energiekonsens - die Klimaschützer [Kleiner Junge schaut an einem Baum hoch]


Klimaschutz-Newsletter
für Bremen und umzu
10.2010

Guten Tag

Martin Grocholl und Michael Pelzl wo besonders viele Termitenhügel zu finden sind, wissen Erdferkel genau. Schließlich sind die Insekten ihre Leibspeise. Auch für Klimaforscher ist die Lage und Verbreitung der Nester von Interesse, um mehr über den Klimawandel zu erfahren. Wozu Klimawandel und globale Erwärmung führen können, hat die Flutkatastrophe in Pakistan in diesem Sommer eindrücklich vor Augen geführt. Millionen Menschen leiden unter den Folgen. Um sie zu unterstützen, versorgt das Klimahaus Bremerhaven eine Million Pakistani mit Trinkwasser und geht mit gutem Beispiel voran. Damit Klimaschutz in der Seestadt noch mehr zum Thema wird, verstärken wir unsere Aktivitäten in Bremerhaven. Diese und weitere Themen lesen Sie in der vorliegenden Ausgabe unseres Klimaschutz-Newsletters.

Viel Spaß beim Lesen wünschen Ihnen
Martin Grocholl & Michael Pelzl
Geschäftsführer


Inhalt

Im Fokus

• Der nächste Schritt zur Klimastadt

energiekonsens aktuell

• Schüler und Chefs schließen Klimaschutz-Vertrag
• Vorbildlich sanierte Wohnhäuser erkunden
• Strom und Wärme vom eigenen Kraftwerk

Klimaschutz regional

• Bremer Veggiday gewinnt an Bedeutung
• Gemeinsam für den Klimaschutz
• Klimahaus sorgt für Trinkwasser in Pakistan

Blick über den Tellerrand

• Trauer um den „Solarpapst“
• Europa nicht länger Vorreiter beim Klimaschutz
• Mehr Geld für Wärmedämmung
• Checkliste hilft Feuerwehrleuten bei brennenden Solarmodulen

Fundgrube

• Ungewöhnliche Helfer geben Hinweise zum Klimawandel

Termine

• Termin des Monats
• Weitere Termine

Fotonachweis

• Fotonachweis

Im Fokus

Der nächste Schritt zur Klimastadt
energiekonsens startet Klimaschutz-Netzwerk „Klimafreunde Bremerhaven“

| Bürgerinnen und Bürger, Unternehmen und Institutionen, die zeigen möchten, dass und was sie für den Klimaschutz in Bremerhaven tun, haben seit Ende Oktober eine neue Anlaufstelle: Die „Klimafreunde Bremerhaven“. Initiiert wurde das Netzwerk von der gemeinnützigen Klimaschutzagentur energiekonsens. Zentrales Element der zwei Jahre andauernden Kampagne sind individuelle Klimaschutzversprechen. Unternehmen wie die Holzhandlung Ehlers und Bremerhaven Bus, Institutionen wie die Feuerwehr und das ttz Bremerhaven und auch Privatpersonen sind zum Auftakt Klimafreunde geworden und haben konkrete Maßnahmen versprochen.

„Mit den Klimafreunden Bremerhaven bieten wir allen Seestädtern die Chance, selbst dazu beizutragen, Bremerhaven auf dem Weg zur Klimastadt zu begleiten“, betonen die energiekonsens-Geschäftsführer Martin Grocholl und Michael Pelzl beim Auftakt anlässlich der Aktionstage „Es wird Zeit – Chancen für die Energiewende“ im Klimahaus Bremerhaven. Auch das Klimahaus selbst ist Klimafreund geworden und hat versprochen, Energie und damit CO2 einzusparen. Für den wissenschaftlichen Leiter des Bildungsbereichs im Klimahaus, Jens Tanneberg, ist die Unterschrift unter das Klimaschutzversprechen ein logischer Schritt: „Das Klimahaus Bremerhaven 8° Ost ist Klimafreund, weil wir nicht nur unsere Besucher zum nachhaltigen Klimaschutz motivieren wollen, sondern auch unsere eigenen Klimaschutzmaßnahmen ausbauen möchten.“

