Energiesparen bei der HEC Hanseatische Software-, Entwicklungs- und Consulting GmbH

Energieberatung HEC

Astrid Stehmeier (Projektleiterin energiekonsens) überreicht HEC-Geschäftsführer Dr. Thorsten Haase (rechts) und Volker Groos (Netzwerk- und Systemadministrator, links) im Serverraum die Auszeichnung.

Energiesparen ist nur zum Teil Chefsache

Energiesparen ist Chefsache? Nicht ganz. Zwar muss die Geschäftsführung den Energiespar-Stein ins Rollen bringen, am Ende sind aber auch die Mitarbeiter gefragt, Ressourcen zu schonen. Und das funktioniert bei der Bremer HEC Hanseatischen Software-, Entwicklungs- und Consulting GmbH gut. Verhaltensänderung wie doppelseitiges Ausdrucken ist das eine, handfeste Energieeffizienz-Maßnahmen vom Energieberater empfohlen das andere. HEC, ein Unternehmen von „team neusta“, hat eine KfW-geförderte Energieanalyse in Anspruch genommen. Auf Empfehlung des Energieberaters Ulrich Römer hat HEC erste energieeffiziente Maßnahmen umgesetzt. Die Einsparungen betragen rund 7 Tonnen CO2 und etwa 1.500 Euro Energiekosten im Jahr. Dafür erhielt HEC die Auszeichnung, überreicht von Astrid Stehmeier, Projektleiterin bei energiekonsens.

„Am meisten Strom frisst unser Rechenzentrum mit eigenen Servern“, weiß HEC-Geschäftsführer Dr. Thorsten Haase. Mit rund 62.000 Kilowattstunden machen Server-Betrieb und Kühlung etwa 30 Prozent des jährlichen Strombedarfs aus. Server produzieren Abwärme, so dass es im Serverraum mehr als nur kuschelig warm wird. Daher muss dort gekühlt werden. Aber nur so viel wie nötig. „Früher haben wir den Raum auf 20 Grad Celsius gehalten. Heute sind wir bei 25“, sagt Netzwerk- und Systemadministrator Volker Groos. Allein dadurch spart das Unternehmen satte 3.000 Kilowattstunden im Jahr. Weitere Einsparungen kann HEC über Server-Virtualisierung erzielen. Nicht jeder Server benötigt eine eigene Hardware. Durch die sogenannte Virtualisierung werden mehrere Speicher parallel auf einem physikalischen Server betrieben. Das spart Strom, Geld und am Ende auch Platz. Zudem achtet das Unternehmen bei Neuanschaffung von Geräten auf Energieeffizienz. „Immer, wenn wir etwas Neues brauchen, fragen wir bei unserem Lieferanten die grüne Alternative an“, erzählt Groos.

Der nächste große Verbraucher ist die Beleuchtung – zehn Prozent der jährlichen Stromkosten entfallen auf diesen Sektor. Bislang wurde die über 1.100 Quadratmeter große Bürofläche mit 150 Deckenleuchten à vier Leuchtstoffröhren erhellt. Die Hälfte reicht allemal. „300 Leuchtstoffröhren lahm legen – das ist das Beste, was wir tun konnten. Denn: Lampen rausdrehen kostet nichts“, erinnert sich Groos. HEC-Chef Haase wünscht sich auch von seinen 65 Mitarbeitern Hilfe beim Energiesparen. „Zwar bin ich kein Energie-Polizist, erwarte aber von meinen Mitarbeitern, dass sie sich im Umgang mit Energie und Ressourcen bewusst verhalten.“ Der Großteil der Mitarbeiter achte bereits sehr auf energieeffizientes Verhalten, einige wenige müssten immer mal wieder angeschubst werden. Wenn der Kaffee durchgelaufen ist, stellen sie die Maschine ab, abends wird der Rechner vollständig heruntergefahren und der Letzte macht das Licht aus. HEC schreibt Energieeffizienz bereits groß. Vieles liege zudem in Vermieterhand – wie zusätzliche Dämmmaßnahmen.

Bilanz

Einsparung pro Jahr
Energiekosten: ca. 1.500 Euro
CO2: ca. 7 Tonnen

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