am Sonntag endete die Klimakonferenz in Durban.
Wir haben die Verhandlungen gespannt und hoffnungsvoll beobachtet - und waren durchaus enttäuscht, dass kein allzu großer Durchbruch erreicht wurde.
Für uns bedeutet das einmal mehr, dass Klimaschutzprojekte auf lokaler und regionaler Ebene unverzichtbar sind, denn während global noch diskutiert wird, können wir bereits handeln.
Das werden wir auch im kommenden Jahr weiterhin tun. Was Sie 2012 mit uns im Speziellen, aber auch beim Klimaschutz im Allgemeinen erwartet, lesen Sie in diesem Newsletter. Und weil vor dem Jahreswechsel bekanntlich erst einmal Weihnachten kommt, haben wir in der "Fundgrube" ein paar Tipps zusammengefasst, wie die Festtage umweltfreundlich gestaltet werden können.
Wir wünschen Ihnen von Herzen besinnliche Weihnachtstage und schon jetzt alles Gute für das neue Jahr!
Martin Grocholl & Michael Pelzl
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Der Klimaschutz ist unaufhörlich in Bewegung: Im Spannungsfeld zwischen Politik, Wissenschaft, Wirtschaft, aber auch privatem und gemeinnützigem Engagement wird es 2012 auf vielfältige Weise um die Frage gehen, wie wir sinnvoll auf den Klimawandel reagieren und für mehr Klimaschutz agieren.
Gleich zwei weltpolitische Ereignisse, bei denen über globale Klimaschutzziele und –verpflichtungen verhandelt wird, sind für das nächste Jahr geplant.
Der Klimagipfel in Katar, der voraussichtlich Ende 2012 stattfindet, ist die Fortsetzung der jüngst beendeten Konferenz in Durban.
Er dient dazu, die zweite Phase des Kyoto-Protokolls und deren Laufzeit zu beschließen.
Etwas früher, im Juni, gibt es ein Jubiläum zu feiern, auch wenn vielen Klimaschützern derzeit nicht allzu festlich zumute ist: 20 Jahre nach dem ersten großen Klimaschutzgipfel in Rio de Janeiro kehren die Staaten nach Brasilien an den Geburtsort der „Klimarahmenkonvention der Vereinten Nationen (UNFCCC)“ zurück.
In Rio hatte die Weltgemeinschaft 1992 das entwicklungs- und umweltpolitische Aktionsprogramm „Agenda 21“, vereinbart – es gilt als Meilenstein auf dem Weg zur Nachhaltigkeit.
Auf der dritten Nachfolgekonferenz „Rio +20“ wird die Staatengemeinschaft im nächsten Jahr unter dem Titel "Nachhaltige Entwicklung" über die drängenden Probleme im Bereich Umwelt, Ressourcen und Klima diskutieren.
Solarstrom, Strom aus Windkraft und Strom aus Biomasse, kurz gesagt die erneuerbaren Energien, werden 2012 auf dem Vormarsch bleiben. Sie bieten immer mehr Arbeitsplätze und sind ein Milliardenmarkt. In Sachen Windenergie haben sich Bremen, Bremerhaven und der Nordwesten in den vergangenen Jahren zu einem Kompetenzzentrum in Sachen Offshore-Windenergie entwickelt und wollen es auch bleiben. Dazu passt, dass die Windenergie Agentur Bremerhaven (WAB) im nächsten Jahr erstmals die Messe „WINDFORCE“ veranstaltet. Vom 26. - 29. Juni 2012 wird die Messe Bremen das Zentrum der Offshore-Branche sein. Die finanziellen Anreize, die mit der Installation einer Photovoltaik-Anlage verbunden sind, werden währenddessen geringer: Für das Erneuerbare Energien Gesetz (EEG) wurde im Sommer 2011 eine Novellierung beschlossen, die am 1. Januar in Kraft tritt und durch die sich das Vergütungssystem der Solarenergie. Wer Solarstrom ins öffentliche Netz einspeist, bekommt künftig einige Cents weniger pro Kilowattstunde. Die genaue Vergütung hängt dabei von der Größe der Anlage ab. Für die Windenergie plante die Bundesregierung zunächst auch Förderkürzungen, dagegen sprachen sich jedoch Windenergieverbände und -institutionen erfolgreich aus. Bei der Bio-Energie erhöht sich die Grundvergütung, allerdings werden die bisherigen Gülle- und NawaRo-Boni abgeschafft. Dies wird mit Entwicklungen begründet, die auf die Bonuszahlungen zurückzuführen sind: Ackerflächen werden knapper, Pachtpreise steigen an und Bürger lehnen sich aufgrund von Geruchsbelästigung oder anderer Effekte immer häufiger gegen Biogasanlagen aus.
