die schrecklichen Ereignisse in Fukushima zeigen nachdrücklich, dass nicht nur aus Klimaschutzsicht ein weiteres Umsteuern bei der Energiepolitik notwendig ist.
Auch wenn die größte denkbare Katastrophe ausbleiben sollte, ist für die Zukunft ein konsequenter Ausbau einer Strategie gefordert, die auf drei Säulen setzt: Energieverbrauch senken, Energieeffizienz steigern, Energiebedarf klimafreundlich und sicher aus erneuerbaren Energien decken.
Hierfür ist nicht nur die Politik gefordert auf internationaler, nationaler und Landes-Ebene den erforderlichen Rahmen zu schaffen und in den Kommunen die Umsetzung vor Ort zu ermöglichen.
Ebenso ist jetzt von jeder und jedem Einzelnen von uns Konsequenz gefordert: Konsequent dabei zu sein, Energiespartipps tatsächlich auch im Alltag umzusetzen.
Konsequent dabei zu sein, beim Kauf von Elektrogeräten den Energieverbrauch zum Entscheidungskriterium zu machen und konsequent dabei zu sein, regenerative Energien zu nutzen.
Umzusteuern bedeutet aber auch, vermeintlich Unbequemes in Kauf zu nehmen: Erneuerbare Energien brauchen neue Stromtrassen, die durchs Land führen.
Windkraftanlagen benötigen Standorte, damit sie klimafreundliche Energie produzieren können.
Diese beiden Punkte treffen vor allem die Nordwest-Region.
Hier müssen sorgfältig aber auch schnell Entscheidungen getroffen werden.
Im Gegenzug wird der Nordwesten auch stark profitieren: von mehr Wirtschaftskraft und mehr Arbeitsplätzen.
Rund 370.000 Beschäftigte arbeiten derzeit in Deutschland bereits im Bereich der erneuerbaren Energien, viele davon auch in unserer Region.
Entsprechend stark steigt der Bedarf an qualifizierten Fachkräften.
Wir haben mit ForWind, dem Zentrum für Windenergieforschung, für unser Fokusthema darüber gesprochen, wie sich die Arbeitsmarktsituation im Nordwesten entwickeln wird und welche Berufsfelder die erneuerbaren Energien bieten.
Mit hoffnungsvollen Grüßen
Martin Grocholl & Michael Pelzl
Jobmotor erneuerbare Energien
Interview: Der Nordwesten bietet jede Menge grüne Arbeitsplätze
Wärmeverluste bei Altbauten mit Gebäudeenergie-Check aufdecken
Erste Passivhaus-Kita in Bremerhaven eröffnet
„Früher haben wir gegoogelt, heute znouten wir“
Bremen klagt gegen AKW-Laufzeitverlängerung
Bremerhavener Klimaprojekte gehen online
Haushalte sparen 427 Tonnen CO2
Neue Regeln beim Emissionshandel
Deutsche Unternehmen gründen Klimaschutz-Stiftung
Nachhaltigkeit erobert Bundesliga
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Die Katastrophe in Japan hat die Skepsis gegenüber Atomkraft genährt.
Selbst Bundeskanzlerin Angela Merkel weicht von ihrem bisherigen Kurs ab und hat veranlasst, dass alle sieben vor 1980 in Betrieb genommene Meiler mindestens drei Monate abgeschaltet werden.
Für die erneuerbaren Energien ist dies eine große Chance.
Bereits vor dem tragischen Unglücksfall hat sich die Branche zu einem wichtigen Wirtschaftsfaktor mit Wachstumspotenzial entwickelt – auch hier im Nordwesten.
Mit dem hohen Innovationsgrad und der Internationalisierung der Branche eröffnen sich immer neue Arbeitsfelder und der Bedarf an qualifiziertem Personal steigt.
Über die Berufe der Zukunft informierte Deutschlands größte Job- und Bildungsmesse für erneuerbare Energien und Energieeffizienz „zukunftsenergien nordwest“ am 11.
und 12.
März in der Messe Bremen.
Nach erfolgreichem Start im vergangenen Jahr präsentierten rund 90 Aussteller aktuelle Stellenangebote, Aus- und Weiterbildungsmöglichkeiten.
