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welche Eissorte mögen Sie an heißen Sommertagen am liebsten? Pippi Langstrumpf, unserer schwedischen Heldin aus Kindertagen, fällt die Antwort leicht. Sie bestellt Maracuja und Kiwi beim Eismann Michel. Der sagt: „Nimm doch lieber Erdbeere und Kirsche. Die Früchte stammen direkt vom Feld da vorn. Diese Eissorten haben deshalb viel niedrigere CO2-Werte.“ Ob so ein Gespräch über CO2-Bilanzen in naher Zukunft zum Alltag gehört, wissen wir nicht. Fakt ist: Schweden hat als erstes Land eine CO2-Kennzeichnung für Lebensmittel eingeführt. In unserem Fokustext erfahren Sie, mit welchen Diskussionspunkten sich Experten derzeit im Rahmen eines Pilotprojektes zur Einführung von CO2-Labels beschäftigen. Lesen Sie außerdem in dieser Sommerausgabe unseres Klimaschutz-Newsletters, mit welchen neuen Photovoltaik-Großprojekten Bremen glänzt und wann die Innenstadt zur autofreien Zone wird.
Vor zwei Ausgaben haben wir Ihnen das neue energiekonsens-Design vorgestellt. Jetzt gibt es weitere Neuerungen bei der Klimaschutzagentur: Anfang Juli haben wir – Martin Grocholl und Michael Pelzl – die Geschäftsführung von energiekonsens übernommen. Zudem wird die Klimaschutzagentur im Spätsommer ein Büro in Bremerhaven eröffnen. Mehr über uns und die Pläne für Bremerhaven erfahren Sie in der Rubrik „energiekonsens aktuell“.
Viel Spaß beim Lesen wünschen Ihnen
Martin Grocholl & Michael Pelzl
Geschäftsführer
Klimaschutz im Supermarkt
Interviews: CO2-Label ja oder nein?
Klimaschutzagentur mit neuem Führungs-Team
energiekonsens verstärkt Aktivitäten in Bremerhaven
Bühnenreifer Klimaschutz
Bremer Unternehmen setzen auf Solarenergie
Hansestadt baut Car-Sharing weiter aus
Algenzucht-Pilotanlage bindet zehn Tonnen Kohlendioxid
Grüne Investitionen schaffen neue Jobs
Sonnige Aussichten für erneuerbare Energien
Neue EU-Energiestandards für Neubauten
Heiße Sohle lädt Handy-Akku auf
Bio, fettarm, ballaststoffreich oder laktosefrei – diese Kriterien spielen beim Einkauf für viele Verbraucher eine wichtige Rolle. Nährstoffangaben informieren Interessierte direkt beim Blick auf die Verpackung. Jetzt gewinnt auch der Klimaschutz in den Supermarktregalen an Bedeutung: Als erstes Land Europas haben die Schweden eine CO2-Kennzeichnung für Lebensmittel eingeführt. Der Product Carbon Footprint (PCF) – CO2-Fußabdruck – soll Verbrauchern eine Orientierungshilfe für den klimafreundlichen Einkauf geben. Auch in anderen europäischen Ländern wie Deutschland, Frankreich und Großbritannien wurden ähnliche PCF-Initiativen gestartet. Ergebnis der einjährigen Pilotphase des deutschen PCF-Projekts: Bis es hierzulande ein Klimalabel gibt, wird noch einige Zeit verstreichen. Für Unternehmen ist es aber schon jetzt sinnvoll, eine Klimabilanz aufzustellen – um Einsparpotenziale in Produktionsketten zu erkennen.
