Energieberater in der Tanzschule Renz

Energieberater bei der Tanzschule Renz

Energieeffiziente Tanzschule: Die Inhaber Sagitta Renz (li) und Hartmut Hergert erhalten von energiekonsens-Projektleiterin Astrid Stehmeier die Auszeichnung.

Tanzschule Renz profitiert von rasanter Entwicklung der LED-Technologie

Perfekte Lichtstimmung, kühle Getränke und eine angenehme Raumtemperatur steigern beim Tanzen das Wohlfühl-Ambiente. Wenn dabei zusätzlich Energieeffizienz eine Rolle spielt, ist eine große Herausforderung geboren. So war es bei der Tanzschule Renz & Partner. Weil die Inhaber Sagitta Renz und Hartmut Hergert ihre Energiekosten und CO2-Emissionen reduzieren wollten, nahmen sie eine KfW-geförderte Initialberatung in Anspruch. Anschließend wechselten sie von Öl- auf Gasheizung, dämmten das Dach, schalteten alte Kühlgeräte ab und ersetzten ineffiziente Lampen durch moderne Leuchtmittel. Rund 13.500 Euro und 35 Tonnen CO2 spart die Tanzschule dadurch jedes Jahr.

Bereits wenige Monate nachdem Energieberater Ulrich Römer von der Ingenieurgesellschaft ibek die Analyse abgeschlossen hatte, waren erste Vorschläge realisiert. Renz und Hergert ließen die Heizung von Öl auf Gas umstellen, den alten Kessel durch eine Gas-Brennwerttherme ersetzen und Armaturen im Heizkreisverteiler dämmen. Diese Maßnahmen machen den Löwenanteil der Einsparungen aus: 7.000 Euro und 17 Tonnen CO2 jährlich. „Die Ölheizung musste auseinandergeschweißt werden, damit sie demontiert und abtransportiert werden konnte. Sie sah aus wie eine alte Eisenbahn“, erinnert sich Renz. Neu war für die Inhaberin und ihren Partner die Möglichkeit der Einblasdämmung. Eine Fläche von rund 150 Quadratmetern Dachschräge und -boden ließen sie per Einblasen von Zellulosefasern dämmen. Darüber hinaus legten sie neben Kühlschränken auch Bierkühlzapfanlagen still. „Allein eine Zapfanlage verursachte durch die ständige Kühlung rund 150 Euro Stromkosten pro Jahr“, sagt Hergert.

Die schwierigste Aufgabe im Zuge der Umsetzung von Effizienzmaßnahmen stellte die Beleuchtung dar. Einfach war es zunächst, die Toilettenräume mit Präsenzmeldern zur Lichtsteuerung auszustatten. Die gesamte Tanzschule verfügt über 2.000 Lichtquellen – zum größten Teil 35 Watt starke Halogen-Kaltspiegellampen. Die Hälfte ist nun durch effizientere LED-Lampen ersetzt, der Rest folgt nach und nach. Teilweise mussten auch Leuchten und Vorschaltgeräte ausgetauscht werden. Vom ersten Gespräch mit Beleuchtungs-Profis bis zum jetzigen Stand ist etwa ein halbes Jahr vergangen. „Tanzschulen sind hinsichtlich der Beleuchtungslösung eine große Herausforderung, da es hier neben Helligkeit auch um Stimmung und Atmosphäre geht. Zudem muss die Technik in Sachen Dimmung einwandfrei funktionieren. Es darf dabei nichts flackern. Das ist bei LED nicht so einfach“, sagt Energieberater Römer. Aber die Technologie entwickle sich rasant. Zum Zeitpunkt der Analyse im vergangen Jahr habe es manche Lösungen, die jetzt gewählt wurden, noch gar nicht gegeben.

Am Ende sind die Inhaber der Tanzschule zufrieden und machen weiter. Demnächst steht die vollständige Sanierung eines Saals an, zudem wollen sie die übrigen ineffizienten Lampen austauschen. „Wir können jedem eine solche Analyse empfehlen. Uns war es über finanzielle Vorteile hinweg auch ein Anliegen, etwas für das Klima zu tun. Es ist ein schönes Gefühl, dass das eigene Unternehmen etwas beitragen kann“, betont Inhaberin Renz.

Bilanz

Einsparung pro Jahr
Energiekosten: 13.490 Euro
CO2: 34,7 Tonnen

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