Unterstützt werden die Klimafreunde auch von politischer Seite: „Die Kampagne `Klimafreunde Bremerhaven´ spricht alle gesellschaftlichen Gruppen an. Ich bin selbst Klimafreund und freue mich besonders, dass hier für jede und jeden passende Möglichkeiten zum Handeln aufgezeigt werden", so der Bremer Umweltsenator Dr. Reinhard Loske, der zum Start nach Bremerhaven gekommen war. Ganz konkret werden will auch der Bremerhavener Magistrat: „Wir sind Klimafreunde, weil wir davon überzeugt sind, dass nachhaltiger Klimaschutz nur durch Energieeinsparung und Energieeffizienz erreicht werden kann. In der Klimafreunde-Selbstverpflichtung haben wir deshalb konkrete Maßnahmen festgehalten, die wir umsetzen, um unsere CO2-Emissionen zu senken“, sagt Bau- und Umweltdezernent Volker Holm.

Ziel der „Klimafreunde“ ist es, möglichst viele Menschen zu erreichen und ein Umdenken in Sachen Klimaschutz zu erreichen. „Mit den Klimafreunden zeigen wir, dass Klimaschutz ganz einfach ist und jeder Maßnahmen umsetzen kann. Das schwarze Peter-Spiel, das erst andere etwas machen sollen, bevor man selber aktiv wird, macht im Klimaschutz keinen Sinn. Nur gemeinsam können wir die notwendigen Klimaschutzmaßnahmen realisieren“, so Grocholl. Durch das individuelle Klimaschutz-Versprechen, das jeder Einzelne abgeben kann, wird Klimaschutz in Form leicht umsetzbarer Maßnahmen schriftlich festgehalten und damit in den Alltag der Teilnehmer geholt. Denn wem ist schon bewusst, dass jeder von uns im Durchschnitt fast so viel Papier am Tag verbraucht wie in einem Harry-Potter-Band steckt und wer weiß genau, was Papier eigentlich mit Klima zu tun hat? Unterstützung bei der Umsetzung sollen die Teilnehmer im Netzwerk der Klimafreunde finden. Regelmäßig wird es einen Newsletter geben und per mail wird an das abgegebene Versprechen erinnert.

Noch bis Sonnabend können Interessierte Am Klimafreunde-Stand auf der Havenplaza mit einem Check herausfinden, wie es um die eigene Klimabilanz steht und Spannendes zum Thema Klimaschutz entdecken. Unternehmer, Institutionen oder Privatleute können direkt ihr Klimaschutzversprechen abgeben und Klimafreund werden. In den nächsten Monaten wird es immer wieder Aktionen und viel Information zum Thema geben. Eine Teilnahme an den Klimafreunden ist jederzeit möglich. Bürger können ihr Klimaschutz-Versprechen einfach im Internet unter www.energiekonsens.de/klimafreunde abgeben. Ab Dezember gibt es Infos auch im neuen Bremerhaven Büro der Klimaschutzagentur energiekonsens.

Mehr über die Klimafreunde


energiekonsens aktuell

Schüler und Chefs schließen Klimaschutz-Vertrag
Klimaschutzagentur energiekonsens initiiert Aktionsreihe in Bremerhaven

| Unter dem Motto „Hand in Hand. Für morgen.“ haben Ende September drei Bremerhavener Unternehmen einen Vertrag mit Schülern über Maßnahmen zur Einsparung von Energie geschlossen. Das Projekt der gemeinnützigen Klimaschutzagentur energiekonsens will ein Signal für Bremerhavens Unternehmen setzen, über energieeffiziente Maßnahmen CO2-einzusparen. Dass sich die Unternehmen Frosta, Holz Ehlers und das ATLANTIC Hotel SAIL City sowie die Altwulsdorfer, Astrid-Lindgren- und Surheider Schule an der Aktionsreihe beteiligt haben, wertet energiekonsens-Projektleiterin Astrid Stehmeier als großen Erfolg. „Wir konnten zwei Generationen zusammenführen – die Unternehmen übernehmen Verantwortung für die Kinder und die Schüler konnten eine Menge von den vorgestellten Maßnahmen lernen.“