Die Frage, wie sich CO2-Bilanzen von Produkten erfassen, bewerten und kommunizieren lassen, stand im Mittelpunkt des PCF-Projekts unter der Trägerschaft von Öko-Institut, WWF, Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung und Thema1. Gemeinsam mit der Industrie – beispielsweise dem Bremerhavener Lebensmittelkonzern Frosta – haben sie für ausgewählte Produkte und Dienstleistungen die CO2-Emissionen über den gesamten Lebenszyklus ermittelt. Zudem wurde untersucht, welche Methoden andere Länder zur Ermittlung und Kommunikation des CO2-Fußabdrucks nutzen. „Für Unternehmen ist die Berechnung der Kohlendioxid-Bilanz ein gutes Instrument, um Einsparpotenziale aufzudecken und ihre Emissionen zu reduzieren“, sagt Dr. Rainer Grießhammer, Mitglied der Geschäftsführung im Öko-Institut. Zudem könnten Firmen im Wettbewerb punkten, da sich immer mehr Kunden für umweltfreundliche Produkte und Unternehmen entscheiden würden.
Die Einführung eines CO2-Labels sei jedoch laut Grießhammer der falsche Weg. Angesichts einer großen Anzahl bereits bestehender Kennzeichnungen verwirre ein weiteres Label die Verbraucher. Ein weiterer Kritikpunkt: Ein CO2-Label informiere lediglich über den Umweltaspekt und liefere keine Hinweise zu Schadstoffen, Wasserverbrauch, zur klimaschonenden Nutzung, Rankings oder Vergleichswerte. „Sind beispielsweise 75 Gramm CO2 für einen Snack viel oder wenig? Das ist bislang für den Konsumenten nicht ersichtlich“, sagt Grießhammer. Die Ermittlung der CO2-Bilanz sei bei der Vielzahl der Produkte außerdem zu aufwändig. Zudem existiere derzeit keine einheitliche, international anerkannte Erfassungsmethode zur Berechnung des Fußabdrucks, so dass die Produkte nur unzureichend vergleichbar seien. Eine neue ISO-Norm soll die Grundlage für die Berechnung von Klimabilanzen vereinheitlichen.
Inhaltlich aufbauend auf den bisherigen Ergebnissen geht das Pilotprojekt nun in die zweite Runde. Ziel dieser neuen Phase ist es, Strategien zu identifizieren und umzusetzen, die einen maximalen Beitrag zur Emissionsminderung leisten können. Im Mittelpunkt stehen konkrete Reduktionsmaßnahmen in den Wertschöpfungsketten der Unternehmen sowie die Entwicklung von sinnvollen Ansätzen in der Kommunikation. Die Ergebnisse werden voraussichtlich im November dieses Jahres veröffentlicht.
Weitere Informationen zum PCF-Projekt
Wie sinnvoll ist eine Einführung von CO2-Labeln derzeit in Deutschland und welche Chancen könnten sie Verbrauchern und Unternehmen bieten? Wir haben bei Dr. Rainer Grießhammer, Mitglied der Geschäftsführung im Öko-Institut, Torsten Matthias, Marketingleiter Frosta und Jörgen Birkhan, Klimareferent bei der Verbraucherzentrale Bremen, nachgefragt.
Führungswechsel bei der Klimaschutzagentur energiekonsens: Seit Anfang Juli stehen Martin Grocholl und Michael Pelzl als hauptamtliche Geschäftsführer an der Spitze der gemeinnützigen Bremer Klimaschutzagentur. Der bisherige Geschäftsführer Dr. Cornelis Rasmussen scheidet zu Ende August aus dem Unternehmen aus. Der 40 Jahre alte PR-Berater Martin Grocholl ist bereits seit rund zehn Jahren bei energiekonsens tätig und hat zuletzt als Prokurist die gesamte Unternehmenskommunikation und mehrere Großprojekte, u.a. Bremer Modernisieren, geleitet. Der 39-jährige Diplom-Wirtschaftsingenieur und Energiemanager Michael Pelzl ist neu ins Unternehmen gekommen. Er bringt seine beruflichen Erfahrungen als Betriebsleiter und Verantwortlicher für vielfältige Umweltschutzthemen bei verschiedenen Produktions- und Dienstleistungsunternehmen ein.
