energiekonsens - die Klimaschützer [Kleiner Junge schaut an einem Baum hoch]


Klimaschutz-Newsletter
für Bremen und umzu
09.2011

 

Guten Tag,

Martin Grocholl und Michael Pelzl Sommer, Sonne, Festival – auch wenn Sommer und Sonne in diesem Jahr Mangelware waren, gab es zahlreiche Musikfestivals und Straßenfeste. Und alle haben direkt mit dem Thema Klimaschutz zu tun, verursachen sie doch beträchtliche CO2-Emissionen. Dass Festivalspaß und Klimaschutz kein Gegensatz sein müssen, schreiben sich immer mehr Veranstalter auf die Fahnen und passen ihre Konzepte entsprechend an. Wie Großveranstaltungen klimafreundlicher werden, haben wir im Fokusthema zusammengefasst.

Auf vielen Festen und Festivals hatten die Besucher den Eindruck, dass der „echte“ Sommer 2011 kaum stattgefunden hat. Doch zumindest beim Blick auf die Temperaturen der vergangenen Monate müssen wir diesen Eindruck revidieren: der diesjährige Sommer war tatsächlich erneut einer der wärmsten der zurückliegenden Jahre. Immer mehr zur Gewissheit wird damit, dass der Klimawandel endgültig bei uns angekommen ist. Ob die sintflutartigen Regenfälle in Bremen und die insgesamt viel zu hohe Niederschlagsmenge auch schon zum Klimawandel zählen oder nur ein Wetterphänomen waren, ist vor diesem Hintergrund zweitrangig. Erstrangig ist, dass selbst dieser Sommer die klare Botschaft sendet, den Klimaschutz ernsthaft und mit Nachdruck voranzubringen: „Taten statt Warten!“ Unter diesem Motto haben wir Mitte September die dritte Stadtteilkampagne von BREMER MODERNISIEREN gestartet, diesmal in der Bremer Neustadt. Wie die Stadtkampagne funktioniert, welche klimafreundlichen Karrierewege es gibt und warum umweltschonende Unternehmensversprechen Grundschüler begeistern, lesen Sie in diesem Newsletter.

Wir wünschen Ihnen eine spannende Lektüre!

Martin Grocholl & Michael Pelzl


Inhalt

Im Fokus

• Feiern mit grünem Gewissen

energiekonsens aktuell

• Modernisierung-Know-how für Altbaubesitzer
• Unternehmen schließen Klima-Verträge mit Schülern
• Über 70 Teilnehmer beim 4. Contracting-Symposium

Klimaschutz regional

• Osterholz: Zertifiziertes Fachwissen für mehr Klimaschutz
• Wenningsen/Calenberger Land/Bremen: Regelmäßiger Blick auf Verbräuche sensibilisiert
• Oldenburg: Klimaschützende Karrierechancen

Blick über den Tellerrand

• Energieeffizient abtauchen
• Neue Expertendatenbank für energieeffizientes Bauen und Sanieren

Fundgrube

• Vogelhäuser aus Milchtüten und Zeichenrollen aus Plastikflaschen

Termine

• Termin des Monats: 4. Bremerhavener energietage
• Weitere Termine

Impressum

• Service und Impressum

Im Fokus

Feiern mit grünem Gewissen
Checklisten und CO2-Fußabdruck weisen den Weg zu klimafreundlichen Events

Cartoon Klimaschutz bei Veranstaltungen | Viele Menschen, laute Musik, reichlich Speisen und Getränke, ein enormer Stromverbrauch und Berge an Müll – bei Großveranstaltungen werden in der Regel Unmengen an CO2 emittiert. Dementsprechend hoch sind die Einsparpotenziale - ob beim Sportevent, Stadtteilfest oder der Firmenfeier. Die sorgfältige Planung anhand von Checklisten kann helfen, Veranstaltungen klimafreundlicher auszurichten. Ob bei der Bewerbung, der Anreise der Besucher, dem Stromverbrauch an Ständen und auf Bühnen oder dem Abfallkonzept - überall gilt es, den Energieverbrauch weitest möglich zu reduzieren und auf klimafreundliche Alternativen zu setzen. CO2-Emissionen, die dann trotzdem noch anfallen, lassen sich über Kompensationsanbieter neutralisieren. Immer mehr Veranstalter setzen entsprechende Konzepte um und stellen sich ihrer Klima-Verantwortung.

