energiekonsens startet Modellprojekt für mehr Klimaschutz in Bremer Sportvereinen
Vertreter der Sportvereine diskutieren beim Workshop über effiziente Leuchtmittel
16.01.2017

energiekonsens startet Modellprojekt für mehr Klimaschutz in Bremer Sportvereinen

Die Bremer Klimaschutzagentur energiekonsens hat ein Modellprojekt gestartet, das Bremer und Bremerhavener Sportvereine beim Energiesparen unterstützen soll. Das Projekt „ener:sport“ läuft bis Ende 2017.
  

„Die Klimaschutzziele der Bundesregierung und des Landes Bremen mit einer CO2-Reduzierung von 40 Prozent bis zum Jahr 2020 erfordern umfangreiche Maßnahmen und Aktivitäten auf allen gesellschaftlichen Ebenen“, erläutert Geschäftsführer Martin Grocholl von der Klimaschutzagentur energiekonsens. „In Bremen gibt es über 400 Sportvereine, die ein großes CO2-Einsparpotenzial bieten.“ Das Projekt „ener:sport“ soll aufzeigen, wie diese Energiesparpotenziale gehoben und realisiert werden können.

Sechs Vereine nehmen teil

Sechs Modellvereine mit eigenen Gebäuden beteiligen sich an der Initiative der Klimaschutzagentur: TV Bremen-Walle 1875 e.V., Sportverein Grambke Oslebshausen e.V., BTS Neustadt 1859 e.V., TuS Komet-Arsten e.V., Bremerhavener Tennisverein 1905 e.V. sowie Bremen 1860. Pro Verein wurden ein bis zwei „Energiebeauftragte“ ernannt und im Rahmen eines Auftaktworkshops von energiekonsens geschult. Dort bekamen sie von den Klimaschutz-Experten einen Überblick über mögliche technische Einsparpotenziale in ihren Räumlichkeiten – angefangen von der richtigen Heizungsregelung, über neue Abdichtungen an Fenstern und Türen bis hin zu investiven Maßnahmen wie neue LED-Beleuchtung, Wärmedämmung oder den Einsatz erneuerbarer Energien. Auch wurden die Fördermöglichkeiten präsentiert sowie die Herausforderungen und Aufgaben des jeweiligen Energie- und Umweltbeauftragten diskutiert. Im nächsten Schritt wird eine Gebäudeenergieberatung in den teilnehmenden Vereinen durchgeführt. Die Gebäudeanalyse liefert den Vereinen eine systematische Einschätzung des Einsparpotenzials und zeigt die kurz-, mittel- und langfristigen Investitionsbedarfe auf. Die Einführung eines regelmäßigen Energiecontrollings sowie die Ansprache der Mitglieder durch Sensibilisierung und ein Klimaschutz-Wettbewerb ergänzen die Aktivitäten. Anschließend werden die sechs Vereine dabei unterstützt, die Umsetzung der empfohlenen Energiesparinvestitionen anzugehen. „Mit professioneller Hilfestellung wollen wir die energetische Situation in den Sportvereinen langfristig verbessern und andere Vereine zur Nachahmung anregen“, so Grocholl.