Bremer Energie-Konsens

Presseinformation

Plus-Energie-Haus produziert mehr Energie als es verbraucht

Fach-Seminar informiert über Möglichkeiten des nachhaltigen Bauens

Bremen, 28. April 2010. Neue Gebäude sollen möglichst wenig Energie verbrauchen und diese im Idealfall sogar selber produzieren. Ein Plus-Energie-Haus geht noch einen Schritt weiter: Durch den Einsatz innovativer Technologien stellt es mehr Energie her als seine Bewohner verbrauchen und steht damit für eine neue Generation des nachhaltigen Bauens. Eine Variante des Plus-Energie-Hauses ist das surPLUShome. Dieses ist aus einer Entwurfsidee von Studenten unter Professor Manfred Hegger entstanden. Mit dem Konzept hat die TU Darmstadt 2009 zum zweiten Mal den „Solar Decathlon“ in den USA als innovativstes und energieeffizientestes Wohngebäude gewonnen. Auf Einladung der gemeinnützigen Bremer Klimaschutzagentur Energiekonsens stellten Petra Alten, Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung, und Professor Manfred Hegger in der Veranstaltung „Plus-Energie-Haus: Bauen für die Zukunft“ das surPLUShome vor. Das Fach-Seminar fand am 27. April im Haus der Wissenschaft statt.

Rund 40 Prozent des gesamten Energieverbrauchs in Deutschland entfallen auf den Gebäudebereich. Den Referenten zufolge müssen Gebäude auch im Hinblick auf die begrenzten fossilen Brennstoffe und der CO2-Bilanz auf Dauer energieeffizient und auf neue Energien ausgerichtet sein. Aus diesem Grund müsse die Baubranche umdenken und mit innovativen Konzepten positive Akzente setzen. Das surPLUShome kennzeichne den aktuellen Stand des nachhaltigen Bauens und zeige, was technisch und architektonisch derzeit möglich ist. Im Plus-Energie-Haus werden aktive Systeme wie integrierte Photovoltaik-Module in der Fassade und ein hocheffizientes Lüftungssystem eingesetzt. Zudem verhindern Dämmstoffe und innere Speichermassen, dass das Gebäude auskühlt oder überhitzt. Diese und weitere Maßnahmen sorgen dafür, dass das Haus mehr Energie produziert als es verbraucht.

Neben Energie einsparender und erzeugender Systeme biete das Plus-Energie-Haus höchsten Wohnkomfort mit einer intuitiven Haussteuerung und entspreche darüber hinaus hohen ästhetischen Ansprüchen. „Damit sich die nachhaltige Bauweise etabliert, muss sie mit dem täglichen Leben vereinbar sein. Denn nicht nur die technischen Voraussetzungen müssen überzeugen, auch Behaglichkeit und Ästhetik spielen eine wesentliche Rolle“, betonte Petra Alten. Bis Ende 2011 werde das Haus in verschiedenen deutschen Städten aufgebaut, um eine breite Öffentlichkeit über Möglichkeiten des nachhaltigen Bauens zu informieren. Erst wenn dieses Konzept künftig in der Praxis umgesetzt wird, könne es einen Beitrag zum Klimaschutz leisten. Momentan steht das surPLUShome in Frankfurt und wird unter anderem für Ausstellungen und Vorträge zum Thema energieeffizientes Wohnen genutzt. Zudem kann es für Veranstaltungen gemietet werden.

Referentin Petra Alten vor Publikum

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Referentin Frau Petra Alten bei der Veranstaltung „Plus-Energie-Haus: Bauen für die Zukunft“

Kontakt:

Sandra Lachmann
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
energiekonsens
Tel.: 0421/ 376671-55
Fax: 0421/ 376671-9
E-Mail: lachmann@energiekonsens.de

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