So auch die Organisatoren des Bremer Viertelfestes Anfang September: „Wir beziehen Ökostrom aus Norwegen, das Programmheft wurde klimaneutral gedruckt und das Catering für die Künstler besteht vorwiegend aus regionalen Bioprodukten“, erklärte Organisatorin Iris Raschke im Vorfeld des Viertelfests. Das dreitägige Fest mit geschätzten 200.000 Besuchern erstreckte sich auf einer Länge von etwa 1,5 Kilometern. Mehr als 230 Künstler und über 55 Bands aus England, Dänemark, Australien, Belgien und Deutschland verwandelten das Viertel in eine Kulturmeile. Um die Veranstaltung klimafreundlich auszurichten, ließ sich das Organisationsteam von energiekonsens beraten. Die gemeinnützige Klimaschutzagentur zeigte Einsparpotenziale auf und organisierte Informationen für die Besucher. Zudem wurden die Besucher befragt - beispielsweise zu ihrem Anreise- und Konsumverhalten auf dem Viertelfest. Die teilnehmenden Gastronomen und Aussteller gaben ebenfalls Auskunft über ihre Logistik und Energieverbrauche. Anhand der gewonnenen Erkenntnisse lassen die Veranstalter jetzt erstmals einen CO2-Fußabdruck des Events erstellen – eine Auswertung aller direkten und indirekten Treibhausgasemissionen. Das Ergebnis bildet die Grundlage für die Planung des Viertelfestes 2012.

Wenn mehr Veranstalter diesem Beispiel folgen, könnte für den Klimaschutz viel erreicht werden. Gerade Großevents zeichnen sich oft durch eine extrem schlechte Klimabilanz aus. Besonders im Sommer, wenn sich ein Festival an das nächste reiht, summieren sich die CO2-Tonnen in rasender Geschwindigkeit. Events mit mehr als 40.000 Gästen verursachen laut einer Studie des Environmental Change Oxford Instituteüber 2.000 Tonnen CO2. Zum Vergleich: Im Durchschnitt verbraucht jeder Bundesbürger rund elf Tonnen CO2 im Jahr.

Wer sich als Veranstalter mehr Klimafreundlichkeit auf die Fahnen schreiben möchte, kann auf unterschiedliche Hilfen zurückgreifen. So will die vom Bundesumweltministerium geförderte Kampagne „Klima sucht Schutz“ dabei helfen, große Veranstaltungen nicht zu Klimakiller werden zu lassen. Ein Beispiel: Bereits bei der Planung eines Events sollte festgestellt werden, ob und zu welchen Uhrzeiten der Veranstaltungsort mit den öffentlichen Verkehrsmitteln zu erreichen ist. Kombi-Tickets können Anreize für Gäste setzen, klimafreundlich und zugleich kostengünstig anzureisen. Den Energiebedarf können Veranstalter mit Ökostrom abdecken. Der Einsatz energieeffizienter Geräte vermeidet zudem einen unnötigen Stromverbrauch und entsprechenden Energiekosten. Aber auch vermeintlich kleine Einzelmaßnahmen helfen: kaltes Wasser zum Händewaschen anbieten, Kochgeräte mit Gas betreiben und die Veranstaltungsräume auf maximal 20 Grad beheizen lauten einige Tipps. Flyer sollten aus Recyclingpapier hergestellt, für das Catering bevorzugt regionale Lebensmittel verwendet werden. Dadurch werden hohe Schadstoff-Emissionen, die durch den Transport exotischer Produkte entstehen, vermieden. Biologisch abbaubare Reinigungsmittel sorgen für klimafreundliche Aufräumarbeiten im Anschluss. Beim Abfallmanagement sollte primär versucht werden, die Menge an Müll schlichtweg zu reduzieren. Das kann beispielsweise durch den Einsatz ökologisch vorteilhafter Verpackungen, eingerichteter Abfallinseln zur Mülltrennung und durch den Verzicht von Einweg-Papierhandtüchern erreicht werden.

CO2-Factsheet „Klimafreundliche Veranstaltungen“

Checkliste für klimafreundliche Konzerte


energiekonsens aktuell

Modernisierung-Know-how für Altbaubesitzer
Stadtteilkampagne „Taten statt Warten“ hat Links der Weser begonnen