An nachhaltigen Lösungen für die Deckung des Energiebedarfs wird in Deutschland eifrig gearbeitet, doch genauso dringend muss 2012 die Energieeffizienz vorangebracht werden. Ein entscheidender Aspekt ist und bleibt dabei die Modernisierung von Altbauten. Ein gutes Drittel der CO2-Emissionen in Deutschland ist auf die Heizenergie von Wohngebäuden zurückzuführen, mit den richtigen Maßnahmen sind Einsparungen von bis zu 70 Prozent möglich. Im „Energiekonzept für eine umweltschonendere und bezahlbare Energieversorgung“, das die Bundesregierung im September 2011 vorgestellt hatte, heißt es: „(…) die energetische Sanierung des Gebäudebestands ist der zentrale Schlüssel zur Modernisierung der Energieversorgung und zum Erreichen der Klimaschutzziele.“ Das Konzept enthält konkrete Ziele, die erreicht werden sollen: die Sanierungsrate soll sich von derzeit weniger als 1 Prozent auf 2 Prozent mehr als verdoppeln, bis 2050 soll der Gebäudebestand nahezu klimaneutral sein und der Wärmebedarf bis 2020 um 20 Prozent, der Primärenergiebedarf bis 2050 um 80 Prozent reduziert werden. Ein Instrument, das dabei helfen soll, ist eine überarbeitete Form der Energie-Einsparverordnung (EnEV). Die „EnEV 2012“ ist seit geraumer Zeit angekündigt und wird voraussichtlich Anfang 2013 in Kraft treten. Laut Aussagen des Bundesbauministeriums ist beabsichtigt, die Anforderungen an Neubauten mit der EnEV 2012 schrittweise bis 2020 an den europaweiten Standard heranzuführen „soweit dies im Rahmen einer ausgewogenen Gesamtbetrachtung unter Berücksichtigung der Belastungen der Eigentümer und der Mieter wirtschaftlich vertretbar ist.“ Was dies konkret bedeutet, bleibt unklar.
Deutlich konkreter präsentieren sich die Projekte von energiekonsens, die im Rahmen der Altbauinitiative BREMER MODERNISIEREN für 2012 geplant sind. Den Anfang machen die Bremer Altbautage im Januar. Auf der Messe erhalten Gebäudebesitzer und alle anderen Interessierten wesentliche Informationen und neutrale Beratung zu energetischen Sanierungen. Im Frühjahr und im Herbst wird es wieder in je einem Bremer Stadtteil die Modernisierungskampagne „Taten statt Warten“ geben, Hausbesichtigungstage sind sowohl für Bremen als auch Bremerhaven geplant.
Ob die Klimabahn der Klimafreunde oder neue Energiechecks für Unternehmen, ob das bewährte Contracting-Symposium oder die zweite Auflage der „neuen“ Bremerhavener energietage - in allen Projektbereichen von energiekonsens haben wir für 2012 einiges vorbereitet. Was genau wir wann mit Kommunen, Unternehmen, Fachleuten, Klimafreunden und den Bürgerinnen und Bürgern in Bremen, Bremerhaven, Weser-Ems und Elbe-Weser umsetzen, darüber wird der Klimaschutz-Newsletter auch im kommenden Jahr berichten. Eines sei an dieser Stelle bereits verraten: Wenn Rio Jubiläum feiert, hat auch energiekonsens Geburtstag: den 15ten.
Mehr Informationen zu den hier genannten und weiteren Klimaschutz-relevanten Neuerungen in 2012
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Prof.
Dr.
Karin Lochte ist neue Klimabptschafterin von energiekonsens.
