Bremer Energie-Konsens

Presseinformation

Zeichen gegen Klimawandel gesetzt

Kirchentagsbesucher senden per Ballon Klimabotschaften von der Land-Unter-Linie

Bremen, 22. Mai 2009. Zur "Halbzeit" des 32. Deutschen Evangelischen Kirchentages haben heute rund 800 engagierte Bremer und auswärtige Kirchentags-Gäste ein Zeichen gegen den Klimawandel gesetzt. Im Rahmen der Aktion "Land-Unter-Linie" ließen die Teilnehmer an blauen Luftballons ihre persönlichen Klimabotschaften in den Himmel steigen. Zuvor verfolgten sie die Präsentation des Projektes auf der Kirchentags-Bühne auf dem Marktplatz und informierten sich an den Klimapavillons. „Land-Unter-Linie“ ist eine gemeinsame Aktion der Klimaschutzagentur energiekonsens und des 32. Deutschen Evangelischen Kirchentags.

 

Die Aktion "Land-Unter-Linie" fand auf einem Teilstück des etwa elf Kilometer langer blauer Kreidestrichs statt, der sich seit Dienstag um Bremens Innenstadt zieht. Diese Linie soll Bremens neue Flutgrenze symbolisieren - wenn der Klimawandel ungehindert fortschreiten würde. „Klimawandel erscheint vielen Menschen immer noch als abstrakt und weit weg. Mit der Linie zeigen wir, welche Folgen es langfristig auch hier geben könnte“, erklärt Dr. Cornelis Rasmussen, Geschäftsführer der energiekonsens. Die Klimaschutzagentur hat Land-Unter für den Kirchentag entwickelt. Die Aktion ist Bestandteil des Klimaschutzprojekts „Tut dem Klima gut“, an dem neben dem Kirchentag und der energiekonsens auch der BUND Bremen und die Bremer Umwelt Beratung beteiligt sind. Entlang der blauen Land-Unter-Linie sind sieben Informationspunkte aufgestellt, die über Ursachen und Folgen des Klimawandels aufklären. „Bremen wird sich noch lange vor den Folgen des Meeresspiegelanstiegs schützen können, wenn auch mit hohen Ausgaben. In anderen, ärmeren Teilen der Welt sind Überflutungen und Verlust der Heimat durch den Klimawandel schon traurige Realität“, betont Rasmussen.

Bei der der Ballonaktion vorangegangenen Diskussion auf dem Marktplatz rief Umweltsenator Reinhard Loske dazu auf, Vorsorge gegen den Klimawandel und seine Auswirkungen zu treffen. Deichhauptmann Prof. Michael Schirmer betonte: „Der Klimawandel ist nicht etwas, das kommt – wir sind seit 50 Jahren mittendrin!“ Für Kirchentags-Geschäftsführer Bernd Baucks endet das Engagement nicht mit der diesjährigen Veranstaltung. So werde es zum Beispiel nach dem Kirchentag Schulungen in den Gemeinden geben. „Das ist für uns ein langfristiges Thema: Wir wollen das Bewusstsein der Menschen verändern und konkrete Tipps geben. Der Klimawandel ist menschengegeben. Es liegt in unserer Hand, etwas dagegen zu tun.“ Cornelis Rasmussen rief die Kirchentags-Besucher dazu auf, die fiktive Flutlinie zu „sprengen“ und sich durch die Ballonaktion zum Klimaschutz zu bekennen: „Schreiben Sie auf die Karten Ihre Botschaft, die hoffentlich andere anregt! Wir zählen auf Sie!“

Die blaue Land-Unter-Linie ist eine langfristig-orientierte Fiktion, die symbolisch auf die Folgen des drohenden Meeresspiegelanstiegs aufmerksam machen soll. Doch auch heute spielt schon die Bedrohung durch Hochwasser in Bremen eine wichtige Rolle: Wie diese aussieht, zeigt eine neue Internet-Seite des Forschungsprojekts INNIG der Universität Bremen. Dort finden sich auch Informationen zu Deichschutz-Maßnahmen und dazu, wie sich Bremens Politik und Deichverbände auf die Veränderungen durch den Meeresspiegelanstieg vorbereiten. http://www.innig.uni-bremen.de

Weitere Informationen zum Klimaschutzprojekt des 32. Deutschen Evangelischen Kirchentags gibt es im Internet unter www.kirchentag.de/klimaschutz.

 

Blaue Luftballons steigen bei der Klimaschutzaktion im Rahmen des Kirchentags in den Himmel.

Bildzeile

Hunderte Ballons stiegen am Freitagmittag Am Wall in die Luft und transportierten Klimabotschaften in alle Himmelsrichtungen.

Abdruck frei bei Angabe der Bildquelle: BüroA / energiekonsens
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Kontakt:

Sandra Lachmann
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
energiekonsens
Tel.: 0421/ 376671-55
Fax: 0421/ 376671-9
E-Mail: lachmann@energiekonsens.de

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