Die Branche der erneuerbaren Energie boomt: Seit 1998 hat sich die Zahl der Arbeitsplätze mehr als verfünffacht. Aktuell sind nach Angaben des Bundesumweltministeriums rund 370.000 Menschen bei Anlageherstellern, Betreibern und Zulieferbetrieben der Energiebranche beschäftigt. Das sei mehr als eine Verdopplung gegenüber dem Stand von 2004 und liege deutlich höher als die bisherigen Schätzungen. Bis 2020 rechnet die Branche mit 500.000, 2030 mit 630.000 grünen Jobs, sagte Dietmar Schütz, Präsident Bundesverband Erneuerbare Energie e.V., zur Eröffnung der Jobmesse. Auch im Nordwesten engagieren sich zahlreiche Unternehmen, Verbände und Institutionen für erneuerbare Energien. Der Windenergie-Sektor bildet hier einen Schwerpunkt: Allein in Bremen sind rund 100 Firmen in diesem Bereich tätig. Durch die dynamische Entwicklung im Bereich der Offshore-Windenergie rechnen Experten hier mittelfristig mit zwei- bis dreitausend zusätzlichen Stellen. „Der Nordwesten ist einer der Kraftzentren erneuerbarer Energien in Europa. Um das Wachstum in diesem Bereich bewältigen zu können, brauchen wir qualifizierte Leute“, sagte Bremens Umweltsenator Dr. Reinhard Loske.
Aufgrund des rasanten Wachstums droht jedoch der viel zitierte Fachkräftemangel die positive Entwicklung der Branche zu bremsen. Unter anderem ist in den kommenden Jahren laut Schütz davon auszugehen, dass rund 25.000 Ingenieure fehlen. Eine Studie vom Institut für ökologische Wirtschaftsforschung (IÖW) im Auftrag des Umweltbundesamtes zeigt einen Fachkräftemangel auch für den Bereich der energetischen Gebäudesanierung auf. Die Forderung: Um das Potenzial des Gebäudesektors auszuschöpfen, müsse das Thema Energiesparen in allen Bauberufen schon in Aus- und Weiterbildung eine größere Rolle spielen. Auch in Studiengängen wie Architektur oder Bauingenieurwissen brauche die energetische Gebäudesanierung einen festen Platz im Lehrplan. Universitäten, Fachhochschulen und Unternehmen haben auf diese Situation reagiert und neue Ausbildungsmöglichkeiten geschaffen. Ob Energie- und Gebäudetechnologie, Umweltingenieurswesen oder nachhaltige elektrische Energieversorgung – seit 2007 ist die Zahl der Studiengänge auf rund 300 deutschlandweit gewachsen. Das ergibt eine Studie des Wissenschaftsladens Bonn vom Oktober 2010. Aber auch in den klassischen Studiengängen wie Elektrotechnik, Maschinenbau oder Bauingenieurwesen werden Module geschaffen, die eine Vertiefung im Bereich der regenerativen Energien ermöglichen und auf die Jobs der Zukunft vorbereiten. Grüne Stellenangebote für die Nordwest-Region finden Interessierte auf der Stellenbörse energiejobs-nordwest.de, die 2009 von der gemeinnützigen Klimaschutzagentur energiekonsens und der Stadt Oldenburg mit weiteren Partnern aus der Region aufgebaut wurde.
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Der Nordwesten nimmt im Bereich erneuerbarer Energien – vor allem bei Windkraft und Biomasse – eine Vorreiterrolle ein.
Durch das schnelle Wachstum in dieser jungen Branche entstehen immer mehr Arbeitsplätze und der Bedarf an Fachkräften wächst.
Um welche Berufsfelder es sich konkret handelt und wie sich die Arbeitsmarktsituation im Nordwesten entwickeln wird, erzählt Christoph Schwarzer, Koordinator Aus- und Weiterbildung am Zentrum für Windenergieforschung ForWind, im Gespräch mit energiekonsens.
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In Bremen-Nord gibt es rund 19.000 Ein- und Zweifamilienhäuser, darunter viele sanierungsbedürftige Altbauten.
Ob Wände, Fenster, Dach oder Heizung – mit den richtigen Maßnahmen können Eigenheimbesitzer viel Energie und damit Geld sparen.
Was im Einzelnen zu tun ist, können Altbau-Eigentümer in Bremen-Nord jetzt mit einem Gebäudeenergie-Check herausfinden.
Vom 14.
März bis 31.
Mai bietet die gemeinnützige Bremer Klimaschutzagentur energiekonsens die geförderten Initialberatungen an.