Im Herbst 2010 wird die gemeinnützige Klimaschutzagentur energiekonsens ein Büro in Bremerhaven eröffnen und ihre Aktivitäten in der künftigen „Klimastadt“ weiter verstärken. Dabei wird energiekonsens auf erfolgreiche Gemeinschaftprojekte mit Bremerhavener Partnern aufbauen: So war die Klimaschutzagentur an der Planung des Chancenbereichs im Klimahaus beteiligt, hat das Projekt „Umweltscouts“ gefördert und unterstützt seit vielen Jahren das Schulprojekt 3/4plus. Passend zur Büroeröffnung soll im Herbst zunächst die Kampagne Klimafreunde Bremerhaven gestartet werden, die als „Klimafreunde Bremen“ bereits erfolgreich angelaufen ist. Außerdem ist die Ausweitung des Netzwerkes „Energie Experten“ und verschiedener Sanierungsprojekte geplant. Ein hauptamtlicher Projektleiter soll in Zukunft dauerhaft als Ansprechpartner vor Ort zur Verfügung stehen.
Im Rahmen ihrer Kampagne „plietsch!“ hat die gemeinnützige Klimaschutzagentur energiekonsens ihre Repräsentanten und die, die es noch werden wollen, zum 2. Repräsentanten-FEIERabend ins Weserhaus an die Schlachte eingeladen. Ziel des Abends war es, die Gäste, Steuerberater und Wirtschaftsprüfer, IT- sowie Versicherungsexperten, vom Klimaschutz zu überzeugen und als Multiplikatoren zu gewinnen – mit einer Mischung aus guter Unterhaltung und informativen Themenblöcken. Die Hälfte der Zuhörer kam mit dem Rad und wurde für das Engagement belohnt: Zwei Service-Feen brachten binnen zwei Stunden alle Drahtesel auf Hochglanz. Mit ihrer Comedy-Energieshow brachte das Improvisationstheater instant impro dem Publikum das Thema Klimaschutz auf humorvolle Art und Weise näher. Als Repräsentant der ersten Stunde berichtete Thorsten Tendahl, Projektleiter Ansiedlung bei der Wirtschaftsförderung Bremen, von seinen Erfahrungen.
Bremen glänzt diesen Sommer mit drei neuen Photovoltaik-Großprojekten: Auf den Dächern des Großmarktes in der Überseestadt, des Weserstadions und der Blocklanddeponie wandeln Solarmodule Sonnenenergie in Strom um. Die Gesamtfläche der Anlagen beträgt 67.062 Quadratmeter.
Bremens leistungsstärkste Photovoltaik-Anlage ist seit Ende Juni auf den Gebäuden des Großmarktes in Betrieb. Geschäftsführer Uwe Kluge zufolge hat die Wirsol Solar AG die Flächen gemietet. Jährlich sollen 5.701 Solarmodule maximal 933.823 Kilowattstunden Strom produzieren und eine CO2-Einsparung von 800 Tonnen pro Jahr ermöglichen. Die von EWE und swb auf dem Dach und in die Fassade des Weserstadions integrierte Solaranlage soll rund 840.000 Kilowattstunden Strom jährlich liefern und damit das Klima um etwa 720 Tonnen CO2 jährlich entlasten. Umweltsenator Dr. Reinhard Loske weihte kürzlich eine weitere Photovoltaik-Anlage ein – auf einem Gebäude der Bremer Mülldeponie. Hier erzeugen Kristallinmodule auf der Dachsüdseite und Dünnschichtmodule auf der Nordseite etwa 52.000 Kilowattstunden Strom pro Jahr. Der in den drei Anlagen erzeugte Sonnenstrom reicht aus, um den Bedarf von rund 730 durchschnittlichen Bremer Haushalten zu decken.
