Presseinformation
Energieintelligenz statt Energieeffizienz
energiekonsens beim i2b meet-up „Energie/Umwelt“
Bremen, 10. Februar 2010. Energie effizient einzusetzen ist plietsch – das ist die Botschaft der gemeinnützigen Klimaschutzagentur energiekonsens. Durch einen cleveren Umgang mit Energie schützen Gewerbetreibende nicht nur die Umwelt, sondern sparen zudem Kosten. In diesem Sinne eröffnete auch Umweltsenator Dr. Reinhard Loske am 9. Februar das i2b meet-up „Energie/Umwelt“. Sein Vorschlag: den Begriff Energieeffizienz durch den Ausdruck Energieintelligenz zu ersetzen. Rund 300 Gäste nahmen an der gemeinsamen Veranstaltung des Netzwerks i2b und der GEWOBA Aktiengesellschaft Bauen und Wohnen teil. Im Rahmen der Veranstaltung diskutierten vier Experten über die Energiethematik bei Wohnungsgesellschaften sowie Möglichkeiten der Energieeffizienz in Unternehmen. Moderiert wurde die Diskussion von Susanne Korhammer, Geschäftsführerin des TARA- Ingenieurbüros für Energie und Umwelt.
In seinem Eingangsreferat zur Podiumsdiskussion betonte Hermann-Josef Lüken, Leiter des Kompetenzzentrums „Neue Energien“ der GC-Gruppe, dass allein 75 Prozent des gesamten Energieverbrauchs deutscher Privathaushalte für das Heizen der Räume verwendet werde. Bislang würden jedoch lediglich neun Prozent des Wärmebedarfs aus erneuerbaren Energien gedeckt. Um auch bei steigenden Energiepreisen den Gesamtpreis der Wohnung für Mieter attraktiv zu halten und gleichzeitig wirtschaftlich zu handeln, müssen Wohnungsgesellschaften deshalb reagieren. Laut Dr. Volker Riebel, Vorsitzender des GEWOBA-Vorstandes, sei eine wichtige Maßnahme, die Nebenkosten für die Heizung zu senken, die Gebäude energetisch zu sanieren.
Dr. Cornelis Rasmussen, Geschäftsführer der energiekonsens, unterstrich, dass eine Energieanalyse eine effektive Möglichkeit sei, um im ersten Schritt die Energieverbraucher zu identifizieren. „Unternehmen können dadurch im Schnitt 20 Prozent Energie einsparen und für die Analyse der Einsparpotenziale zurzeit 80 Prozent Förderung erhalten“, begründete Rasmussen. Ein Unternehmen, das mit gutem Beispiel vorangeht und verschiedene Maßnahmen durchführt, ist die Nehlsen AG. Unter anderem erzeugt der Entsorgungsbetrieb mit seiner Photovoltaikanlage gleichzeitig Strom und warmes Wasser. Das bei der Kühlung verwendete und dadurch aufgewärmte Wasser werde laut Peter Hoffmeyer, Klima-Botschafter der energiekonsens und Vorstandsmitglied der Nehlsen AG, anschließend zum Duschen wiederverwendet. „Umweltdenken ist mit Profitdenken vereinbar“, betonte Hoffmeyer.
Die vier Experten kamen auf der Veranstaltung zu dem Schluss, dass die Investition in regenerative Energien und effizientes Handeln eine Investition in die Zukunft ist. Nur so sei es für Unternehmen auf lange Sicht möglich, sich auf dem Markt zu positionieren und wirtschaftlich zu bleiben.

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Bildzeile
Auf dem Bild sehen Sie von links: Peter Hoffmeyer (Vorstandsmitglied der Nehlsen AG und Klima-Botschafter der energiekonsens), Dr. Volker Riebel (Vorsitzender des GEWOBA-Vorstandes), Susanne Korhammer (Geschäftsführerin des TARA-Ingenieurbüros für Umwelt und Energie), Dr. Cornelis Rasmussen (Geschäftsführer der energiekonsens), Hermann-Josef Lüken (Leiter des Kompetenzzentrums „Neue Energien“ der GC-Gruppe) sowie Andreas Kottisch (Geschäftsführer der idea 2 business GmbH).
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