Im Rahmen der Aktion „Bremer Modernisieren – Kampagne Bremen-Nord“ beträgt der Eigenanteil für Modernisierungswillige 25 Euro, mit weiteren 25 Euro bezuschusst energiekonsens jede Beratung.
Unterstützt wird die Kampagne von den drei Bremen-Norder Ortsämtern und Haus & Grund Bremen-Nord. Beim Gebäudeenergie-Check gibt es eine Kooperation mit der Kampagne Haus sanieren-profitieren der Deutschen Bundesstiftung Umwelt.
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Die Bremerhavener Kindertagesstätte „Auf der Eeke“ ist die erste Kita im Passivhaus-Standard im Land Bremen.
Die feierliche Eröffnung fand nach einem Jahr Planung und Bau Anfang März im Beisein von Oberbürgermeister Melf Grantz statt.
Die Kita hat eine Nutzfläche von etwa 650 Quadratmetern und bietet Platz für insgesamt 30 Kinder unter drei Jahren.
Das Besondere: Für das Gebäude werden jährlich weniger als 15 Kilowattstunden pro Quadratmeter an Heizenergie benötigt.
Um diesen hohen Energieeffizienzstandard zu erreichen, waren sehr hohe Anforderungen an die Gebäudehülle, die Dämmstärken der Bauteile, die Luftdichtigkeit, die Minimierung der Wärmebrücken und die Gebäude-Technik zu erfüllen.
Abgerundet wird das energetische Konzept der Kita durch eine auf dem Flachdach installierte PV-Anlage zur Stromerzeugung.
Die Dachfläche wird an einen externen Betreiber vermietet, der die Anlage finanziert und betreibt.
Die Klimaschutzagentur energiekonsens unterstützt das Projekt mit einem Förderzuschuss, die Hochschule Bremerhaven begleitet es messtechnisch, um den Energieverbrauch zu evaluieren.
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Die Designagentur „Die Typonauten“ aus Bremen ist ab sofort klimaneutral aufgestellt.
Nachdem die Geschäftsführer beschlossen hatten, CO2-Emissionen auf ein Mindestmaß zu reduzieren und unvermeidbare Emissionen auszugleichen, recherchierten sie im Internet die Machbarkeit.
Dabei stießen sie auf die Bremer Klimaschutzagentur.
„Das Vorgespräch mit energiekonsens hat uns Mut gemacht, dass auch Firmen unserer Größe mit kleinen Schritten Großes erreichen können“, betont Typonauten-Gesellschafter Stefan Krömer.
Geschäftspartner Ingo Krepinsky ergänzt: „Indem wir CO2 sparen, wollen auch wir Vorbild sein und die Umwelt schützen.“
Eine Energieberaterin deckte mithilfe einer Initialberatung erste Einsparpotenziale auf und schlug Energieeffizienzmaßnahmen vor: Die Typonauten sollen Computermonitore und Tischmotoren bei Nichtnutzung vollständig abschalten und für ISDN-Router Zeitschaltuhren nutzen. Setzen sie diese Maßnahmen um, sparen sie Energie und bares Geld aber keine CO2-Emissionen, da sie bereits Ökostrom beziehen. Dennoch kann die Agentur Kohlendioxid sparen. Bei Internet, Papier und Versand entstehen Emissionen über Dritte. Hier können sie auf klimafreundliche Alternativen zurückgreifen. Kürzlich sind sie beispielsweise auf die grüne Suchmaschine Znout umgestiegen. „Früher haben wir gegoogelt, heute znouten wir“, sagt Stefan Krömer.
Wenn die Typonauten alle Vorschläge umgesetzt haben, sparen sie zwar nur rund 40 Kilogramm CO2 im Jahr. Daran werde der Energieberaterin zufolge aber deutlich, wie klimafreundlich sie bereits arbeiten. Unvermeidbare Emissionen, die beispielsweise über die Nutzung von Bus und Bahn entstehen, will die Agentur mithilfe eines Kompensationsanbieters ausgleichen. Für ihr Engagement erhielt die Designagentur die „plietsch!“-Plakette von energiekonsens.
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Bremen hat gemeinsam mit den Ländern Berlin, Brandenburg, Nordrhein-Westfalen und Rheinland Pfalz eine Verfassungsklage gegen die von Union und FDP durchgesetzte Laufzeitverlängerung deutscher Atomkraftwerke eingereicht.
Das teilten die beteiligten Landesumweltminister der fünf von SPD, Grünen und Linkspartei regierten Bundesländer mit.