Was haben das Viertel oder Findorff mit Shanghai gemeinsam? Wie in der Weltmetropole haben auch die Bremer Probleme mit begrenztem Parkraum. Eine Lösung ist Car-Sharing – dabei teilen sich mehrere Personen ein Auto. Mit der Eröffnung von drei neuen mobil.punkten sowie der Erweiterung des bestehenden mobil.punktes an der Straße „Am Dobben“ mache Bremen laut Umweltsenator Dr. Reinhard Loske einen weiteren Schritt zur Entlastung der Parkraumsituation in den innerstädtischen Gebieten. „An diesen vier Standorten werden bis zu 25 weitere Car-Sharing-Autos den Parkdruck um rund 200 PKW entlasten können – also fast einem Kilometer Straßenraum“, sagt Loske.
Die neuen drei mobil.punkte sind ein Kernbaustein in der Umsetzung des Car-Sharing-Entwicklungsplans, den die Deputationen beschlossen haben. Er sieht vor, das Car-Sharing bis 2020 deutlich auszubauen, die Nutzerzahlen von derzeit 5.800 auf 20.000 zu steigern und dadurch mindestens 4.000 PKW zu ersetzen. Aktuell haben die hiesigen Car-Sharer die Innenstadt bereits um über 1.000 Autos entlastet. „In der Kombination von BSAG, Fahrrad und Car-Sharing haben die Bremer immer das richtige Fahrzeug zur Verfügung“, betont Reinhard Loske. Der Bau der mobil.punkte und die Öffentlichkeitskampagnen werden auch von der EU gefördert.
Zur offiziellen Pressemitteilung
Die beiden Bremer Unternehmen Phytolutions und Brewa haben gemeinsam mit der Jacobs University Bremen ein Pilotprojekt gestartet, das sich die klimaschützenden Eigenschaften von Algen zu Nutze machen soll. Ein 500 Quadratmeter großer Photobioreaktor, gefüllt mit Mikroalgen, soll künftig zehn Tonnen CO2 pro Jahr aus dem Rauchgas des Heizkraftwerks in Blumenthal binden, heißt es in der Pressemitteilung des Umweltsenators. Gefördert wird das Verbundprojekt von der Wirtschaftsförderung Bremen und der Europäischen Union.
Das Konzept der Algenzucht-Pilotanlage basiert auf dem bio-chemischen Prozess der Photosynthese. Die transparenten Photobioreaktoren enthalten Salzwasser mit Algengemisch und stehen unter ständiger Sonneneinstrahlung. Dadurch wachsen die Mikroalgen und binden Kohlendioxid. In Blumenthal dienen die Industrieabgase aus dem benachbarten Heizkraftwerk als CO2-Quelle und werden statt in die Luft in den Reaktor geleitet. Ist die gewünschte Algendichte in den Behältern erreicht, werden die Algen vom Salzwasser getrennt. Übrig bleibt Biomasse, die zu Treib-, Werkstoffen oder zur Isolierung chemischer Baustoffe weiterverarbeitet werden kann. Laut den Projektpartnern kann die Anlage bis zu fünf Tonnen Algen jährlich produzieren, die wiederum zehn Tonnen CO2 fixieren. Neben technischen Fragestellungen steht beim Projekt vor allem der Nachweis im Vordergrund, ob die Gesamtenergiebilanz von Algenproduktion und Umwandlung positiv ist und tatsächlich eine Netto-CO2-Minderung erzielt wird. Nach erfolgreichem Abschluss der Pilotphase planen die Projektpartner eine Erweiterung der Kapazitäten.
In Zeiten der Wirtschaftskrise scheint das Thema Klimaschutz zunehmend ins Hintertreffen zu geraten. Dabei lassen sich ökonomische und ökologische Nachhaltigkeit durchaus miteinander vereinbaren: Durch eine gezielte Förderung von Klimaschutzmaßnahmen könnte die Bundesregierung ab 2011 rund 115.000 zusätzliche Arbeitsplätze schaffen und jährlich die CO2-Emissionen von sechs Kohlekraftwerken einsparen. Zu diesem Schluss kommt eine von Greenpeace in Auftrag gegebene Studie des Beratungsunternehmens Ecofys.