Die Direktorin des Alfred-Wegener-Instituts (AWI) in Bremerhaven engagiert sich sowohl beruflich als auch privat für den Klimaschutz.
Mit gutem Beispiel voran gehen und Menschen zum Handeln zu bewegen – das ist ihr Ziel.
„Wir können uns nicht darauf verlassen, dass der Staat oder jemand anderes etwas tut, sondern müssen selbst aktiv werden“, so Karin Lochte in einem Gespräch mit energiekonsens.
„Ich bin überzeugt, dass der Klimawandel begonnen hat und dass uns diese Entwicklung viel kosten wird – nicht nur Geld, sondern auch Menschenleben und unseren gewohnten Alltag.
Wir müssen unbedingt jetzt gegensteuern.
Wir haben keine Zeit mehr.“
Interview mit Karin Lochte im Klimafreunde-Magazin
Informationen zu den energiekonsens-Botschaftern
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Lässt sich eine Baulücke energieeffizient und im Sinne einer Quartiersentwicklung sinnvoll bebauen? Zehn Architekten haben bewiesen, dass dies möglich ist.
Im Rahmen des Modellvorhabens „Energieeffizienter Neubau in der Baulücke“, das energiekonsens 2005 gemeinsam mit dem Senator für Umwelt, Bau und Verkehr ins Leben gerufen hatte, sind unter ihrer Federführung neue Gebäude entstanden.
Sie alle erreichten einen Energiestandard, der weit unterhalb der gültigen Energieeinsparverordnung (EnEV) liegt.
Umweltsenator Dr.
Joachim Lohse, und Martin Grocholl, Geschäftsführer von energiekonsens, haben die vier überzeugendsten Ergebnisse Ende November ausgezeichnet.
Die zwei Hauptpreise des Wettbewerbs „Energieeffiziente Lückenbebauung“ (dotiert mit einem Preisgeld von je 4.000 Euro) gingen an Thomas Isselhard und Karsten Seidenberg. „Beide Bauten weisen eine sehr hohe architektonische Qualität aus und zeigen beispielhaft, wie die Nachverdichtung des städtischen Raums durch die Füllung einer Baulücke hochwertig erfolgen kann“, so das Juryurteil. „Der Gestaltungsgrad beider Arbeiten in der Baukonstruktion ist von hoher Präzision. Sie zeigen, dass sich auch energieoptimierte Gebäude nicht gegen die Umgebung abschirmen müssen, sondern diese harmonisch in die Architektur integrieren können.“ Zwei Anerkennungen mit einem Preisgeld von je 1.000,- Euro wurden an Martin Kahrs und Walter Wiedenmann vergeben.
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Passivhäuser waren lange Zeit die Ausnahme, nun werden sie mehr und mehr zur Regel.
Für Architekten, Ingenieure und Planer ergeben sich dadurch neue Anforderungen bei der Planung und Durchführung von Bauprojekten.
Aber auch Auftraggeber und Entscheider benötigen mehr Wissen, um Vorschläge richtig beurteilen und finanzielle, zeitliche und technische Anforderungen angemessen einschätzen zu können.
Dieses Wissen vermittelt der Kompaktkurs "Nichtwohngebäude in Passivhaus-Bauweise", den energiekonsens ab kommendem Frühjahr anbietet.
Er richtet sich vor allem an Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von kommunalen Gebäudemanagement-Institutionen, Baubehörden und Bauabteilungen und vermittelt das notwendige Grundlagen- und Beurteilungswissen für Passivhaus-Nichtwohngebäude.
Informationen zum Kurs und zur Anmeldung
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Das Ergebnis für die dritte Runde der Stadtteilkampagne "Taten statt Warten" steht fest: 181 Hausbesitzer in den Stadtteilen links der Weser haben den von energiekonsens geförderten Gebäudeenergie-Check genutzt und wissen nun, welche Möglichkeiten des Energiesparens in ihrem Zuhause schlummern.
Insgesamt wurden im Rahmen von „Taten statt Warten“ bislang 451 Gebäudeenergie-Checks durchgeführt. Im März geht das Projekt in die vierte Runde: Dann haben Hauseigentümer in Bremen-Mitte und der Östlichen Vorstadt zwei Monate lang die Gelegenheit, die Qualität ihres Gebäudes durch einen neutralen Energieberater mit einem ersten Check beurteilen zu lassen.