Presseinformation


Vorbildlich sanierte Wohnhäuser erkunden
4. Bremer Hausbesichtigungstag bietet Führungen am kommenden Sonntag

| Gelungene Praxisbeispiele sagen viel mehr aus als jede graue Theorie – daher lädt energiekonsens beim 4. Bremer Hausbesichtigungstag alle Bau- und Modernisierungsinteressierten zu Rundgängen durch vorbildlich sanierte Wohnhäuser ein. Am Sonntag, 31. Oktober, öffnen 13 Hauseigentümer in Bremen von 14 bis 18 Uhr ihre Türen. Besucher können vor Ort in Kleingruppen vorbildliche Beispiele für energetische Altbausanierungen und Neubauten besichtigen und mit Bauherren und Planern sprechen. Veranstaltet wird der Hausbesichtigungstag wie in den Vorjahren von den „Energie Experten", dem Qualitätsnetzwerk der Klimaschutzagentur energiekonsens. Informationen zu den Objekten enthält der Flyer, der auch in digitaler Form erhältlich ist:

Flyer

Beilage Hausbesichtigungstag (Weser-Kurier)


Strom und Wärme vom eigenen Kraftwerk
Erfolgreicher BHKW-Infotag in der Überseestadt

| Mit Blockheizkraftwerken (BHKW) lassen sich die Energiekosten in einem Gebäude langfristig reduzieren und CO2-Emissionen senken. Während des ersten Bremer BHKW-Infotags am 23. Oktober im Schuppen 2, veranstaltet von energiekonsens und BHKW-Forum, erfuhren die rund 130 Besucher, was sie bei Errichtung und Betrieb eines BHKWs beachten sollten. Zehn Referenten gaben Antworten auf Fragen rund um die energieeffiziente Kraft-Wärme-Kopplung und Tipps aus der Betreiber-Praxis. Darüber hinaus präsentierten Hersteller auf einer begleitenden Ausstellung marktübliche BHKW, neue Entwicklungen und Dienstleistungen. „Der erste Bremer BHKW-Infotag war ein voller Erfolg, an den wir im nächsten Jahr sicher anknüpfen werden", betont energiekonsens-Geschäftsführer Michael Pelzl. Eine Möglichkeit, sich noch in diesem Jahr über das Thema zu informieren, bietet auch die letzte Besichtigungsveranstaltung aus der Reihe „BHKW vor Ort“ am 25. November im Klinikum Bremen-Nord (Anmeldung erforderlich: schulze@energiekonsens.de

Weitere Informationen zur BHKW-Kampagne


Klimaschutz regional

Bremer Veggiday gewinnt an Bedeutung
Klimaschutz-Initiative stößt zunehmend auf Interesse anderer Städte

| Kartoffelauflauf mit Spinat und Tomaten sind besser fürs Klima als ein Schmorbraten. Das rufen sich immer mehr Bremer jeden Donnerstag ins Bewusstsein – am Veggiday. Dieser Tag stößt jetzt auch zunehmend auf Interesse in anderen deutschen Städten wie Hamburg, Münster oder Bayreuth. Ende Januar hat die Bremer Bürgerstiftung den bundesweit noch einmaligen vegetarischen Wochentag eingeführt. Unterstützung erhält das Projekt unter anderem von energiekonsens.

„In immer mehr Städten entstehen ebenfalls Initiativen privat, in Schulen, Behörden oder Unternehmen. Selbst aus Österreich kommen Anfragen zum Konzept und zur Durchführung des Veggidays“, freut sich Initiatorin Christiane Schwalbe. Ziel des vegetarischen Tages ist es, Bürger zu fleischärmerer Ernährung anzuregen und den Zusammenhang zwischen Klimawandel und Essgewohnheiten zu vermitteln. In Bremen unterstützen derzeit mehr als 20 Kooperationspartner die Aktion. Unter anderem haben diverse Schulen, eine Krankenkassen-Kantine, das Diakonie-Krankenhaus und ein italienisches Spezialitätenrestaurant den Veggiday eingeführt.