Investieren müsste der Staat rund vier Milliarden Euro, die er durch den Abbau umweltschädlicher Subventionen etwa für Kohle oder den Gebrauch von Dienstwagen ausgleichen könnte. Greenpeace empfiehlt, Plusenergiehäuser, effiziente Haushaltsgeräte und Energiesparautos zu fördern. Finanzielle Anreize für den Bezug von Ökostrom oder klimafreundliches Kühlen schlägt die Umweltschutzorganisation ebenso vor wie den Nahverkehr auf regionaler Ebene kostenlos anzubieten. Stefan Krug, Leiter der Politischen Vertretung von Greenpeace: „Die Bundesregierung rudert beim Klimaschutz immer weiter zurück, obwohl gerade in Krisenzeiten mehr Investitionen in diesen Bereich sinnvoll wären.“
Der Bundestag hat die Haushaltssperre für das Marktanreizprogramm für Öko-Wärme aufgehoben. Damit können die bislang gesperrten Mittel in Höhe von 115 Millionen Euro für die Förderung der erneuerbaren Energien im Wärmemarkt genutzt werden. Folglich stehen in diesem Jahr insgesamt 380 Millionen Euro zur Verfügung.
Konkret bedeutet das: Bürger können ab sofort wieder beim Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) Anträge stellen. Gefördert werden innovative Technologien wie Solarkollektoren zur kombinierten Warmwasseraufbereitung und Heizungsunterstützung, Pelletkessel und hocheffiziente Wärmepumpen. Nicht mehr gefördert werden Anlagen im Neubau sowie bereits im Markt etablierte Technologien wie Solarkollektoren zur reinen Trinkwassererwärmung. Diese Konditionen gelten zunächst bis Ende 2011. Alle bis zur Verkündung des Programmstopps am 3. Mai 2010 beim BAFA eingegangenen Anträge erhalten die volle Förderung nach den alten Richtlinien. Die danach eingegangen Anträge bis einschließlich 11. Juli 2010 werden abgelehnt. Eine erneute Antragstellung auf Basis der neuen Konditionen sei laut BAFA möglich und erforderlich. Das Förderprogramm für kleine Anlagen der Kraft-Wärme-Kopplung bleibt weiterhin geschlossen, da hierfür die Mittel bereits vollständig ausgeschöpft sind.
Bundesumweltminister Norbert Röttgen begrüßte die Entscheidung des Haushaltsausschusses: „Dies bedeutet ein klares Bekenntnis zum ambitionierten Ausbau erneuerbarer Energien. […] Dank der hohen förderpolitischen Hebelwirkung erwarten wir, dass mit dem Fördervolumen des Marktanreizprogramms von 380 Millionen in diesem Jahr rund 2,8 Milliarden Euro Investitionen ausgelöst werden können.“ Das hilft Röttgen zufolge sowohl dem lokalen Handwerk als auch der mittelständisch geprägten Industrie im Wärmesektor. Indem die Förderung auf die jeweils innovativsten Technologien ausgerichtet werde, könne zudem die internationale technologische Spitzenstellung der deutschen Industrie im Bereich erneuerbare Energien gestärkt werden, sagte der Bundesumweltminister.
Europäische Eigenheime müssen ab 2021 nahezu auf dem Niveau von Null-Energie-Häusern gebaut werden. Für öffentliche Gebäude soll dies bereits ab 2018 gelten. Das hat das Europaparlament jetzt beschlossen. Für bereits bestehende Gebäude gilt nach Aussage des Europaparlaments, dass größere Renovierungen gleichzeitig die Energieeffizienz verbessern müssen, sofern dies technisch und wirtschaftlich machbar sei.
