Energieberatung bei der Bootswerft Winkler

Energieberatung Bootswerft Winkler

Birte Stützle, Mitinhaberin der Bootswerft Winkler, freut sich über die Auszeichnung.

Nach der Bootshallen-Sanierung bleibt die Skihose im Schrank

Gute Planung ist bereits der halbe Weg zum Erfolg – das weiß Birte Stützle aus eigener Erfahrung. Zusammen mit ihrem Mann Hans ließ sie die Hallen der Bootswerft Winkler in Bremen-Lesum vollständig sanieren. Auf die KfW-geförderte Initial- und Detailberatung folgte eine detaillierte Strategie, die in einen umfangreichen Umbau mündete. Die Herausforderung: „Alles musste bis zum Herbst fertig werden, denn wie in jedem Jahr werden im Oktober die ersten Boote zur Überwinterung eingelagert“, sagt sie. Nach drei Monaten und einer Woche war die Sanierung abgeschlossen.

Umgesetzt wurden unter anderem Maßnahmen wie Dach- und Wandsanierung, Austausch von Fenstern, Installation von Deckenstrahlplatten, Austausch der Leuchten, Installation einer Lüftungsanlage mit hocheffizienter Wärmerückgewinnung. „Im Grunde haben wir die beiden Hallen vollständig saniert und umgebaut. Geblieben sind nur die Sohle und in einer Halle das Stahlgerüst“, fasst Birte Stützle zusammen. Durch die realisierten Effizienzmaßnahmen spart die Bootswerft im Jahr rund 75 Tonnen CO2 und etwa 13.500 Euro Energiekosten.

Im Jahr 2001 hatte das Ehepaar Stützle die Bootswerft von Familie Winkler übernommen. Die Hallen wurden seinerzeit als unbeheizte Bootslager – praktisch ohne Wärmeschutz – errichtet. Da in den Hallen später aber auch Werkstatt-Bereiche und Büroräume eingerichtet wurden, stieg die Anforderung an das Raumklima. „Früher saß ich im Winter mit Skihose im Büro. Die bleibt jetzt im Schrank“, sagt Birte Stützle. In der Planungsphase hatten die auch Mitarbeiter Mitsprachrecht bei Fragen zu den Anforderungen an ihren Arbeitsplatz. „Der Wohlfühlfaktor spielt eine enorme Rolle. Zudem sind unsere 20 Mitarbeiter durch die verbesserte Raumtemperatur heute seltener krank.“ Hinzu komme die Möglichkeit des effizienteren Arbeitens. Früher musste beispielsweise mithilfe von Lufterhitzern die Wärme reguliert werden, um Farben und Klebstoffe optimal verarbeiten zu können.

Birte Stützle zieht ein äußerst positives Fazit: „Wir haben optimal geplant, so dass keine Wünsche übriggeblieben sind. Wir sind der Meinung, wenn etwas gemacht wird, dann soll es auch vernünftig werden.“ Unterstützung erhielt Familie Stütze durch den befreundeten Unternehmer Thorsten Nagel, Geschäftsführer der Procon Ingenieurgesellschaft mbH. Die PROCON übernahm die Planung und Bauleitung der Maßnahmen. Ulrich Römer, Geschäftsführer der ibek-Ingenieurgesellschaft, führte die Initial- und Detailberatung durch und half bei der Antragstellung von Fördermitteln. Mit dem REN-Programm (http://www.umwelt-unternehmen.bremen.de/Rationelle_Energienutzung_REN_3.html) zur Förderung der sparsamen und rationellen Energienutzung und -umwandlung in Industrie und Gewerbe werden Unternehmen bei der Ermittlung und Nutzung von Energieeinsparpotenzialen unterstützt.

Bilanz

Einsparung pro Jahr
Energiekosten: 13.500 Euro
CO2: 75 Tonnen

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