Presseinformation
Polizei Bremen startet Energiespar-Contracting
Dienstleister investiert 400.000 Euro in Polizeipräsidium /
355 Tonnen weniger CO2-Ausstoß pro Jahr erwartet
Mit der heutigen Unterschrift kann der neue Polizeipräsident Holger Münch das im vergangenen Jahr von seinem Vorgänger Prof. Eckard Mordhorst auf den Weg gebrachte Projekt erfolgreich abschließen. „Ich freue mich sehr, dass wir damit das Engagement von Eckard Mordhorst für den Klimaschutz fortführen und in seinem Sinne den Energieverbrauch im Präsidium erheblich senken können", sagt Holger Münch. Die Investitionen und Leistungen von Axima in die Energiesparmaßnahmen werden über eine Vertragslaufzeit von zwölf Jahren aus den eingesparten Energiekosten von rund 70.000 Euro jährlich refinanziert. „Wir haben bei den Bremer Bädern bereits gute Erfahrungen mit Energiespar-Contractung-Vorhaben in der Hansestadt gemacht", freut sich Harald Volles, Leiter Dienstleistungen bei Axima. Bremen habe sich zu einem wichtigen Standort für Energiespar-Contracting in Deutschland entwickelt: „Durch die Arbeit der energiekonsens gibt es in Bremen einen vergleichsweise hohen Kenntnisstand bei Gebäudebetreibern. Dies ist Voraussetzung dafür, dass Projekte angegangen und umgesetzt werden." Aus Betreibersicht sei es wichtig, dass das europaweite Vergabeverfahren schnell und professionell gemanagt worden sei, ergänzt Bernd Stolle, stellvertretender Leiter der Direktion Zentrale Technische Dienste der Polizei Bremen.
Auch das Klima wird von dem Contracting-Projekt profitieren: Durch die Maßnahmen sollen die klimaschädlichen CO2-Emissionen um rund 355 Tonnen pro Jahr sinken. „Bereits im Rahmen unseres gemeinsamen Projektes ENER:POL hat sich gezeigt, dass es bei der Polizei Bremen großes Einsparpotenzial und ebenso großes Interesses am Klimaschutz gibt", sagt Dr. Cornelis Rasmussen, Geschäftsführer der Klimaschutzagentur energiekonsens. „Daher freuen wir uns sehr, dass uns nun eine weitere erfolgreiche Zusammenarbeit gelungen ist und die Polizei Bremen ihre Bemühungen zum Energiesparen so konsequent unter professioneller Begleitung fortsetzt."
Erreicht werden sollen die Einsparungen zum einen durch Verbesserungen an der Raumwärmeversorgung. Dafür ist ein hydraulischer Abgleich geplant, die Heizkurven sollen optimiert werden, und es wird eine bedarfsgerechte Temperatursteuerung geben. Im Bereich der Trink- und Warmwasserversorgung ist eine Optimierung des Zirkulationsbetriebes und der Einsatz von Durchlauferhitzern beabsichtigt. Auch in puncto Beleuchtung wird künftig im Präsidium gespart: Energieeffiziente Leuchtmittel kommen im Innen- und Außenbereich zum Einsatz. Weitere Neuerungen sind die Optimierung der Kälteanlagen, die Erweiterung und Aufrüstung der Meß- Steuer- und Regeltechnik sowie Gebäudeleittechnik und die Reduzierung des Standby-Energieverbrauchs.
Obwohl es sich um einen Fernwärmestandort handelt, bei dem die Optimierungsmöglichkeiten des Contractors eingeschränkt sind, konnte dennoch ein hohes Einsparpotenzial identifiziert werden. Neben der Polizei war auch der Senator für Inneres in das Projekt eingebunden und konnte sich davon überzeugen, welche nachhaltigen Vorteile in Sachen Geld- und Energiesparen das Contracting bewirken wird.

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Sie freuen sich über den Start des Energiespar-Contractings bei der Polizei: Polizeivizepräsident Lutz Müller, Bernd Stolle, Harald Volles und Dr. Cornelis Rasmussen (v.l.n.r.).
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