„Bremen ist zwar als Bundesland atomkraftfreie Zone, aber von sechs Atomkraftwerken in unmittelbarer Umgebung umzingelt“, sagte Bremens Umweltsenator Dr.
Reinhard Loske.
Im Mittelpunkt der Klageschrift steht die Nichtbeteiligung des Bundesrates am Gesetzesvorhaben der Bundesregierung.
Auch die Bundestagsfraktionen von SPD und Grünen sowie Greenpeace haben eigene Verfassungsklagen eingereicht.
Die Länder argumentierten in der Klageschrift, sie hätten bei der Abstimmung über eine Laufzeitverlängerung der Atomkraftwerke beteiligt werden müssen. Denn ihnen seien damit neue und veränderte Verwaltungsaufgaben übertragen worden. Unter anderem werde die Aufsicht über die Atomkraftwerke im Umfang wesentlich erhöht. Darüber hinaus müssten die Länder ihre Meiler sicherheitstechnisch umfassend überprüfen. „Deshalb ist eine Entscheidung zur Verlängerung der Laufzeiten ohne Beteiligung des Bundesrates nicht akzeptabel und grundgesetzwidrig“, sagte Loske. Das sieht die Bundesregierung jedoch anders und hält an ihrem Beschluss fest. Laut Regierungssprecher Steffen Seibert sei man nach intensiver Prüfung zu dem Ergebnis gekommen, dass ein Beschluss zur Verlängerung der Laufzeit von Kernkraftwerken nicht der Zustimmung des Bundesrates bedarf. Als Begründung führt Seibert an, dass die Laufzeitverlängerung nicht dazu führe, dass den bestehenden Aufgaben der Länder neuer Inhalt oder eine wesentlich andere Bedeutung verliehen werde.
Zur offiziellen Pressemitteilung des Senats
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Bremerhaven auf dem Weg zur Klimastadt – auch im Netz: Das Umweltschutzamt hat seine Webpräsenz auf dem Stadtportal www.bremerhaven.de um Klimaschutzaktivitäten ergänzt.
Unter dem Menüpunkt „Klimastadt“ in der Rubrik „Wir in Bremerhaven“ erhalten Interessierte ab sofort Informationen zu den Themen Klimaschutz, Natur und Verkehr in der Seestadt.
Beispielsweise wird die von der Klimaschutzagentur energiekonsens initiierte Kampagne „Klimafreunde Bremerhaven“ vorgestellt und zum Mitmachen aufgefordert.
Darüber hinaus präsentiert das städtische Umweltschutzamt eine Übersicht kommunaler Konzepte und Klimaschutzprogramme, die derzeit Grundlage der aktuellen Förderung und Umsetzung einer kommunalen Energieeffizienz- und Klimaschutzpolitik bilden. Außerdem werden konkrete Klimaschutzprojekte im Bereich Fernwärmeförderung oder Einrichtung des Solarkatasters näher beschrieben. Weitere Themen: der Masterplan für aktive Klimapolitik in Bremerhaven, die Förderung des Radverkehrs und die Entstehung des Projekts „Agenda-Wald“.
Zur offiziellen Pressemitteilung
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Rund 160 emsländische Haushalte haben über einen Zeitraum von drei Jahren insgesamt 427 Tonnen CO2 eingespart – so viel wie etwa 215 Autos im Jahr durchschnittlich an Kohlendioxid ausstoßen.
Sie hatten am gemeinsamen Klimaschutzprojekt „Modellregion Emsland“ des Landkreises Emsland und des Energieversorgers EWE teilgenommen.
Auf Landesebene hat das Modellprojekt für Aufsehen gesorgt und wurde beim Wettbewerb „Klima Kommunal 2010“ von der niedersächsischen Landesregierung ausgezeichnet.
Laut Landrat Hermann Bröring soll die Projektidee – die bislang nur im Nordkreis durchgeführt wurde – fortgesetzt und um kleine und mittelständische Unternehmen erweitert werden.
