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Die Berliner Freiheit erhält den CO2-Fußabdruck
10.03.2016

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Berliner Freiheit schließt Modellprojekt „Klimaschutz im Einzelhandel“ erfolgreich mit CO2-Fußabdruck ab

Seit kurzem steht ein großer pinker Fußabdruck im Einkaufszentrum Berliner Freiheit in der Bremer Vahr. Er weist Kunden, Mieter und Mitarbeiter darauf hin, dass das Einkaufszentrum am Modellprojekt „Klimaschutz im Einzelhandel“ der Klimaschutzagentur energiekonsens teilgenommen hat und jetzt über einen CO2-Fußabdruck verfügt.
  

Ob Strom oder Heizwärme, die Mobilität von Mitarbeitern oder Kunden, oder der Papierverbrauch – im Einkaufszentrum weiß man jetzt schwarz auf weiß, an welchen Stellen man sich in Sachen Klimaschutz noch verbessern kann, und wo man bereits jetzt schon sehr gut abschneidet.

Die Mobilität der Kunden und Mitarbeiter macht den größten Anteil am CO2-Fußabdruck der Berliner Freiheit aus. Die An- und Abfahrten der im Schnitt 94.000 Kunden pro Woche verursachen rund 60 Prozent der CO2-Emissionen, die direkten Emissionen des Centers etwa für Strom oder Wärme wurden von den Experten als eher normal bis gering eingeschätzt. Dieses Ergebnis freut Centermanager Frank Springer: „In Bezug auf den Strom- und Heizverbrauch im Einkaufscenter haben wir bereits viel getan. Wir beziehen zum Beispiel Fernwärme, die wesentlich klimafreundlicher abschneidet als Erdgas oder Öl und haben auch schon überwiegend auf LED-Beleuchtung umgestellt.“ Den CO2-Fußabdruck nimmt der Centermanager als wichtigen Impuls, noch mehr umzusetzen: „Im Klimaschutz gibt es immer noch etwas zu tun. Wir möchten Vorbild für unsere Mieter und Kunden sein und die Berliner Freiheit so immer klimafreundlicher machen“, so Springer weiter. Er wolle deshalb jetzt auch die aufgezeigten kleinen Einsparpotenziale angehen und beispielsweise auf Recyclingprodukte im Bereich Papier umstellen.

Staatsrat Ronny Meyer lobte bei der Präsentation der Ergebnisse das Projekt und die engagierte Teilnahme der Berliner Freiheit: „Das Projekt zeigt beispielhaft, wie Klimaschutz im Einzelhandel funktionieren kann: Vom deutlichen Aufzeigen der Emissionsquellen über fachkundige und umsetzungsorientierte Beratungen bis zur Öffentlichkeitsarbeit, mit der Unternehmen genau wie Konsumenten gleichermaßen
zu klimafreundlicherem Verhalten motiviert werden. Besonders freut mich, dass dieses Projekt nicht bei den Berichten endete, sondern schon viele Geschäfte erste Maßnahmen umgesetzt haben.“

Zum Projekt gehörte auch die Einbindung aller Mieter. Ob Friseur, Supermarkt, Bar oder Arztpraxis – alle hatten die Gelegenheit einen Energie-Check in Anspruch zu nehmen und so auch ihre Daten in den CO2-Fußabdruck einfließen zu lassen. 40 Geschäfte wurden von fachkundigen Energieberatern besucht. Sie deckten ein CO2-Einsparpotenzial von mehr als 70 Tonnen CO2 pro Jahr auf, mehr als 21.000 Euro können die Geschäfte hier in Summe jährlich einsparen. Zwölf der Unternehmen haben die empfohlenen Maßnahmen schon umgesetzt.

Ins Leben gerufen hat das Projekt die Bremer Klimaschutzagentur energiekonsens:
„Gerade ganz kleine Unternehmen werden in der Beratung und der Vergabe von Fördermitteln oft vernachlässigt. Dabei gibt es auch hier ein enormes Einsparpotenzial, das sich oft auch leicht heben lässt. Dies hat das Modellprojekt eindrucksvoll bestätigt“, so energiekonsens-Geschäftsführer Martin Grocholl. energiekonsens bietet kleinen Unternehmen, deren Energiekosten unter 10.000 Euro im Jahr liegen, deshalb weiterhin die Möglichkeit, einen kostenlosen Energie-Check sowie einen Investitionszuschuss von bis zu 1000 Euro in Anspruch zu nehmen. Bei Interesse können sich Einzelhändler, Gastronomen, Handwerker oder sonstige kleine Betriebe bei der Effizienz-Hotline von energiekonsens unter 0421/376671-1 über die Beratungs- und Fördermöglichkeiten informieren.

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