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Der Klimawandel ist da – es gilt daher, sinnvolle Strategien zu entwickeln, wie man sich an ihn anpasst.
nordwest2050 und die Metropolregion Bremen Oldenburg im Nordwesten e.V.
haben vor diesem Hintergrund den Wettbewerb "Fit für den Klimawandel" gestartet: Gesucht werden die besten Lösungen zur Anpassung an den Klimawandel in der Metropolregion.
Das können realisierte, aber auch in der Umsetzung befindliche Maßnahmen sein.
Als Preisgeld stehen 15.000 Euro bereit.
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Am 8.
Januar findet zum dritten Mal der Butjadinger Bürgertag im Center Parcs Tossens statt.
Die Organisatoren nutzen die Veranstaltung dieses Mal dazu, für mehr Klimaschutz zu werben.
"WATT´n prima Klima - Wege zur persönlichen Energiewende" so das Motto.
"Wie kann jeder Einzelne im Haushalt Energie sparen?" lautet die Frage, die auf unterhaltsame und zugleich informative Weise beantwortet werden soll.
So gibt es an diesem Tag neben einem kostenlosen Badespaß für die ganze Familie viele Mitmachaktionen und Fachvorträge zum Aufzeigen von haushaltsnahen Einsparpotentialen, unter anderem von energiekonsens Weser-Ems und vom Energieversorger EWE AG.
Dass Veranstaltungen klimafreundlich geplant und durchgeführt werden können, möchte der Center Parcs Tossens ebenfalls zeigen: Weil am Bürgertag durch die Pkw-Anfahrt zusätzlicher Besucher mehr CO2 entsteht, wird das Veranstaltungsteam die Anreise der Gäste ermitteln und die CO2-Mengen durch eine Spende an ein Klimaschutz-Projekt in der Region kompensieren.
| Schon heute finden rund 367.000 Personen ihren Arbeitsplatz bei der Energieerzeugung aus erneuerbaren Quellen. Schätzungen zufolge werden die Erneuerbaren 2030 mehr als eine halbe Million Menschen beschäftigen. Die Branche steht aktuell vor der Herausforderung, Personal zu finden und es für die größer werdenden Aufgaben zu qualifizieren. Die Messe zukunftsenergien nordwest hilft dabei. Sie bietet Unternehmen, Hochschulen und Qualifizierungsanbietern eine Plattform, ihre Berufsbilder und Brancheninformationen zu präsentieren. Deutschlands größte Job- und Bildungsmesse für erneuerbare Energien lädt am 9. und 10. März 2012 in die Oldenburger EWE-Arena zum Branchentreff ein. Der Eintritt zur Messe ist kostenfrei.
Ansprechpartnerin für Aussteller und Interessierte ist Corinna Wermke als Projektleiterin der zukunftsenergien nordwest bei ForWind (Tel: 0441/798-5086, E-Mail:corinna.wermke@forwind.de).
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Das 1997 beschlossene und 2005 in Kraft getretene Kyoto-Protokoll war das erste Abkommen, das völkerrechtlich verbindliche Zielwerte für den Ausstoß von Treibhausgasen in Industrieländern festgelegt hat.
191 Staaten sowie die Europäische Union hatten sich dem Protokoll verpflichtet – im kommenden Monat sollte seine Laufzeit enden.
Mit Spannung wurde daher die Weltklimakonferenz in Durban erwartet.
Sie sollte in den ersten zwei Dezemberwochen klären, wie es nach dem Kyoto-Protokoll mit dem globalen Klimaschutz weitergeht.
Am Ende der Verhandlungen in Durban wurden zwar Einigungen verkündet, die faktisch erst einmal bedeuten, dass das konkrete Handeln vertagt wird.
So soll bis 2015 ein neuer Weltklimavertrag erarbeitet werden, der erst 2020 in Kraft tritt.
Die darin vereinbarten Klimaziele gelten dann allerdings nicht mehr nur für die Staaten des Kyoto-Protokolls, sondern auch für Länder wie die USA, China und Indien.
Ein Nachfolgeabkommen des Kyoto-Protokolls wird bei der nächsten Klimakonferenz in Katar 2012 ausgearbeitet.