Mit 40 Prozent des Endenergieverbrauchs ist der Gebäudesektor der größte Energieverbraucher in der EU. Auf ihn entfallen mehr als ein Drittel der CO2-Emissionen. Eine Verbesserung der Gesamtenergieeffizienz von Gebäuden würde helfen, das geforderte EU-Klimaziel von 20 Prozent Energieeinsparung bis 2020 zu erreichen. Deshalb sollen Hausbesitzer dazu angehalten werden, bei der Renovierung bestehender Gebäude unter anderem „intelligente Stromzähler“ einzurichten und Heizungen, Heißwasserrohre und Klimaanlagen durch energiesparende Alternativen wie Wärmepumpen zu ersetzen. Regelmäßige Kontrollen von Heizkesseln und Klimaanlagen werden ebenfalls vorausgesetzt. Nach dem Vorschlag der EU-Kommission sollen die Neuerungen teilweise aus dem EU-Haushalt finanziert werden. Aufgrund der großen klimatischen Unterschiede in den 27 EU-Staaten wird die konkrete Ausgestaltung der Richtlinie den Mitgliedstaaten überlassen. Sie müssen bis 2012 der EU-Kommission ihre Strategien vorlegen.
Zur offiziellen Pressemitteilung
Auf einem Festival abrocken und dadurch Strom erzeugen – das klingt im ersten Moment unmöglich. Der österreichische Telekommunikationsanbieter Orange hat in Zusammenarbeit mit GotWind, einem Spezialisten für erneuerbare Energien, spezielle Gummistiefel entwickelt. Mit ihnen kann der der Träger seinen Handy-Akku umweltfreundlich aufladen. Besonders effizient sind die Schuhe laut Unternehmen, wenn eine heiße Sohle auf einem kühlen, schlammigen Untergrund gelegt wird – beispielsweise auf Festivals. Denn die Sohle besteht aus thermoelektrischen Modulen, die sich die verschiedenen Temperaturen zwischen Fuß und Boden zunutze machen. Je größer der Unterschied, desto mehr saubere Energie wird erzeugt. Der Prototyp wurde vor kurzem beim Glastonbury Festival in Großbritannien vorgeführt. Zwölf Stunden über das Gelände laufen, liefere genügend Strom, um die Daheimgebliebenen eine Stunde über Bands und Sänger auf dem Laufenden zu halten.
25.08.2010:
Solaranlagen - Strom und Wärme von der Sonne
01.09.2010:
Blockheizkraftwerke-Vor-Ort: BHKW-Einsatz bei der STÄWOG
05.09.2010:
Autofreier Sonntag
06.-11.09.2010:
Modernisierungs-Aktionswoche in Findorff und Walle
08.09.2010:
Vortrag: Gut beraten zur Sanierung starten
09.09.2010:
3. Bremer Symposium - Energie-Contracting in der Metropolregion Bremen-Oldenburg
15.09.2010:
Vortrag: Mit besserem Wärmeschutz zu weniger Heizkosten
16.09.2010:
Vortrag: Zentral oder dezentral - effiziente Wärmeversorgung für Alt- und Neubau
22.09.2010:
Vortrag: Mehr Wärme - weniger Kosten
28.09.2010:
Vortrag: Preiswert, zukunftssicher und nachhaltig - Gute Argumente für energieintelligente Lösungen
Cartoon: Eckhard Twistel
Portraits Grocholl/Pelzl: Marcus Meyer
Bremerhaven: Arminia/GNU Free Documentation License
Instant impro: Jan Rathke
Photovoltaik-Anlage: ‚© Mensi/PIXELIO’
Zugang Car-Sharing: ‚© DN/PIXELIO’
Bioreaktor: Phytolutions
Photovoltaik-Anlagen-Monteur: ‚© Klaus-Uwe Gerhardt/PIXELIO’
Holz-Pellets: ‚© Thorben Wengert/PIXELIO’
Richtfest: ‚© Uli Carthäuser/PIXELIO’
Gummistiefel: © Orange
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