Bremer Energie-Konsens

Alternative Kraftstoffe

Schutz der Umwelt durch niedrigeren CO2-Ausstoß

Tankzapfhahn Biodiesel


Kraftstoffe benötigen unterschiedlich viel Rohöl und Strom zu ihrer Herstellung.

Je kleiner der Anteil des Erdöls ist, das wir aus dem Irak, dem Iran, Libyen, Nigeria etc. beziehen müssen, desto geringer ist unser Risiko, dass sich Ölkrisen wie in den 70iger und 80iger Jahren wiederholen. Den Erdölverbrauch zu reduzieren, heißt also Versorgungsrisiken zu minimieren.

Biodiesel (besonders aus Altspeiseöl) und Ethanol (besonders aus Energiepflanzen), aber auch Bio-Methan (aus Biomasse oder Abfall) erzeugen bei der Verbrennung weniger CO2 als beim Anbau und bei der Verarbeitung der Agrarprodukte eingesetzt werden musste. Auch Erdgas hat durch einen höheren Wasserstoffanteil einen geringeren spezifischen CO2-Ausstoß als Diesel oder Benzin (20-25%). Methan kann auch aus Biomasse gewonnen werden. Aus Biomasse/Pflanzen erzeugte Kraftstoffe verringern den menschlichen Beitrag zum Klimawandel. Aber auch Ihr Geldbeutel bestimmt Ihre Entscheidung für ein bestimmtes Auto mit. Große, schwere Autos ohne Rückgewinnung der Bremsenergie verbrauchen mehr des immer teurer werdenden Kraftstoffs. Hybridfahrzeuge nutzen einen Elektromotor und Batterien oder Kondensatoren, um umweltschonend anzufahren und nutzen die sonst in den Bremsen vernichtete Energie. Alternative Antriebstechniken schonen also die Umwelt und Ihre Geldbörse.

Was kann ich selbst als Autofahrer (Mitfahrer) zu einer nachhaltigen Entwicklung beitragen?

Bei einer angenommenen Jahresfahrleistung von 20.000 km stoßen Hybridfahrzeuge 1.480 kg weniger CO2 aus und tragen damit weniger zum Treibhauseffekt/Klimawandel (s.o.) bei. Mit Biodiesel könnten es bis zu 2.500 kg weniger CO2 pro Jahr sein. Neben dem klimaschonenden Betrieb schont jeder nicht verbrauchte oder durch Biokraftstoffe ersetze Liter Kraftstoff die Ressource Rohöl. Experten aus der Ölindustrie erwarten, dass die Erdölproduktion noch vor dem Jahre 2009 ihre Produktionsspitze erreichen (peakoil) und danach jedes Jahr um etwa drei bis sechs Prozent abnehmen wird (siehe www.peakoil.de). Das wird die Erdölpreise weiter erhöhen und die Konflikte in bzw. mit den Erdöl fördernden Ländern verstärken. Selbst erzeugte Kraftstoffe werden uns helfen, die Kraftstoffpreise niedriger zu halten; Brachflächen können dafür genutzt werden und ermöglichen der Landwirtschaft eine neue Einnahmequelle ("Landwirt als Energiewirt"). Je früher wir anfangen Erdöl einzusparen, desto länger wird es uns zur Verfügung stehen.
Und für einige Wege ist das Fahrrad einfach die bessere, weil schnellere und gesündere Alternative.


Mehr Infos zum Thema Alternative Kraftstoffe und Alternative Antriebstechniken bietet das Webportal des EU-Projekts SU:GRE - Sustainable Green Fleets: www.sugre.info

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