Dass Massentierhaltung für knapp 20 Prozent des weltweiten Ausstoßes klimaschädlicher Gase verantwortlich ist, hat die UN-Welternährungsorganisation FAO bereits vor Jahren belegt. Die Veggiday-Initiatoren rechnen vor: Wenn alle 550.000 Bremer an jedem Donnerstag – also 52 Tage im Jahr – auf Fleisch verzichten, ersparen sie der Atmosphäre 80.000 Tonnen Kohlenstoffdioxid. Dies entspricht der jährlichen CO2-Belastung von 40.000 Autos.

Zur offiziellen Homepage


Gemeinsam für den Klimaschutz
swb und Hansestadt schließen Klima-Bündnis

| Wenn zwei kooperieren, profitieren Dritte: Der Bremer Energieversorger swb und die Stadt Bremen sind eine Partnerschaft eingegangen, um dem Klimaschutz-Ziel – bis zum Jahr 2020 rund 40 Prozent CO2 gegenüber 1990 einzusparen – ein Stückchen näher zu kommen. swb-Vorstand Willem Schoeber und Umweltsenator Dr. Reinhard Loske haben dazu genaue Inhalte vereinbart.

Als erste Aktivität nach Unterzeichnung des Klima-Bündnisses hat swb zwei Windkraftanlagen mit 4,6 Megawatt Gesamtleistung auf dem Gelände am Bremer Industriehafen in Betrieb genommen. Damit erwarten die Partner eine Jahreserzeugung von über zehn Millionen Kilowattstunden. Das bedeutet eine CO2-Einsparung von fünf Millionen Tonnen, gemessen am Deutschen Strommix (506g/kWh). Rechnerisch können die neuen Anlagen über 4.000 Bremer Haushalte mit Strom versorgen. Insgesamt hat swb damit seine Windenergieerzeugung auf 50 Megawatt ausgebaut.

Offizielle Pressemitteilung


Klimahaus sorgt für Trinkwasser in Pakistan
Vier Tage sauberes Wasser für eine Million Flutopfer

| Um zehn Liter Wasser zu reinigen bedarf es nur einer einzigen Aufbereitungstablette, die weniger als einen Cent kostet. Damit kann die international aktive Hilfsorganisation Oxfam einen Menschen vier Tage mit Flüssigkeit versorgen. Jetzt hat das Klimahaus Bremerhaven 8° Ost mit Unterstützung der Organisation Trinkwasser für hilfsbedürftige Menschen in Pakistan gespendet. „15 Monate nach unserer Eröffnung haben wir den Millionsten Besucher im Klimahaus empfangen und wollten diesen Erfolg gerne teilen. Deshalb haben wir uns entschlossen, eine Million Menschen vier Tage lang mit Trinkwasser zu versorgen“, sagt Klimahaus-Geschäftsführer Arne Dunker.

Laut Oxfam sind durch die Flutkatastrophe mehr Menschen betroffen, als insgesamt bei dem Tsunami im Indischen Ozean und den Erdbeben in Kaschmir und Haiti. Seit Juli kämpfen in Pakistan fast 20 Millionen Menschen mit den Folgen der Flutkatastrophe vom Sommer, fünf Millionen sind obdachlos. Nicht nur deshalb geht die Spende des Klimahaus-Teams in diese Region: „Wenn man wie wir Tag für Tag die Auswirkungen des Klimas beobachtet, dann kommt man gar nicht darum herum, sich bei klima- und wetterbedingten Katastrophen angesprochen zu fühlen und hier zu helfen“, betont Dunker.

Offizielle Pressemitteilung


Blick über den Tellerrand

Trauer um den „Solarpapst“
Umweltpolitiker Hermann Scheer ist tot

| Hermann Scheer ist am 14. Oktober im Alter von 66 Jahren an Herzversagen gestorben. Bekannt wurde der SPD-Politiker vor allem als Verfechter der Solarenergie. Für sein Engagement erhielt er zahlreiche Auszeichnungen wie 1998 den Weltsolarpreis und 1999 den Alternativen Nobelpreis. Von vielen wurde er als „Solarpapst“ bezeichnet. Sein plötzliches Ableben löste weltweit Trauer aus. „Wir haben mit seinem Tod einen der wichtigsten Visionäre und Mitstreiter für die Energiewende verloren“, erklärte Hermann Albers, Präsident des Bundesverbandes WindEnergie e.V., in einer offiziellen Stellungnahme.