Im Rahmen des Projekts wurde untersucht, mit welchen Maßnahmen der CO2-Ausstoß gesenkt werden kann. Darüber hinaus berieten Fachleute die Projektbeteiligten intensiv und nahmen deren Gebäude unter die Lupe. Vor allem durch Dämmung des Daches oder der obersten Geschossdecke, aber auch durch die Modernisierung der Heizung konnten die Teilnehmer ihren CO2-Ausstoß reduzieren, ergab die wissenschaftliche Auswertung durch das Bremer Energie Institut. Zum positiven Ergebnis haben darüber hinaus auch wesentlich eine niedrigere Raumtemperatur, richtiges Lüftungsverhalten oder die Einstellung der Heizungsregelung beigetragen. Vom energieeffizienten Handeln profitiert nicht nur die Umwelt: Für jede Tonne CO2, die die Teilnehmer durch einen verringerten Erdgasverbrauch zusätzlich – also über bestimmte Richtwerte hinaus – einsparten, erhielten sie eine Prämie in Höhe von 20 Euro.
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Das Bundeskabinett hat einen Gesetzentwurf zur Neuregelung des nationalen Emissionshandels beschlossen.
Mit der TEHG-Novelle sollen weitreichende Änderungen der EU-Emissionshandels-Richtlinie ins deutsche Rechtssystem umgesetzt werden, verkündigte das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit (BMU) in einer Pressemitteilung.
Unter anderem soll der Emissionshandel ab 2013 stärker harmonisiert werden.
„Die EU-Zuteilungsregeln werden ab 2013 die bislang bestehenden Wettbewerbsverzerrungen beseitigen.
Bei gleichen Zuteilungsregeln für alle sind in Zukunft die effizientesten Unternehmen im Vorteil.
Das ist eine Chance, aber auch eine Herausforderung für die deutsche Wirtschaft, sich im Wettlauf um die effizientesten Technologien weiterhin an der Spitze zu behaupten", sagte Bundesumweltminister Norbert Röttgen.
Mit der Vereinheitlichung des Emissionshandels werde der Bedarf an besonderen nationalen Regeln verringert.
Zudem werden ab 2012 der Luftverkehr und ab 2013 weitere emissionsintensive Industriebranchen in den Emissionshandel einbezogen. Kraftwerksbetreiber müssen ab 2013 Emissionszertifikate für die Stromproduktion zukaufen, da sie diese nicht mehr kostenlos erhalten. Ab 2013 werden laut BMU daher in Deutschland jährlich etwa fünfmal so viele Emissionszertifikate versteigert wie in der laufenden Handelsperiode (2008–2012). Die Erlöse sollen zu über 90 Prozent für den nationalen und internationalen Klimaschutz sowie für Maßnahmen des Energiekonzepts eingesetzt werden. Für Kleinanlagen-Besitzer sieht der Entwurf Erleichterungen vor: Betreiber von Anlagen, die weniger als 25.000 Tonnen CO2 pro Jahr ausstoßen, können einen Antrag auf Befreiung vom Emissionshandel stellen. Jedoch nur, wenn sie sich verpflichten, gleichwertige emissionsmindernde Maßnahmen durchzuführen.
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Die Erderwärmung auf zwei Grad Celsius zu begrenzen und das Klima zu schützen, ist eine der wichtigsten globalen Aufgaben unserer Zeit und entscheidend für die künftige wirtschaftliche Entwicklung.
Mit der Gründung der gemeinnützigen „Stiftung 2°“ wollen die sechs deutschen Unternehmen Deutsche Bahn, EWE, M+W Group, Otto Group, PUMA sowie Xella mit ihren Erfahrungen einen Beitrag zum Klimaschutz leisten.
Ihr Ziel ist es, Verantwortung zu übernehmen und gemeinsam mit Wissenschaft und Gesellschaft langfristig an konkreten Lösungen für den Klimaschutz zu arbeiten.
Die Gründer der Stiftung 2° sind sich einig, dass sich auch Unternehmen dauerhaft und verlässlich für effizienten Klimaschutz einsetzen müssen. „Klimaschutz kann nur erfolgreich sein, wenn die Unternehmen aller Wirtschaftssektoren ihre Lösungskompetenz einbringen. Mit der Bündelung unserer Expertise beim Klimaschutz in der Stiftung 2° wollen wir hierfür ein Zeichen setzen“, sagt Jan Buck-Emden, Vorsitzender der Geschäftsführung der Xella International GmbH. Auch für weitere engagierte Unternehmen sei der Stifterkreis offen.
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Stadion, Geschäftsstelle, Fanshop, Catering-Firma und eine modernisierte Lüftungsanlage: Bundesligist Mainz 05 stellt als erster klimaneutraler Verein komplett auf Ökostrom.
Mit dieser Maßnahme spart der Fußball-Klub jährlich 250 Tonnen CO2 ein.