| Die Stadtteilkampagne „Taten statt Warten“ der Altbauinitiative BREMER MODERNISIEREN ist Links der Weser angekommen. In den kommenden Wochen dreht sich in der Neustadt, in Woltmershausen und Obervieland alles um mehr Wohnkomfort, bessere Energieeffizienz von Altbauten und damit auch um weniger Nebenkosten. Wie zuvor im Bremer Westen und im Bremer Norden bilden auch dieses Mal 200 von energiekonsens geförderte Gebäudeenergie-Checks den Kern der Kampagne. Rund 90.000 Ein- und Zweifamilienhäuser gibt es in Bremen, circa 19.000 davon stehen auf den Gebieten Links der Weser. Etliche dieser Häuser sind sanierungsbedürftig. Hohe Energieverbräuche und Nebenkosten sowie ein nicht optimaler Wohnkomfort und hohe Schadstoffemissionen sind die Folge. „Wir wollen mit der Kampagne den ersten Schritt zur Sanierung so einfach wie möglich machen. Es gibt jetzt keinen Grund mehr noch länger zu warten“, so energiekonsens-Geschäftsführer Martin Grocholl. „Taten statt Warten“ zeige den Hauseigentümern, wo sie bei einer Sanierung bestmöglich können. Im Rahmen der aktuellen Stadtteilkampagne kommt das notwendige Fachwissen direkt vor die Haustür. Vorträge, Informationsmaterial und Gebäudeenergie-Checks vermitteln Interessierten wichtige Hinweise, worauf sie bei ihren Sanierungsplänen achten müssen und welche Förderungen sie in Anspruch nehmen können. Zum Beispiel bei der heutigen Veranstaltung „Hausmodernisierung in der Neustadt“ ab 19 Uhr in der Zions-Gemeinde (Kornstraße 31, Bremen-Neustadt).

Website von BREMER MODERNISIEREN


Unternehmen schließen Klima-Verträge mit Schülern
Aktion „Hand in Hand. Für morgen.“ hat in Bremen begonnen

Hand in Hand. Für morgen. Schauburg | Vergangene Woche hat in Bremen die Aktion „Hand in Hand. Für morgen.“ begonnen. Drittklässler aus drei unterschiedlichen Schulen nahmen Firmen-Chefs Versprechen über die Verminderung von CO2-Emissionen ab. Innerhalb eines Jahres wollen diese Unternehmen Energieeffizienz-Maßnahmen umsetzen. Sie reichen von einer verbesserten Beleuchtung bis hin zur Installation eines BHKWs. Ob die Unternehmen ihr Versprechen halten, werden die Schüler kurz vor den Sommerferien 2012 bei einem erneuten Besuch in den Betrieben überprüfen. An der Aktion nehmen die Schulen am Baumschulenweg, am Ellenerbrokweg und an der Lessingstraße teil. Die Verantwortlichen der Schauburg begrüßten Mädchen und Jungen der Schule am Baumschulenweg. Nach einem Rundgang durch die Räumlichkeiten des Kinos im Viertel wurde per Handschlag das Klimaversprechen besiegelt. Das Südbad in der Neustadt lud die Drittklässler der Schule am Ellenerbrokweg ein und sichert auch diesen Maßnahmen zur CO2-Verminderungen zu. Der letzte und dritte Klima-Vertrag wurde zwischen der Nehlsen AG und der Schule an der Lessingstraße geschlossen. Premiere der Aktion „Hand in Hand. Für morgen.“ war im vergangenen Jahr in Bremerhaven. Inzwischen konnten sich die teilnehmenden Schulklassen dort bereits vom Erfolg der angekündigten Maßnahmen überzeugen.

Mehr zu "Hand in Hand"


Über 70 Teilnehmer beim 4. Contracting-Symposium
Erfahrungsberichte aus der Umsetzungsphase besonders gefragt

| Anfang September fand zum vierten Mal das Symposium „Energie-Contracting in der Metropolregion Bremen-Oldenburg“ statt. Über 70 Teilnehmer nutzten die Gelegenheit, anhand konkreter Praxisbeispiele neue Erkenntnisse für die Planungs- und Umsetzungsphase von Contracting-Projekten zu gewinnen. Interesse bestand vor allem an den Erfahrungen, die in bereits laufenden Contracting-Verträgen gesammelt wurden. Themen waren unter anderem das „Einbinden von Contracting-Modellen zur Energieversorgung in einer nachhaltigen Stadtentwicklungsstrategie“ und die „Weiterentwicklung bisheriger Contracting-Varianten am Beispiel des Budgetcontracting der Hansestadt Lübeck“. Zudem bot das Symposium am Beispiel der Contracting-Konzepte des Klinikverbundes Stade und der Bremer Bädergesellschaft einen Einblick in die kommunale Contracting-Praxis sowie in effiziente und innovative Contracting-Lösungen für Industrie und Gewerbe.

