Bremer Energie-Konsens

Presseinformation

Sanierungstipps aus erster Hand

Rund 400 Besucher beim 3. Bremer Hausbesichtigungstag

Bremen, 26. Oktober 2009. Vorbildlich gebaute und sanierte Häuser erkunden und den Eigentümern, Planern und Handwerkern Fragen stellen – diese Gelegenheit haben gestern die rund 400 Besucher des 3. Bremer Hausbesichtigungstages genutzt. Insgesamt 16 Objekte in ganz Bremen wurden geöffnet, damit Kleingruppen die fertigen oder noch im Bau oder in der Sanierung befindlichen Häuser erkunden konnten.

Bei allen Immobilien waren beziehungsweise sind Mitgliedsbetriebe des Qualitätsnetzwerks „Energie Experten“ der Klimaschutzagentur energiekonsens im Einsatz. Ob Details zur Solaranlage, die einzelnen Schritte des Dachaustauschs oder die Herausforderungen, die ein Anbau mit sich bringt – die „Hausbesichtiger“ konnten beim Vor-Ort-Termin alles ansprechen, was sie interessierte. Wer beim Hausbesichtigungstag nicht vor Ort sein konnte, findet auch im Internet viele beispielhaft sanierte Bremer Häuser: www.energie-experten.net.

 

Überraschungen beim Bau und reichlich Fördermittel
Hausbesichtigung in Woltmershausen

Eines der beim Hausbesichtigungstag präsentierten Objekte war das Eigenheim von Julia und Marius Hoinka. Das Paar hat im vergangenen Jahr das 1896 gebaute ehemalige Restaurant gekauft. Die Südbremer beauftragten das Netzwerkmitglied Hubertus Schulze mit einer Gebäudeenergieberatung, auf deren Grundlage dann die Modernisierung geplant wurde. Derzeit läuft die Sanierung - unter anderem vom „Energie Experten“-Betrieb Schaardt-Team. Zur Baustellenführung fanden sich Gäste ein, die selbst mit dem Gedanken an eine Sanierung spielen.

Die Besichtigungstour startete im Erdgeschoss: „Die Decke hatte es hier richtig in sich“, erläuterte Schulze den Besuchern. Dort habe man mehrere Schichten aus Materialien wie Gipskarton und Holzkassetten vorgefunden, die allesamt entfernt worden seien. Der Gebäudeenergieberater verdeutlichte, warum das Vorhaben der Hoinkas so aufwändig ist: Da die Hauseigentümer energetisch gesehen den EnEV_-30“-Standard erreichen wollten, sei unter anderem eine Dämmung des Mauerwerks erforderlich, mit der dessen Wärmeverlust um das siebenfache verbessert werde. Marius Hoinka berichtete von einer der vielen Überraschungen, die er als Sanierungsbauherr erlebte: Man sei auf eine Trapezbitumenwand gestoßen, hinter der sich Feuchtigkeit gestaut habe. „Das wollten wir natürlich runter haben“, sagte der Woltmershauser.

Im Dachgeschoss, das das Paar ab dem kommenden Jahr als Schlafzimmer nutzen wird, erklärte Hubertus Schulze, dass das Dach von außen sehr gut erhalten gewesen sei. Von innen wiederum sei es erforderlich, eine 24 Zentimeter dicke Zellulosedämmung anzubringen, um einen guten energetischen Zustand zu erreichen. „Dadurch wird die sommerliche Mittagshitze nicht mehr reinkommen, und im Winter wird die Wärme drinnenbleiben“, beschrieb Schulze den Effekt des Materials. Draußen zeigte er der Gruppe an der Hauswand, wie die dicken Dämmblöcke aussehen, mit denen momentan die Fassade des Gebäudes buchstäblich eingepackt wird. Außerdem erfuhr die Besuchergruppe viel Wissenswertes zur geplanten Heizungsanlage und etlichen anderen Bestandteilen der Modernisierung.

Beim Rundgang wurde auch deutlich: Wer beim Bauen oder Sanieren ein Haus mit möglichst geringem Energieverbrauch plant, wird dafür von staatlicher Stelle belohnt, indem er attraktive Fördermittel in Anspruch nehmen darf. Mit einem erfahrenen Fachmann aus dem Kreis der „Energie Experten“ lassen sich viele dem Laien oft unbekannte Töpfe aufspüren. Hubertus Schulze erklärte, dass das Ehepaar Hoinka für sein besonders ehrgeiziges Projekt unter anderem Unterstützung von der KfW-Bank, vom Land Bremen, vom Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (Bafa) und von der Klimaschutzagentur energiekonsens bekam.

Mehr über das Netzwerk Energie Experten im Internet unter www.energie-experten.net


Schmucker Neubau

Bildzeile

Energieberater Hubertus Schulze erläuterte den Besuchern die am Haus der Hoinkas umgesetzten Maßnahmen.

Abdruck frei bei Angabe der Bildquelle: energiekonsens
Download des Bildes 300 dpi (JPG, 220 kB)

 

Kontakt:

Sandra Lachmann
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
energiekonsens
Tel.: 0421/ 376671-55
Fax: 0421/ 376671-9
E-Mail: lachmann@energiekonsens.de

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