Bremer Energie-Konsens

Presseinformation

Gelungener Auftakt für Kampagne „Klimafreunde Bremen“

Unternehmen, Institutionen und Privatleute verpflichten sich zu mehr Klimaschutz

Bremen, 28. Mai 2010. Die gemeinnützige Bremer Klimaschutzagentur energiekonsens will mit der Kampagne „Klimafreunde Bremen“ ein Umdenken bei Bürgern, Unternehmern, Politikern und in der Verwaltung auslösen. Mit ihrer Unterschrift haben sich heute auf dem Bremer Marktplatz 28 Unternehmen und Institutionen sowie zahlreiche Bürger selbstverpflichtet, künftig noch mehr CO2 und Energie einzusparen. Die auf zwei Jahre angelegte Kampagne wird in Kooperation mit dem BUND Bremen, der Bremer Umweltberatung und dem ADFC durchgeführt. Der Senator für Umwelt, Bau, Verkehr und Europa unterstützt die Klimafreunde. Warum eine solche Kampagne nötig ist, erklärt Dr. Cornelis Rasmussen, Geschäftsführer der Klimaschutzagentur: „Jeder Bremer produziert durchschnittlich 10,6 Tonnen des schädlichen Klimagases CO2 im Laufe eines Jahres – etwa sechs mittelgroße Heißluftballons voll. Damit ist klar: Würden alle Menschen auf der Erde diese Menge verursachen, würde unser Klima-Konto schon bei einem Wert von über 2,5 Tonnen jährlich in den roten Bereich geraten.“

Zu den prominenten Bremer Unternehmen, die heute ein Klimaversprechen abgegeben haben, zählt auch die BSAG, die sich seit Kurzem auch offiziell Klimaschutzbetrieb nennen darf. Deren Arbeitsdirektor und Vorstand Michael Hünig begründet die Motivation zur Teilnahme mit bereits vorhandenen Ansätzen bei Bremens zentralem Transportunternehmen. „Mit dem Einbau eines Blockheizkraftwerks in unserer Zentrale am Flughafendamm und dem geplanten Austausch unserer Leuchtmittel sind wir auf dem richtigen Weg. In dieser Woche haben wir die Auszeichnung ‚Klimaschutzbetrieb CO2-20’ erhalten. Darauf wollen wir aufbauen und verpflichten uns selbst, Klimafreund zu sein. Für unsere Kunden wird dies in den kommenden Jahren deutlich: Wir werden zwei bis drei Elektro-Fahrzeuge in Bremen zum Einsatz bringen.“

Ein weiteres Teilnahme-Unternehmen, das schon aus seiner Geschäftsidee abgeleitet die Themen Mobilität und Klimaschutz verbindet, ist cambio Bremen. Geschäftsführerin Kerstin Homrighausen macht deutlich, welche Maßnahmen in ihrem Unternehmen umgesetzt werden: „Unsere Philosophie ist es, so klimafreundlich wie möglich zu arbeiten. Das machen wir auch bereits, aber Verbesserungen sind immer möglich. Unsere Mitarbeiter aus dem Fuhrpark kümmern sich hier in Bremen um 130 Autos. Der typische Autotyp ist aber nicht der typische Öko. Daher schulen wir unsere Mitarbeiter in Spritspartrainings und erweitern so ihr Bewusstsein beim klimafreundlichen Handeln. Wir können uns auch vorstellen, später diese Trainings auf den Kundenbereich auszuweiten.“

Der Schwerpunkt liegt aber nicht nur auf Unternehmen. Die Kampagne will ausdrücklich auch die Bremer Bürger erreichen. Sie können über einen eigens entwickelten Klimafreunde-Check teilnehmen. Im ersten Schritt müssen Fragen zu den vier Feldern Heizen, Mobilität, Konsum und Strom beantwortet werden. Anhand eines Punkte-Systems lässt sich dann beurteilen, welcher „Klimatyp“ man selbst ist. Im nächsten Schritt wird das eigene Versprechen abgegeben. Ein Beispiel: Wer verspricht, den Reifendruck seines Autos regelmäßig zu kontrollieren, kann damit im Jahr rund 140 Kilogramm CO2 vermeiden und etwa 100 Euro sparen.

Angeschlossen an die Aktion ist auch eine wissenschaftliche Studie unter der Leitung von Prof. Dr. Herbert Kubicek vom Institut für Informationsmanagement an der Universität Bremen (ifib). Sie erforscht die Handlungsbereitschaft von Bürgern, die ihre CO2-Bilanz verbessern wollen. Die Bürger werden durch regelmäßige Informationen und Veranstaltungen von der Klimaschutzagentur energiekonsens mit praktischen Tipps zur Verkleinerung des CO2-Rucksacks versorgt. Die Hälfte erhält die Informationen dabei via Internet, die andere Hälfte „klassisch“ über Papier und Veranstaltungen.

Während der kommenden 24 Monate werden sich die „Klimafreunde Bremen“ mit gezielten Informationen und Aktionen rund um das Thema Klimaschutz zu Wort melden. Mitmachen ist jederzeit möglich. Warum die Teilnahme wichtig ist, bringt Rasmussen auf den Punkt: „Nicht zuletzt die Klimakonferenz im Dezember in Kopenhagen hat gezeigt, dass Klimaschutz noch lange kein Selbstläufer ist. Es muss noch extrem viel getan werden und es braucht starke Treiber und Akteure auf diesem Weg. Nicht nur welt- und bundesweit sondern vor allem auch lokal.“ Weitere Informationen zur Aktion und der Teilnahme finden sich unter www.energiekonsens.de/klimafreunde.

Bremens neue Klimafreunde

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Bremens neue Klimafreunde

Kontakt:

Sandra Lachmann
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
energiekonsens
Tel.: 0421/ 376671-55
Fax: 0421/ 376671-9
E-Mail: lachmann@energiekonsens.de

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