Vorträge des Symposiums zum Download


Klimaschutz regional

Osterholz: Zertifiziertes Fachwissen für mehr Klimaschutz
„Energieberaternetzwerk Osterholz“ gegründet

| Der Landkreis Osterholz hat seit Anfang September ein eigenes Energieberaternetzwerk. Ziel ist es, durch qualifizierte Beratung sowohl die Zahl als auch die Qualität der Sanierungen zu erhöhen. Vierzehn Frauen und Männer aus der Region Osterholz erfüllen derzeit die genannten Voraussetzungen und gehören nun als zertifiziertes Mitglied dem Energieberaternetzwerk an. Mit dabei sind Architekten, Schornsteinfegermeister, Bauingenieure, Handwerksmeister und hauptberufliche Energieberater.

Um ins Energieberaternetzwerk aufgenommen zu werden, mussten sie von vornherein als „Gebäudeenergieberater im Handwerk“ oder vergleichbar qualifiziert sein. Zusätzlich haben sie ein speziell für das Energieberaternetzwerk entwickeltes Schulungsprogramm absolviert. Dabei ging es nicht nur um technische Fertigkeiten, sondern auch um die richtige Gesprächsführung in einer Beratungssituation. Koordiniert wurde die Schulung von Projektplanungsagentur target aus Hannover.

Das Energieberaternetzwerk ist Teil der Kampagne „Energiewende Osterholz 2030“, die vom Landkreis Osterholz und den dazugehörigen Kommunen getragen wird. Ihr Ziel ist es, das Kreisgebiet innerhalb der kommenden 20 Jahre weitgehend unabhängig von Energieimporten zu machen.

Informationen zur Energiewende Osterholz 2050


Wenningsen/Calenberger Land/Bremen: Regelmäßiger Blick auf Verbräuche sensibilisiert
Klimaschutzprojekt “e2democracy“ erhält UNESCO-Auszeichnung

| Die Deutsche UNESCO-Kommission hat das vom Institut für Informationsmanagement Bremen (ifib) an der Universität Bremen geleitete Forschungsprojekt e2democracy als Projekt der UN-Dekade „Bildung für nachhaltige Entwicklung“ ausgezeichnet. e2democracy hat die Klimaschutzinitiativen „Bremen und Bremerhaven kann mehr Klimaschutz!“ sowie das „Klimaversprechen von Wennigsen und dem Calenberger Land“ ins Leben gerufen. Die lokalen Initiativen werden von den Klimaschutzagenturen vor Ort unterstützt, in Bremen und Bremerhaven von energiekonsens.

Die Auszeichnung erhalten Initiativen, die Kindern und Erwachsenen erfolgreich nachhaltiges Denken und Handeln vermitteln.Im Zentrum von e2democracy steht die regelmäßige Kontrolle des individuellen Verbrauchs- und Konsumverhaltens von Bürgerinnen und Bürgern im Hinblick auf die eigene Klimabilanz. Tägliche Aktivitäten stehen dabei im Vordergrund. Aus diesen Angaben wird alle 2 Monate eine CO2- und Energiebilanz für die Teilnehmenden erstellt und diesen zurückgespiegelt. Dadurch wird eine Sensibilisierung für die Auswirkungen des eigenen Verhaltens auf das Klima erreicht. Newsletter mit wertvollen Tipps zur Verbesserung der eigenen Klimabilanz, Informationsveranstaltungen - auch zum gegenseitigen Erfahrungsaustausch - sowie Beratungsangebote rund ums Thema Klimaschutz runden das Angebot für Teilnehmende ab.

Website e2democracy


Oldenburg: Klimaschützende Karrierechancen
„zukunftsenergien nordwest“ im März 2012

| „zukunftsenergien nordwest" ist Deutschlands größte Job- und Bildungsmesse für erneuerbare Energien. Am 9. und 10. März 2012 findet der nordwestdeutsche Treffpunkt für Personal- und Jobsuche sowie Weiterbildung in der Oldenburger EWE-Arena statt. Im dritten Veranstaltungsjahr werden rund 100 namhafte Unternehmen aus dem gesamten Bundesgebiet erwartet, Außerdem präsentieren sich Qualifizierungsanbieter und Hochschulen aus den Bereichen Wind-, Sonnen-, und Bioenergie sowie Energieeffizienz und Energiespeicher.

