Ernährung
Speiseplan für Klimaschützer
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Eine klimabewusste Ernährung lässt unseren persönlichen CO2-Rucksack leichter werden.
Das bedeutet nicht auf Kalorien zu verzichten, sondern auf CO2-Diät zu gehen. Klimaschutz beginnt im Einkaufswagen.
Pflanzlich versus tierisch
- Freilandgemüse, wie Kartoffeln oder Tomaten, haben eine deutlich bessere Klima-Bilanz als tierische Lebensmittel. Für tierische Produkte muss ein Vielfaches an Energie, Ackerfläche und Dünger aufgewendet werden.
Rindfleisch
- Vor allem Rindfleisch ist ein echtes „Schwergewicht“. Bei der Verdauung der Kühe wird Methan freigesetzt. 1 kg Methan ist so wirksam wie 23 kg CO2. Eine Kuh ist damit insgesamt etwa so klimaschädlich wie ein durchschnittlicher Pkw, der im Jahr 14 000 km Strecke zurücklegt.
- Weniger ist mehr: Weniger Fleisch und Wurst essen.
- Prinzip Sonntagsbraten: Rindfleisch nur zu besonderen Anlässen servieren.
Milchprodukte
- Die Milch macht‘s: Je höher der Fettgehalt eines Milchprodukts, desto mehr Milch und desto mehr „Kuh“ ist für die Produktion nötig. Deshalb gilt: Je höher der Fettgehalt, desto schlechter ist die Klima-Bilanz.
- Delikatesse Hartkäse: Bewusst genießen. Im Alltag öfter mal (CO2-)leicht Frischkäse oder Quark wählen.
Saisonal
- Viel ist schon gewonnen, wenn wir heimische Produkte während der Saison einkaufen. Auf Wochenmärkten lassen sich auch so manche fast vergessene Obst- und Gemüsesorten wieder entdecken.
- Alles zu seiner Zeit: Genießen Sie die Vorfreude auf Erdbeeren im Frühsommer, Trauben im Herbst, Grünkohl im Winter...
Treibhaussaat
- Wintertomaten: Eingeflogene oder europäische Gewächshaustomaten sind echte Klima-Brocken. Vor allem durch den hohen Energieaufwand im Gewächshaus benötigen sie das 100-fache an CO2 verglichen mit einer Freilandtomate während der Saison.
Tiefkühlprodukte
- Frische Lebensmittel schneiden immer besser ab als
tiefgekühlte Lebensmittel oder Fertigprodukte.
Pro Kilo frischem Gemüse werden etwa 150 g CO2
frei, bei Tiefkühlgemüse sind es 400 g und ein Kartoffelfertigprodukt
schlägt mit gut
3 000 g zu Buche.
- Optimal: Frische Lebensmittel sind die bessere Wahl.
Wasser
- Wasser – lieber frisch „gezapft“ als weitgereist. Leitungswasser in Deutschland ist nicht nur gut und günstig, sondern auch ein echter Klima-Star: Während sich Mineralwasser schon bei einem Liter täglich schnell mit 70 kg CO2 im Jahr niederschlägt, verursacht „Kranenwasser“ kaum Emissionen.
Biolebensmittel
- Bio ist angesagt: Biolebensmittel sind klimafreundlicher als konventionell hergestellte Nahrungsmittel. Ökobauern verzichten auf künstliche Dünger und Pflanzenschutzmittel, die in der Herstellung besonders viel Energie brauchen und daher auch viel CO2 verantworten. In der konventionellen Tierhaltung ist besonders das Futtermittel Soja problematisch. Für seinen Anbau wird täglich Regenwald abgeholzt. Die globale Zerstörung unserer Wälder heizt den Klimawandel weiter an.
- Bio – logisch! Ökologische Landwirtschaft verursacht bis zu 30 % weniger Treibhausgase als konventionelle Landwirtschaft.
- Besonders zu empfehlen: Lebensmittel aus der Region.
ALLE TIPPS OHNE GEWÄHR