Scheer trat den Sozialdemokraten 1965 bei und gehörte von 1993 bis 2009 dem SPD-Bundesvorstand an. Im Jahr 1988 gründete er die gemeinnützige Vereinigung für Erneuerbare Energien EUROSOLAR. Dem Politiker seien beispielhafte Fortschritte auf dem Weg zu einer umweltgerechte Energieversorgung zu verdanken, betont Helmut Lölhöffel, EUROSOLAR e.V. Kommunikation. Die Vereinigung werde Scheers Lebenswerk in seinem Sinne fortführen. Seit 2001 war der „Solarpapst“ außerdem Vorsitzender des neu gegründeten Weltrats für Erneuerbare Energien. Die Grünen-Bundesvorsitzenden Claudia Roth und Cem Özdemir nannten ihn einen „Vordenker und Architekt des solaren Zeitalters“. Wenige Tage vor Scheers Tod erschien sein letztes Buch „Der energet(h)ische Imperativ“, in dem er darstellt, warum und wie der rasche Wechsel zu erneuerbaren Energien stattfinden muss.

Zur offiziellen Stellungnahme von EUROSOLAR e.V.


Europa nicht länger Vorreiter beim Klimaschutz
EU-Klimakommissarin fordert von anderen Ländern verbindliche Ziele zur CO2-Reduktion

| Mit gutem Beispiel voran – das soll künftig bei den internationalen Klimaschutz-Verhandlungen für Europa nicht mehr gelten. Wenn es nach EU-Klimaschutzkommissarin Connie Hedegaard geht, soll die Europäische Union Medienberichten zufolge beim Gefeilsche um CO2-Mengen keine Vorreiterrolle mehr spielen. So werde die EU im Hinblick auf die anstehende UN-Klimakonferenz in Cancún nur dann neue Verpflichtungen eingehen, wenn andere Länder ebenfalls welche vereinbaren. Vor allem die USA müssten sich auf verbindliche Ziele zur Reduktion von Kohlendioxid festlegen, forderte die dänische Kommissarin in Brüssel.

Connie Hedegaard hatte Ende 2009 – damals noch als dänische Umweltministerin – die letztlich gescheiterten Verhandlungen über ein Nachfolgeabkommen für das Ende 2012 auslaufende Kyoto-Protokoll in Kopenhagen mitgeführt. energiekonsens hatte in seinem Klimaschutz-Newsletter über den Kopenhagener Klimagipfel berichtet. Im Gegensatz zu den europäischen Staaten weigerten sich andere beteiligten Länder wie USA und China sich zu Reduktionszielen zu verpflichten, um eine Erderwärmung von mehr als zwei Grad Celsius zu verhindern.

Die Lage vor der nächsten großen Verhandlungsrunde Ende November im mexikanischen Cancún ist laut Hedegaard sehr schwierig. Zu den jüngsten Vorgesprächen in Genf habe China als Verhandlungspartner gerade mal einen Botschaftsmitarbeiter geschickt. Die EU-Kommissarin erwartet Medienberichten zufolge jedoch, bei der anstehenden UN-Klimakonferenz Fortschritte bei konkreten Maßnahmen zum Klimaschutz zu erreichen. Bei der Folgekonferenz 2011 in Südafrika werde dann eine Einigung über die rechtliche Form angestrebt.

Weitere Informationen


Mehr Geld für Wärmedämmung
Gewerkschaften und Verbände kritisieren Höhe der Aufstockung

| Im Rahmen des Energiekonzepts der Bundesregierung sollen Hausbesitzer nun doch deutlich mehr finanzielle Hilfe für Wärmedämmung, neue Heizungen oder Fenster bekommen. Die Mittel für energieeffiziente Sanierung werden 2011 um 500 Millionen Euro auf knapp eine Milliarde Euro aufgestockt. Bislang war vorgesehen, das CO2-Gebäudesanierungsprogramm auf 436 Millionen Euro zu kürzen. Naturschutz- und Mieterverbände, die IG Bau und der Bundesverband der Verbraucherzentralen äußerten sich kritisch zu der Entscheidung über die Höhe des Betrags.