Weitere Informationen


Blick über den Tellerrand

Energieeffizient abtauchen
Erstes Passivhaus-Schwimmbad Europas steht in Lünen

| In Schwimmbädern ist Wasser in Hülle und Fülle nötig. Möglichst warm soll es sein – sowohl beim Duschen als auch beim Toben durch die Erlebnisbecken. Der Energiebedarf ist dementsprechend hoch und kostet große Bädergesellschaften Millionenbeträge. Energieeffizienz spielt bei der Planung neuer Bäder oder bei der Umgestaltung bestehender Badeanstalten daher eine wesentliche Rolle. In diesem Monat wurde das erste Schwimmbad Europas eröffnet, das nach dem Passivhaus-Standard gebaut wurde: Das Lippe-Bad in Lünen. Dank verbesserter Wärmedämmung und einer Dreifach-Verglasung soll das neue Bad rund 50 Prozent weniger Energie benötigen als ein konventioneller Neubau. Versorgt wird das Hallenbad über ein Blockheizkraftwerk, das mit Biogas betrieben wird. Die anfallende Wärme wird für das Beheizen des Badewassers genutzt. Auch in Bamberg kann man bald in einem „ökologischen Familien-, Sport- und Freizeitbad“ abtauchen. Im November eröffnet in Deutschland mit dem „Bambados“ das zweite Schwimmbad, das die Passivhaus-Richtlinien berücksichtigt.

Informationen zum Lippe-Bad


Neue Expertendatenbank für energieeffizientes Bauen und Sanieren
Zentrale Liste hilft bei der Suche nach Fachleuten

| Um die Qualität von Energieberatungen und hocheffizienten Sanierungen und Neubauten zu verbessern, haben das Bundesumweltministerium und das Bundeswirtschaftsministerium sowie das BAFA und die KfW Bankengruppe vereinbart, entsprechende Experten in einer zentralen Liste zu erfassen. Sie löst die bisherige "BAFA-Liste" ab und wird von der Deutschen Energie-Agentur (dena) betreut. Fachleute können sich in ihr entweder als „Effizienzhaus-Experten“ oder als „Aussteller von Energieausweisen“ in die Expertendatenbank eintragen lassen. Der Eintrag berücksichtigt Referenzen und zusätzlichen Angebotsleistungen, z.B. Energieberatungen, Blower Door-Test oder Thermografien. Außerdem können die Mitglieder der Datenbank in ihrem Profil Effizienzhaus-Projekte zeigen, an denen sie beim Bau, bei der Sanierung der bei der Ausstellung eines Energieausweises beteiligt waren. Für Eigentümer von Wohn- und Nichtwohngebäuden ist die neue Expertendatenbank ein geeignetes Instrument, um bundesweit nach besonders qualifizierten Fachleuten für energieeffizientes Bauen und Sanieren und nach Ausstellern von Energieausweisen zu suchen.

Informationen zur Expertendatenbank


Fundgrube

Vogelhäuser aus Milchtüten und Zeichenrollen aus Plastikflaschen
Internet-Blog bündelt kreative Upcycling-Ideen

| Bis zu 100 Jahre dauert es, bis ein Tetra-Pack vollständig verrottet ist, Aluminiumdosen benötigen noch deutlich länger. Den eigenen Müll nicht in die Tonne zu werfen, sondern ihn als Werkstoff weiterzuverwenden, ist das Prinzip von Upcycling. Das spart Ressourcen, schärft den Blick für unnötige Verschwendung und fördert vor allem die persönliche Kreativität. Der Internet-Blog „We upcycle – 30 Tage, 30 Dinge“ zeigt, was aus vermeintlicher Wegwerfware entstehen kann. Ursprünglich für einen Monat konzipiert, gibt es den Blog inzwischen 167 Tage. Jeden Tag wird ein Upcycling-Ergebnis präsentiert, das zum Nachahmen angeregt.

Zum Upcycle-Blog


Termine

Termin des Monats: 4. Bremerhavener energietage

| Am 8. und 9. Oktober 2011 finden im Schaufenster Fischereihafen die 4. Bremerhavener energietage statt. Die energietage betrachten das Thema Klimaschutz in diesem Jahr erstmals ganzheitlich: Zum Thema Bauen kommen die Bereiche Ernährung und Mobilität hinzu. Highlight des Rahmenprogramms ist die Klimafreunde-Kochshow am Sonntag, bei der live am Herd gezeigt wird, wie gut Klimaschutz schmeckt.


Weitere Termine

| 05.10.2011:
Regionalkonferenz „Klimaschutz an Schulen und in Bildungseinrichtungen“

06.10.2011:
„Warm und sicher – Welche Möglichkeiten bieten Fenster und Türen?“

11.10.2011:
„Huckelrieder Klima-Symposium“ (im Rahmen von "Unternehmen Deichschart")

12.- 15.10./ 26. + 27.10.2011:
Theateraufführung „Anständig Essen“


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Fotonachweis:
Cartoon: Eckhard Twistel
Energieberaternetzwerk: Stadt Osterholz Scharmbeck Lippe-Bad Lünen: Bädergesellschaft Lünen mbH

Alle anderen Abbildungen: energiekonsens

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