Energieanalyse bei Pusback und Kühne – Janßen GbR

Denkmalschutz schränkt Sanierungsmöglichkeiten ein

Energieanalyse Pusback und Kühne – Janßen GbR - Denkmalschutz

Nach erfolgter Energieanalyse und Umsetzung energieeffizienter Maßnahmen nimmt Petrotank-Geschäftsführer Jens Janßen für das Energie-Engagement die Auszeichnung von Astrid Stehmeier, Projektleiterin bei energiekonsens, entgegen.

Der erste Schritt zu mehr Energieeffizienz ist Transparenz. Das hat auch Jens Janßen, Geschäftsführer der Firmengruppe Petrotank in Bremerhaven, erkannt. Er konnte seine Vermieterin und die Geschäftsführerin des ansässigen Unternehmens Pusback und Kühne – Janßen GbR überzeugen, im Firmengebäude in der Barkhausenstraße eine Energieanalyse durchführen zu lassen. Bevor Sanierungsmaßnahmen umgesetzt wurden, entschied sich Janßen für eine Detailberatung. Nur so konnten die Investitionskosten und die (Quelle: nordEnergie AG) genauen Einsparmöglichkeiten ermittelt werden. Denn bei der Immobilie in der Barkhausenstraße stand Energieberater Hartmut Tietje vom Bremerhavener Energiedienstleistungsunternehmen nordEnergie AG vor einer besonderen Herausforderung: Das Firmengebäude ist denkmalgeschützt. Das beeinflusst Umfang und Art der energetischen Optimierung.

Während der Analyse, die von der KfW-Bankengruppe gefördert wurde, stellte Tietje den größten Energiebedarf bei der Gebäudeheizung fest: Die Energiekennzahl von 433 Kilowattstunden jährlich pro Quadratmeter überschreitet die heutigen Grenzwerte für Nichtwohngebäude um 125 Prozent. „Unsere Heizung lief fast die gesamte Woche durch, weil das Gebäude so schnell auskühlte. Haben wir sie samstags nach Feierabend abgeschaltet, saßen unsere Mitarbeiter bis montagmittags im Mantel am Schreibtisch“, erinnert sich Jens Janßen. Um dieses Problem zu lösen, hätte die Fassade gedämmt werden können. Diese Möglichkeit schränkte die Denkmalschutzbehörde jedoch ein. Allerdings sollen zeitnah die teilweise noch einfachverglasten Fenster gegen solche mit Wärmeschutzverglasung ausgetauscht werden. Großes Energieeinsparpotenzial stellte der Energieberater bei der Gebäudetechnik fest. „Durch Austausch der vorhandenen Heizung und eine dezentralisierte Warmwasserversorgung sind Einsparpotenziale in Höhe von bis zu 30 Prozent zu realisieren“, sagt Energieberater Tietje. Das Vorbild hat Geschäftsführer Janßen im eigenen Haus: Im vergangenen Jahr stockte er auf und errichtete im zweiten Obergeschoss eine neue Büroetage. Dabei ließ er energieeffiziente Technik einsetzen. Bei der Warmasserbereitung stellte Janßen im gesamten Gebäude um. Hier setzt er nun auf Kleinspeichergeräte und nicht mehr auf den alten, zu großen 200-Liter-Vorratsboiler. Zudem tauscht er nach und nach die ineffizienten Leuchtmittel gegen tageslichtabhängig gesteuerte LEDs. Insgesamt spart die Petrotank-Gruppe nach Umsetzung aller Maßnahmen 22,4 Tonnen CO2 und 4.560 Euro im Jahr. „Die Energieanalyse hat mir gezeigt, dass man mit geringen Investitionen viel erreichen kann. Das sollten noch viel mehr Unternehmen in Anspruch nehmen, zumal die KfW-Bankengruppe die Analyse fördert. Bei der Initialberatung gibt es einen Zuschuss von bis zu 80 Prozent, bei der Detailberatung maximal 60 Prozent“, sagt Janßen.

Bilanz

Einsparung pro Jahr
Energiekosten: 4.560 Euro
CO2: 22,4 Tonnen

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