Die darin festgehaltenen Vereinbarung über die Reduktion von Treibhausgasen könnte dann ab 2013 greifen.
Die Delegierten ließen jedoch offen, ob die nächste Verpflichtungsperiode bis 2017 oder bis 2020 andauern soll.
Kanada wird in Katar nicht mehr dabei sein: Es stieg nur einen Tag nach der Konferenz in Durban aus dem Kyoto-Protokoll aus.
Eine Einigung erzielten die teilnehmenden Staaten beim "Grünen Klimafonds", der seinen vorläufigen Sitz in Bonn haben wird.
Durch ihn werden jährlich 74 Milliarden Euro für Entwicklungsländer bereitstehen, damit sie sich an die Folgen des Klimawandels anpassen können.
Doch auch er wird erst ab 2020 gelten.
Die Reaktionen auf dieses Ergebnis fielen in Deutschland unterschiedlich aus. Bundesumweltminister Norbert Röttgen wertet es als Erfolg, dass ein internationales Klimaschutzabkommen erstmals für alle gelten wird. Diese Meinung teilt der Präsident des Umweltbundesamtes, Jochen Flasbarth. Auf die Frage, wie der Klimaschutz in den nächsten Jahren vorwärts gehen könne, wenn der neue Klimavertrag doch frühestens zum Ende des aktuellen Jahrzehnts in Kraft treten wird, antwortet er: „Uns steht jetzt ein Jahrzehnt größte Anstrengung, auch auf freiwilliger Basis bevor. Es ist ein großer Fortschritt, dass wir danach alle verbindlich an Bord haben, aber es bleibt eine relevante Lücke. Die muss geschlossen werden. Und deshalb heißt das Motto: Alles daransetzen, auf freiwilliger Ebene – durch Technologietransfer, durch Kooperationen – die Emissionen zu mindern“.
"Enttäuschend, ernüchternd und entlarvend" nannte demgegenüber Grünen-Chefin Claudia Roth die Ergebnisse des Gipfels. Umweltschützer zeigten sich ebenfalls unzufrieden. Greenpeace kritisierte, die Staatengemeinschaft sei ein weiteres Mal eine Antwort auf die dringende Klimafrage schuldig geblieben. „Angesichts des schwierigen Verhandlungsverlaufes wäre es besser gewesen, die Klimakonferenz hätte keine Beschlüsse gefasst, sondern im neuen Jahr so lange weiter verhandelt, bis ein wirklich gutes Ergebnis erzielt worden wäre“, sagt Martin Kaiser, Leiter Internationale Klimapolitik von Greenpeace. „Mit einem solch schwachen Klimavertrag wird das 2-Grad-Ziel nicht zu erreichen sein“. Der Naturschutzbund Deutschland (NABU) äußert sich noch drastischer: „Wer dieses Ergebnis als großen Erfolg verkauft, betreibt Greenwashing“, kritisiert NABU-Präsident Olaf Tschimpke. Die Verantwortung für das unbefriedigende Ergebnis trügen in erster Linie Blockade-Staaten wie die USA und Kanada. „Aber auch Deutschland und die EU haben eine Mitverantwortung. Sie hätten ein starkes Kyoto II in die Waagschale werfen müssen, als Gegenleistung für ein starkes globales Verhandlungsmandat. Stattdessen fahren sie nun mit einem schwachen Ergebnis auf beiden Seiten nach Hause“, erklärt Tschimpke. Die Hilfsorganisation Oxfam sowie "Brot für die Welt" und der Evangelische Entwicklungsdienst sprachen zwar von Fortschritten, beklagten aber einen Mangel an konkreten Klimaschutzzusagen.
| Alle Jahre wieder: überquellende Mülltüten! Berge von Geschenkpapier, Lametta und Plastik wandern jährlich an Weihnachten in den Müll. Und beim Festtagsschmaus an den Feiertagen kommt meistens Fleisch auf den Tisch. Es gibt es einfache Möglichkeiten, wie die Weihnachtszeit umweltfreundlicher gestaltet werden kann. Wir haben ein paar Tipps und weiterführende Links zusammengestellt.
O Tannenbaum, wie grün bist du?
