Presseinformation
Klimaschutz in der Küche
Bürgerstiftung Bremen ruft Aktion „Veggiday“ ins Leben
Bremen, 28. Januar 2010. Eine klimabewusste Ernährung bedeutet nicht auf Kalorien zu verzichten sondern auf CO2. Klimaschutz beginnt schon im Einkaufswagen: Gemüse hat eine deutlich bessere Klimabilanz als tierische Lebensmittel. „Wir müssen zum Sonntagsbraten zurückkehren“ sagt Dr. Cornelis Rasmussen, Geschäftsführer der Klimaschutzagentur energiekonsens und spielt damit auf den hohen Fleischkonsum von rund 89,7 Kilogramm jährlich pro Kopf in Deutschland an. Für tierische Produkte muss ein Vielfaches an Energie, Ackerfläche und Dünger aufgewendet werden als für pflanzliche. Insbesondere Rindfleisch ist äußerst klimarelevant, da Kühe große Menge von Methan freisetzen. Methan ist etwa 23 mal klimaschädlicher ist als CO2.
„Die goldenen Regeln für CO2-leichte Ernährung lauten: Alles zu seiner Zeit, am liebsten aus der Region und möglichst viel bio!“ erklärt Rasmussen. Obst und Gemüse zur Erntezeit muss nicht eingelagert und gekühlt, energieaufwändig im Gewächshaus herangezogen oder von weither herbei gefahren werden. Bio-Lebensmittel sind klimafreundlicher als konventionell hergestellte Nahrungsmittel, da sie ohne künstlichen Dünger und Pflanzenschutzmittel auskommen, die in der Herstellung besonders viel Energie verbrauchen. Ökologische Landwirtschaft verursacht bis zu 30% weniger Treibhausgase als konventionelle Landwirtschaft.
„Der Veggiday ist eine gute Gelegenheit, Ernährungsgewohnheiten zu überdenken“ findet Cornelis Rasmussen. „Es geht ja auch gar nicht darum, auf etwas zu verzichten, sondern leckerem Gemüse mehr Platz auf dem Mittagsteller einzuräumen.“

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Von links nach rechts:
Christiane Schwalbe, Peter Große, Hans-Christoph Hoppensack, Monika Böttjer und Cornelis Rasmussen
Foto: Roland Scheitz
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