Die 500 Millionen Euro für die geplante Aufstockung werden dem Energie- und Klimafonds entnommen, der aus den Gegenleistungen der Atomkonzerne für die geplante Laufzeitverlängerung für Kernkraftwerke gespeist wird. Nach Meinung der Gewerkschaften und Verbände reiche aber diese Summe nicht, um die CO2-Minderungsziele zu erreichen. Deshalb forderten sie eine Erhöhung auf mindestens zwei Milliarden Euro.

Nach den momentanen Plänen steht für 2011 immer noch deutlich weniger Geld zur Verfügung als im laufenden Jahr mit 1,35 Milliarden und 2009 mit 2,2 Milliarden Euro. Und selbst diese Summen reichten nicht aus: Aufgrund der großen Nachfrage nach den Fördermitteln wurde auf die kommenden Jahre vorgegriffen. Seit August stehen dennoch bis zum Ende des Jahres keine Mittel mehr für Einzelanträge zur Verfügung. Viele Anträge von sanierungswilligen Hausbesitzern mussten abgelehnt werden.

Weitere Information zum Gebäudesanierungsprogramm


Checkliste hilft Feuerwehrleuten bei brennenden Solarmodulen
Handlungsempfehlung zum Umgang mit Photovoltaik-Anlagen veröffentlicht

| Damit Feuerwehrleute künftig sicherer löschen können, hat der Deutsche Feuerwehrverband (DFV) gemeinsam mit dem Bundesverband Solar die „Handlungsempfehlungen Photovoltaikanlagen“ veröffentlicht. Zwar hat die Feuerwehr mittlerweile einige Erfahrung mit brennenden Solarmodulen – in Bremen konnte 2008 ein Wohnhaus mit Photovoltaikanlage erfolgreich gelöscht werden – doch solche Feuer sind besonders gefährlich. Denn die Module sind weiterhin elektrisch geladen, so dass Einsatzkräfte einen Stromschlag erleiden können. Außerdem besteht die Gefahr eines Lichtbogens: Eine Art Blitz, der durch die Entladung von Spannungen entsteht und so andere Teile des Hauses entzünden kann.

„Brände in Gebäuden mit elektrischen Anlagen sind nichts Neues für die Feuerwehr. Unsere Einsatzkräfte sind dafür ausgebildet, Risiken an der Einsatzstelle zu erkennen und mit ihnen umzugehen“, sagte DFV-Präsident Hans-Peter Kröger. Die „Handlungsempfehlungen Photovoltaikanlagen“ sollen die Retter im Ernstfall künftig dabei unterstützen. Zunächst wird abgefragt, ob Bauteile der Anlage beschädigt sind. Ist dem so, gibt die Checkliste weitere Hinweise zur Vorgehensweise.

Weitere Informationen


Fundgrube

Ungewöhnliche Helfer geben Hinweise zum Klimawandel
Termitennester ermöglichen Forschern Blick in die Zukunft

| In der afrikanischen Savanne prägen Termitenhügel das Landschaftsbild. Ohne technische Geräte bauen die Insekten meterhohe Hügel aus zerkauten Pflanzen und Erde. Damit helfen sie nun auch der Wissenschaft: In einer Studie haben Forscher des Carnegie Institution for Science vor Kurzem 3D-Luftbilder von insgesamt 40.000 Termitenhügeln im südafrikanischen Kruger National Park erstellt. Anhand dieser Aufnahmen konnten sie erkennen, dass Größe und Verbreitung der Nester verraten, wie sich Vegetation und Niederschlagsmenge in der Region entwickeln – und ob es dort künftig feuchter oder trockener wird. Denn: Termiten leben bevorzugt dort, wo die Erde feucht ist. Das berichteten die Forscher in der Zeitschrift „Nature Communications".