Die meisten Weihnachtsbäume kommen von Plantagen, in denen kräftig gespritzt und gedüngt wird: Pestizide gegen Insekten, Herbizide gegen Fremdgewächse sowie Mineraldünger für guten Wuchs und eine intensive Grün- oder Blaufärbung der Nadeln. Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) empfiehlt Bio-Weihnachtsbäume. Sie werden entsprechend den Vorschriften der Europäischen Union ohne synthetische Düngemittel und Pestizide aufgezogen.
Wer seinen Weihnachtsbaum als Kompost oder als Brennholz weiterverwenden möchte, muss ihn vollständig von Metallhaken und Schmuck befreien. Bleibt beispielsweise bleihaltiges Stanniol-Lametta am Baum, gelangt beim Verbrennen giftiges Bleioxid in die Umwelt. Das kann die Böden belasten.
Glückliche Weihnachtsgans
Viele Gänse, die es im Supermarkt zu kaufen gibt, werden zur Wintersaison aus Polen und Ungarn importiert. Dort mästen die Bauern das Geflügel in gerade einmal neun Wochen auf drei Kilogramm Gewicht. Der Naturschutzbund Deutschland e.V. (NABU) empfiehlt daher die heimische Biogans. Zum einen fällt bei ihnen der CO2-Ausstoß des Transportes geringer aus, zum anderen bekommen sie vorwiegend Getreide zu fressen und erhalten keine vorbeugenden Arzneien. Wer eine Biogans kauft, kann seinen Braten mit gutem Gewissen und dank höherem Fettgehalt, auch mit aromatischerem Fleisch genießen.
Zukunft schenken
Elektrogeräte stehen auf vielen Wunschzetteln weit oben. Bei ihnen sollte auf den Energiebedarf und die Qualität geachtet werden. Muss das Produkt schnell wieder ersetzt werden und wird in der Zwischenzeit unnötig viel Strom verbraucht, wird das Klima stark belastet.
Geschenke nachhaltig verpacken
Eine schöne Bescherung sind die großen Mengen an Geschenkpapier, die jährlich produziert und nach kurzer Zeit schon wieder im Müll entsorgt werden. Dabei gibt es kreative Alternativen zur alubeschichteten Glitzerverpackung: Geschenkhüllen aus Recyclingpapier, Kartons und Packpapier können bunt bemalt oder mit Gebäck, Zweigen, getrockneten Blättern und Blumen beklebt werden. Auch Altglas oder Stoffreste können sich in nachhaltige Geschenkverpackungen verwandeln: in getönten Gläsern und transparenten Seidentücher sind die Weihnachtgaben gut aufgehoben.
| Zeitgleich zur hanseBAU dreht sich bei den 6. Bremer Altbautagen vom 20. bis 22. Januar 2012 in Halle 7 alles um weniger Energieverbrauch des eigenen Zuhauses, mehr Wohnkomfort und erfolgreichen Klimaschutz. energiekonsens hat für die Messe über 100 Aussteller ausgewählt, die Fachleute für energieeffiziente Gebäudemodernisierung sind und mit ihren Produkten und Dienstleistungen den Klimaschutz unterstützen. Neben einem umfangreichen Vortragsprogramm gibt es Live-Bauvorführungen. Highlight in diesem Jahr: die Passivhaus-Sonderschau mit einem sechs Meter hohen Modell und vielen Exponaten rund um die zukunftsweisende Art, energiesparend zu wohnen. Wie mit Passivhaus-Komponenten saniert werden kann, ist ebenfalls Thema der Sonderschau.
Mehr Informationen zu den Altbautagen
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25.01.2012:
Sauberes Trinkwasser - (K)eine Selbstverständlichkeit
26.01.2012:
Schwachstellen am Haus - Sanieren heißt nicht nur Geld sparen
01.02.2012:
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02.02.2012:
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Cartoon: Eckhard Twistel
Karin Lochte: M.
Buchholz / Alfred-Wegener-Institut
Wettbewerb nordwest2050: ecolo
Passivhaus-Lehrgang: fotolia.de
Klimakonferenz Durban: BMU / Melanie Günther
zukunftsenergien nordwest: ForWind
Butjadinger Bürgertag: Center Parcs
Alle anderen Abbildungen: energiekonsens
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