Energieeffizienz-Maßnahmen bei GTF Freese

Energieeffizienz zahlt sich bei GTF Freese aus

Michael Pelzl (2.v.r.), energiekonsens-Geschäftsführer, überreicht die Auszeichnung an (v.l.) Christian Freese, Geschäftsführer GTF Freese, Claudia Müller und Jens Radloff aus dem Controlling.

„Die beste Energie ist die, die man gar nicht verbraucht“

Fortschrittlich ist die Bremer G. Theodor Freese GmbH & Co. KG schon immer gewesen. Das weltweit führende Unternehmen im Bereich Schiffsfußböden und Fußbodentechnik, das im Jahr 2010 einen runden Geburtstag feierte und 100 Jahre alt wurde, hat 2003 bereits den ersten Bremer Umweltpreis für ein innovatives Strahlverfahren im Schiffbau gewonnen.Aber damit nicht genug. „Bei einer Präsentation der Handelskammer sind wir auf die vielen Projekte und Angebote des RKW Bremen und der gemeinnützigen Klimaschutzagentur energiekonsens aufmerksam geworden“, erzählt Jens Radloff, Leiter Controlling und IT bei GTF Freese.
Das Unternehmen ließ einen Energie-Check Strom und eine KfW-geförderte Detailberatung zur Wärmeversorgung durchführen, für die Umsetzung war das Ingenieurbüro ibek maßgeblich verantwortlich.

Im Anschluss daran wurden diverse Effizienzmaßnahmen umgesetzt. Im Verwaltungsgebäude wurde IT-Hardware erneuert und auf virtuelle Server umgestellt. Dadurch war es möglich, die Temperatur im Serverraum deutlich anzuhebenund so den Stromverbrauch in der Verwaltung um 25 Prozent zu senken, weil die Klimaanlage nicht mehr auf Hochtouren laufen musste. Außerdem wurden in der Pulverei Abgaswärmetauscher eingesetzt. Diese ermöglichen, dass die Abwärme aus der Abluft der Pulvereiöfen jetzt zur Beheizung der benachbarten Werkstatt und zur Warmwasserbereitung benutzt werden kann. In der Produktionshalle ist die alte Umluftheizung stillgelegt und stattdessen sind Infrarot-Dunkelstrahler eingesetzt worden. Das spart nicht nur Energie, sondern erhöht auch deutlich den Komfort für die Mitarbeiter, denn Infrarotstrahlen senden die Wärme unmittelbar, vergleichbar mit Sonnenstrahlen. Mitte des Jahres wurden Ventilatoren mit Frequenzumformern aufgerüstet, wodurch der Stromverbrauch im Jahr um mindestens 24 MWh gesenkt werden soll. Das nächste Projekt, welches sich mit der Umrüstung einer Hallenbeleuchtung auf LED befasst, wird in den kommenden Wochen umgesetzt. Durch die vielen Effizienzmaßnahmen spart GTF Freese rund 25.000 Euro und 78 Tonnen CO2 im Jahr. Dafür erhielt das Unternehmen die Auszeichnung von energiekonsens.

„Wir freuen uns sehr über diese Auszeichnung. Denn GTF Freese legt seit jeher Wert auf nachhaltiges und umweltverträgliches Arbeiten “, bestätigt JensRadloff. „Durch die Unterstützung der Klimaschutzagentur energiekonsens sind wir einen großen Schritt weiter gekommen – denn die beste Energie ist die, die man gar nicht verbraucht.“

Bilanz

Einsparung pro Jahr
Energiekosten: 25.000 Euro
CO2: 78 Tonnen

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