betriebskosten können künftig auch in Hampi’s Stop Shop reduziert werden. Etwa durch Austauschen der Beleuchtung, wie Manuel Windolf feststellt: „Derzeit befinden sich sechs Leuchtstoffröhren im Verkaufsraum. Würde man diese durch LEDs ersetzen, läge die Einsparung etwa bei 18 Euro im Monat – die Anschaffungskosten hätten sich in weniger als einem Jahr amortisiert.“ Insgesamt sei bei Kleinstbetrieben die Beleuchtung eines der wichtigsten Handlungsfelder. „Hier schlummert fast immer Einsparpotenzial. Das gilt auch für Kühltheken, die oftmals zu niedrig eingestellt sind: Schon 1 °C weniger Kühlung bringt 6 Prozent Stromeinsparung.“ Auch lohne es sich, bei der IT genauer hinzuschauen, die im Idealfall bei Nichtgebrauch komplett abgeschaltet sein sollte - Steckdosenleisten mit Kippschalter erleichtern hier das Handling. Die Heizungsanlage sei ein weiterer typischer Ansatzpunkt.

Darya Hamp, Schwester des Geschäftsführers Torsten Hamp, freut sich jedenfalls über die Tipps: „Das ist schon sehr interessant, vor allem, wenn man die Summen hört, die sich einsparen lassen. Wir werden schauen, dass wir die Tipps bestmöglich umsetzen.“ Unterstützung leistet im Bedarfsfall energiekonsens im Rahmen einer Förderung – so können Unternehmen, die an einem Energie-Check teilgenommen haben, einen Zuschuss in Höhe von 50 Prozent und bis zu 1000 Euro der Umsetzungskosten beantragen.




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