Die restliche Menge an Kohlendioxid wird durch Aufforstungen in Kanada kompensiert.
„Jeder kann und muss etwas zu einem gesunden Klima beitragen, auch ein Fußballverein", sagt Harald Strutz, Präsident des 1.
FSV Mainz 05.
Was wäre der Fußball ohne seine Fans? Auch die Nummer 12 soll einen Beitrag zum Klimaschutz leisten. So wurde beispielweise das Heimspiel gegen den Hamburger SV zum autofreien Spiel erklärt. Die Hanseaten erkannten ihrerseits auch das Energiesparpotenzial im Profi-Sport und beziehen Ökostrom. Zudem kompensieren sie die CO2-Emissionen, die die Spieler beim Fliegen verursachen. Darüber hinaus ließen mehrere Klubs Photovoltaik-Anlagen auf den Dächern ihrer Stadien installieren und die Spielstätten sanieren, um Energie zu sparen. Das Bremer Weser-Stadion hat Solarmodule mit einer Fläche von zwei Fußballplätzen in Fassade und Dach integriert.
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Haarspray, Sahne, Farbe – und bald auch Solarzellen: Chemiker der University of Texas entwickeln eine Methode, mit der die Nano-Zellen nicht mehr montiert, sondern aufgesprüht werden.
Die Forscher zeigen eine kostengünstige und überall anwendbare Alternative zu herkömmlichen Solaranlagen.
Allerdings feilen die Wissenschafter derzeit noch an der Effektivität: Gängige Solarzellen erreichen einen durchschnittlichen Effizienzgrad von 30 Prozent, während die aus der Sprühdose erst drei Prozent erzielen.
Sobald der Wert auf mindestens zehn Prozent steigt, strebt Erfinder Brian Korgel eine offizielle Vermarktung an.
Gefördert wird das Projekt von der National Science Foundation.
Und so funktioniert das Prinzip: Winzige Partikel von Kupfer, Indium, Gallium und Selenid sollen die Sonnenstrahlung absorbieren. In Verbindung mit einem Lösungsmittel bilden die Teilchen Nano-Kristalle, die auf fast jedem Material wie Plastik, Glas oder Gewebe aufgesprüht werden können – also auch auf dünne, flache Folien, die unter anderem auf Dachflächen angebracht werden können. Sobald diese wiederum mit zwei Metallkontakten verbunden werden, entsteht eine elektrische Spannung.
| Mit „1/4 voller Klimafreunde“ starten die Klimafreunde im April eine Initiative für mehr Klimaschutz im Viertel. Alle – Kaufleute, Hausbesitzer, Bürgerinnen und Bürger sowie Institutionen – können ein individuelles Klimaschutz-Versprechen abgeben und mitmachen. Im Rahmen des verkaufsoffenen Sonntags am 17. April 2011 fällt der Startschuss für das auf ein Jahr angelegte Projekt. An vier verschiedenen „Check-Points“ können sich alle Interessierten zu den Themen Klimaschutz und Energiesparen informieren. Mit einem kurzen Check können Bürgerinnen und Bürger herausfinden, wie es um sie und das Klima steht, selbst ein Klimaschutz-Versprechen abgeben und so Klimafreund werden. In den Schaufenstern ausgewählter Geschäfte befinden sich Infos zu den fünf Klimaschutzbereichen Strom, Heizen, Ernährung, Mobilität und Konsum. Wer sich diese Schaufenster genauer anguckt, findet dabei vielleicht die Antworten für das große Klimaschutz-Eröffnungs-Quiz, beim dem zum Beispiel Gutscheine für einen klimafreundlichen Einkauf verlost werden.
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05.04.2011:
Vortrag: Energieeffizienter Einzelhandel
07.04.2011:
Workshop: Contracting für die Wohnungswirtschaft im Nordwesten
07.04.2011:
Vortrag: Welcher Dämmstoff passt zum Haus?
12.04.2011:
Mehr Wärme – weniger Kosten: Neue Heizsysteme für zu Hause
12.04.2011:
Seminar für Frauen: HEIZUNGSCHECK
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Cartoon: Eckhard Twistel
Porträt Christoph Schwarzer: Christoph Schwarzer
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Karte Kohlendioxid-Endlager: Greenpeace
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Initiatoren Stiftung 2°: Stiftung 2°
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Solarzellen der Zukunft: Elissabetta – Fotolia.com
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