Aus den Ergebnissen lässt sich nachvollziehen, wie sich die Landschaft zeitlich entwickelt hat. Die Forscher untersuchten die Vegetation in trockenen, durchschnittlichen und feuchten Zonen der afrikanischen Savanne. Dabei erkannten sie Muster, nach denen unter anderem Niederschlagsmenge und Beschaffenheit der Böden bestimmen, wie sich die Landschaft verändert. Den Wissenschaftlern zufolge ermöglichen diese Ergebnisse sogar einen Blick in die Zukunft. Anhand der Termitenhügel lasse sich vorhersagen, wie sich die Landschaft durch den Klimawandel künftig verändern wird.

Weitere Informationen


Termine

Termin des Monats
Kongress: Energie. Zukunft. Unternehmen 2010

| Mittwoch, 24.11.10
9:30 bis 16:30 Uhr
Conference Center Atlantic Hotel Sail City Bremerhaven
Teilnahmebeitrag: 80,00 EUR
Anmeldung erforderlich: schulze@energiekonsens.de

Energieeffizienz und Umweltschutz haben sich zu dauerhaften Zukunftsthemen für Wirtschaft und Gesellschaft entwickelt. Damit können in Unternehmen zum einen Einsparpotenziale aufgedeckt und zum anderen konkrete, messbare Beiträge zum Schutz des Klimas und der natürlichen Lebensgrundlagen geleistet werden. Was einzelne Unternehmen bereits für den Klimaschutz tun, wird beim Kongress zu Energieeffizienz und Ökonomie „Energie – Zukunft – Unternehmen“ in Bremerhaven thematisiert. Der Blick wird sowohl auf Maßnahmen regionaler und überregionaler Best-Practice-Beispiele als auch die betriebswirtschaftliche Seite gerichtet.


Weitere Termine

|

31.10.2010: 4. Bremer Hausbesichtigungstag

04.11.2010: Seminar: Warm und sicher

08.11.2010: Wege aus dem energetischen Sanierungsstau: Maßgeschneiderte Konzepte

09.11.2010: plietsch!: Energiesparmaßnahmen, die (fast) nichts kosten

10.11.2010: Seminar: Welcher Dämmstoff passt zum Haus?

16/17.11.2010: Update Feuchteschutz - 2-tägiges Intensivseminar mit Robert Borsch-Laaks

18.11.2010: Seminar für Frauen - Schau genau: Qualitätskontrolle von Gewerken am Bau

22.11.2010: Seminar: Mehr Wärme - weniger Kosten

22.-26.11.2010: Bildungsurlaub: Altes Haus wird wieder jung

23.11.2010: Seminar: Dachausbau

24.11.2010: Kongress: Energie. Zukunft. Unternehmen 2010

25.11.2010: Blockheizkraftwerke-Vor-Ort: BHKW-Einsatz im Klinikum Bremen-Nord


Fotonachweis

Fotonachweis

| Klimafreunde Bremerhaven: Lutz Mahnhardt/werk1
Gemüse: ‚© Niko Korte/PIXELIO’
swb-Hauptverwaltung Bremen: swb
Trinkwasser für Pakistan: Oxfam Deutschland e.V.
Hermann Scheer. www.hermannscheer.de
EU-Flagge: ‚© Gabi Schoenemann/PIXELIO’
Haus auf Geldscheinen: ‚© Thorben Wengert/PIXELIO’
Handlungsempfehlungen Photovoltaikanlagen: Deutscher Feuerwehrverband e. V. (DFV)
Termitenhügel: ‚© Jürgen Hansohm/PIXELIO’

Alle anderen Abbildungen: Bremer Energie-Konsens

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Impressum, Herausgeber: Bremer Energie-Konsens GmbH, Am Wall 172/173, 28195 Bremen, Telefon: 0421 / 376671-0, Telefax: 0421 / 376671-9, Fotonachweis: Heizatlas: www.heizatlas.de, Thermometer: ‚© JPW. Peters/ PIXELIO’, Teile einer Windkraftanlage beim Transport: ‚© Heike Dreisbach/ PIXELIO’, Stopp-Schild mit roter Ampel: ‚© Rainer Sturm/ PIXELIO’, Energieverbrauch: ‚© haushaltsgeld.net/ PIXELIO’, „Umschalten“: ‚© Klaus-Uwe Gerhardt/ PIXELIO’, Grüne Tastatur: ‚© Viktor Mildenberger/ PIXELIO’

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