Bremer Energie-Konsens

Konsum

Qualität zahlt sich aus

Grafik Vergleich CO2-Ausstoß von Getränkeverpackungen


Jeder kann schon beim Einkaufen zum Klimaschutz beitragen. Erste Schritte: nicht Masse sondern Klasse kaufen.

Langlebige, reparaturfreundliche Produkte sind in der Anschaffung häufig teurer, aber dafür meist auch haltbarer. Das zahlt sich auf Dauer aus – für Sie und für das Klima. Viel ist auch beim täglichen Einkauf möglich, beispielsweise bei Papier und Getränken.

Papier

  • Jeder von uns verwendet durchschnittlich 250 kg Papier pro Jahr. Dies entspricht etwa einem Harry-Potter-Band pro Tag. Die Herstellung von Frischfaserpapier benötigt neben Holz – oft aus den letzten Urwäldern unseres Planeten in Nordeuropa, Kanada oder Indonesien – auch große Mengen an Wasser und Energie.

 

Recyclingpapier

  • Ausgezeichnet! Mit „Blauem Engel“ drauf, ist Recyclingpapier drin.
  • Schonende Hygiene: Für Wegwerfprodukte wie Taschentücher, Küchenkrepp und Toilettenpapier immer Recyclingpapier wählen – die klimafreundlichere Variante.
  • Bilanz: Etwa 40 kg CO2 kann man im Jahr durch Recyclingpapier einsparen.

 

Mehrweg

  • Mehrweg ist mehr Wert. Die Klima-Nr. 1 unter den Getränkeverpackungen ist immer noch die Glas-Mehrwegflasche.
  • Frisch gefüllt: Mehrwegflaschen aus Glas werden bis zu 50 Mal befüllt und als Rohstoff zu 100 Prozent recycelt.

 

Einweg

  • Einwegflaschen aus PET belasten das Klima doppelt so hoch mit CO2 wie Glas-Mehrwegflaschen.
  • Achtung: Pfand bezahlen heißt nicht automatisch Mehrweg kaufen! Achten Sie auf die Kennzeichnung der Flaschen.

 

Gemeinsam nutzen

  • Gemeinsam fällt es selbst für seltener genutzte Geräte leichter, hochwertiges zu kaufen. Schließen Sie sich mit Ihren Nachbarn zusammen oder bieten Sie eine Kostenbeteiligung an.
  • Wäsche waschen: mit sparsamer Gemeinschafts- Waschmaschine.
  • Gegen hohes Gras: der Nachbarschafts-Rasenmäher kappt auch die Kosten.
  • Nutzen statt besitzen: eine Satellitenanlage im Haus kann viele Fernseher versorgen.

 

Textilien

  • Die Herstellung von Baumwolle ist aufwändig. Bio-Baumwolle verbraucht viel weniger Energie und kommt ohne gesundheits- und umweltschädliche Pflanzenschutzmittel aus.
  • Viel CO2 für wenig Stoff: Wird ein T-Shirt aus konventionell angebauter Baumwolle produziert, so entstehen 6 bis 7 kg CO2. Das gleiche 180 g T-Shirt aus ökologisch angebauter Baumwolle verursacht nur 1 kg CO2.

 

Kompost

  • Klassische Blumenerde enthält häufig nährstoffarme Torfanteile. Jeder Kubikmeter Torf besteht bis zu 60 Prozent aus Kohlenstoff und ist damit ein großer Kohlenstoffspeicher. Lebendige, wachsende Moore legen weltweit jährlich 150 bis 250 Mio. Tonnen CO2 in neu gebildeten Torfen fest. Wird Torf abgebaut und werden Moore entwässert, werden die Klimagase CO2 und Methan frei. Wird nur ein Hektar Niedermoor zu Ackerland, werden so viel klimarelevante Gase frei, wie 19 Pkw durchschnittlich im Jahr verursachen.
  • Lieber ohne: Torffreie Blumenerde schützt Moore und Klima.
  • Übrigens: Kompost oder Rindenhumus enthalten viele Nährstoffe für Ihre Pflanzen.

 

Qualitätsprodukte

  • Qualität auf Dauer – langlebige, hochwertige Möbel aus heimischen Hölzern schneiden in der Klimabilanz besonders gut ab. Sie bestehen aus nachwachsenden Rohstoffen und speichern CO2. Auch bei der Entsorgung sind sie klimafreundlicher. Bei Polstermöbeln auf abnehmbare, strapazierfähige Bezüge achten.
  • Lieber echt Holz: Hochwertige Furnier- und Vollholzmöbel sind gut für‘s Klima

 

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