Bremer Energie-Konsens

Energieeffizienzprojekt in Bremer Bädern

Warmduscher oder Energiesparer

Halle Unibad

Die Bremer Bädergesellschaft und die Klimaschutzagentur energiekonsens wollen gemeinsam den Energie- und Wasserverbrauch in sieben Bremer Hallenbädern, der Eislaufhalle Paradice und der Verwaltung deutlich reduzieren.

Erreicht werden sollen die angestrebten Einsparungen in Höhe von fünf bis zehn Prozent möglichst ohne große Investitionen, sondern durch Maßnahmen, die keine oder nur geringe Kosten verursachen.

700 Tonnen CO2 weniger pro Jahr

Wenn das Projekt die anvisierten Einsparpotenziale erreicht, können bis Juli 2006 im Vergleich zum Juni 2004 insgesamt etwa 700 Tonnen schädliche Treibhausgase eingespart werden. Die Bremer Bäder verbrauchen pro Jahr Wasser und Energie für ca. 1,9 Millionen Euro. Dadurch werden jährlich rund 7.300 Tonnen klimaschädliche Treibhausgase ausgestoßen. Der Wasserverbrauch pro Badegast liegt zwischen 70 -140 Liter.

Kein Komfortverlust

Einen Komfortverlust für die Badegäste wird es nicht geben. Auch in Zukunft werden die Gäste der sieben am Projekt beteiligten Hallenbäder in der Neustadt, Sebaldsbrück, Tenever, Huchting, Vegesack, Vahr und Walle schön warm duschen können. Durch eine bessere Steuerung der Warmwasserbereitung und durch sogenannte Durchflussbegrenzer lässt sich dort trotzdem viel Wasser und Energie sparen. Im ersten Projektschritt wurden in allen beteiligten Einrichtungen der Bremer Bäder Ist-Analysen der Energie- und Wassertechnik gemacht. Die Ergebnisse zeigen, dass zum Beispiel alleine bei den Duschen in einem einzigen Bad durch Optimierung der Durchflussmenge pro Jahr eine Million Liter Wasser eingespart werden können, was auf der Kostenseite mit über 6.000 Euro pro Jahr positiv zu Buche schlägt. Daneben sollen im Rahmen des Modernisierungskonzeptes der Bremer Bäder auch zwei Modellvorhaben realisiert werden, die mit höheren Investitionen in technische Anlagen verbunden sind.

Interview mit Michael Brockmann, Technischer Leiter der Bremer Bäder GmbH, Preisträger des Bremer Klimaschutz Preiss 2007

 

Im Jahr 2004 haben Sie mit der Bremer Energie- Konsens ein Energiesparprojekt in den Bremer Bädern gestartet. Sind Sie mit dem Ergebnis zufrieden?

 

Michael Brockmann: Ja – und zwar uneingeschränkt. Unsere Einsparerwartungen sind teilweise übertroffen worden und wir konnten Energiepreissteigerungen zumindest abfedern.

 

Wie haben die Badegäste reagiert?

 

Durchweg sehr aufgeschlossen. Die Aktionen in den Bädern sind gut angekommen und haben für uns eine deutlich positive Imagewirkung ergeben.

 

Und niemand hat sich über zu kalte Duschen beschwert?

 

Nein, niemand. Aber das war ja auch gar nicht möglich, weil wir bei allen Maßnahmen strikt darauf geachtet haben, mehr Energieeffizienz ohne Komfortverlust zu erreichen.

 

Was war für Sie das Highlight des Projekts?

 

Natürlich das Ergebnis (lacht). Aber auch viele Aktionen wie die Schülerworkshops oder die Wasser- Wunderrad-Meisterschaften haben richtig Spaß gemacht.

 

Wie wichtig war die externe Beratung?

 

Die hat uns schon sehr geholfen. Unsere Crew ist mit dem Tagesgeschäft ausgelastet; da ist es gut, wenn jemand ’mal mit einem unvorbelasteten Blick und mehr Zeit auf das Thema guckt und Tipps gibt. Und die Zusammenarbeit mit der energiekonsens und den Beratern hat immer gut funktioniert.

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Bremer Bäder sparen Energie - Modellprojekt gestartet

Weitere Informationen:

Energie clever nutzen - auch zu Hause ! (PDF, 80 kB)
Energiespartipps für Badegäste (PDF, 115 kB)