Avangard Malz AG

Gelände Avangard Malz Bremen

Das Firmengelände der Avangard Malz AG Bremen – © Avangard Malz AG


Im Rahmen einer von energiekonsens initiierten Nikolaus-Aktion bekamen Bremer Unternehmen die Möglichkeit, anderen Betrieben einen Energiecheck zu schenken, um ihnen die vielfältigen Möglichkeiten des Energiesparens aufzuzeigen. Das Abwasserunternehmen hanseWasser, das seit 2015 klimaneutral arbeitet, beschenkte den im Bremer Hafengebiet gelegenen Betrieb Avangard Malz.

Ebenfalls als Teil der Aktion wurde die Kieferorthopädische Praxis Dr. med. dent. Ziyad Eke mit einem Energie-Check vom Einkaufszentrum Berliner Freiheit beschenkt.

hanseWasser verschenkt Energiecheck an Mälzerei Avangard Malz


Das noch recht junge Unternehmen ist die größte Mälzereigruppe in Deutschland und liefert jährlich rund 72.000 Tonnen Malz ins Inland sowie nach Süd- und Mittelamerika, Afrika und Asien aus. Aufgrund der energieintensiven Produktion spielt die effiziente Ausrichtung der Technologie und Ausstattung eine große Rolle für Avangard Malz. So wurden dort in den vergangenen Jahren bereits eine neue Druckluftanlage sowie eine neue Kühlanlage installiert und alle größeren Antriebe mit Frequenzumrichter ausgerüstet, was einen energiesparenderen Betrieb ermöglicht.

Einsparung von 11.700 Kilowattstunden Strom möglich


Bei einer Betriebsbegehung schauten sich Dieter Beck, Betriebsleiter der Avangard Malz AG Bremen und Stephan Goedeke, Diplomingenieur für Heizungs-, Sanitär- und Klimatechnik, die einzelnen Produktionsschritte sowie die Maschinen und Technologien im Unternehmen an, die für die Verarbeitung zuständig sind. Bei der Verarbeitung von Getreide zu Malz wird zunächst die Gerste zwei Tage in Wasser eingeweicht, um das Keimen der Getreidekörner anzuregen. Anschließend muss die Gerste sechs Tage im Keimkasten liegen, die Temperierung erfolgt je nach Umgebungstemperatur mit Wärme oder Kälte. Der letzte Schritt ist das Darren (Trocknen) in den Trocknungsanlagen, bei dem der Wassergehalt des gekeimten Getreides wieder reduziert werden muss. Während er nach dem Keimen 45 Prozent beträgt, sind es nach dem Darren nur noch 4,5 Prozent. Der Prozess des Darrens ist damit der energieintensivste Arbeitsschritt in der Produktion, wie Dieter Beck erklärt.

Bei dem Energiecheck wurde besonders der Bereich Beleuchtung untersucht. Die Beleuchtung der Räumlichkeiten erfolgt meist über ältere T8-Neonröhren mit unterschiedlichen Leistungen, wie Stephan Goedeke bei seinem Rundgang feststellte. Insgesamt verteilen sich rund 150 T8-Neonröhren mit konventionellem Vorschaltgerät auf Werkstatt, Büros und Keimkästen. „Grundsätzlich ist bei einem notwendigen Austausch von Leuchten die LED-Variante die wirtschaftlichste Wahl“, erklärt Goedeke. So würde der Austausch der bisherigen Beleuchtung gegen eine effizientere LED-Leuchte insgesamt zu einer Einsparung von rund 11.700 kWh Strom führen, erläutert der Experte. Gleichzeitig könnte Avangard Malz mit der Umstellung auf die LED-Variante jährlich 6.960 Kilogramm CO2 vermeiden.

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