Bremer Energie-Konsens

Solare Klärschlammtrocknung

Machbarkeitsstudie zeigt großes Potenzial für Norddeutschland

Dieses Bild zeigt solare Klärschlammtrocknung

Die solare Klärschlammtrocknung birgt sowohl aus wirtschaftlicher als auch aus ökologischer Sicht ein großes Potenzial für Bremen und Norddeutschland und ist eine sinnvolle Ergänzung zu den bereits bestehenden Entsorgungskonzepten.

Dies ist das Ergebnis einer Machbarkeitsstudie, die im Auftrag der Klimaschutzagentur energiekonsens vom Institut für Kreislaufwirtschaft erstellt wurde.

Klärschlämme dürfen künftig einerseits nicht mehr auf Deponien abgelagert werden, andererseits ist langfristig auch die Entsorgung über die landwirtschaftliche Verwertung nicht gesichert: Vor diesem Hintergrund gewinnt die thermische Klärschlammbehandlung zunehmend an Bedeutung. Die solare Klärschlammtrocknung hat sich dabei bereits an vielen Standorten als wirtschaftlich sinnvolle Alternative zu den konventionellen Trocknungsverfahren etabliert.

In der Studie werden konkrete Entsorgungsszenarien, die eine solare Trocknung beinhalten anhand technischer, wirtschaftlicher und ökonomischer Gesichtspunkte beurteilt. Im Rahmen eines direkten Systemvergleichs werden Varianten der ausschließlich solaren Klärschlammtrocknung und der solaren Trocknung mit Abwärmenutzung gegenübergestellt und zusätzlich mit konventionellen thermischen Trocknungsverfahren verglichen.

Niedrigere Kosten - weniger CO2-Emissionen

Im direkten Vergleich ergaben sich für beide Varianten der solaren Klärschlammtrocknung deutlich niedrigere spezifische Trocknungskosten als für konventionelle Trocknungsverfahren. Die Variante der solaren Trocknung mit Abwärmenutzung weist unter den betrachteten Randbedingungen die niedrigsten Trocknungskosten auf. Zur ökologischen Beurteilung wurde die CO2-Bilanz der Anlagen herangezogen. Dabei ergaben sich für die Varianten der solaren Klärschlammtrocknung aufgrund des Einsatzes regenerativer Energien wesentlich geringere klimarelevante CO2-Emissionen als für die konventionellen Trocknungsverfahren.

Die Ergebnisse der Untersuchung zeigen, dass die solaren Verfahren sowohl aus wirtschaftlicher als auch aus ökologischer Sicht ein hohes Potenzial für Bremen bergen. Unter den gemachten Annahmen wäre der solaren Klärschlammtrocknung gegenüber den konventionellen Verfahren der Vorzug zu geben. In einem weiteren Schritt wurden die solaren Trocknungsvarianten in konkrete Entsorgungsszenarien eingebettet. Hierzu wurden zunächst zwei als realistisch und umsetzungsfähig anzusehende Entsorgungsszenarien mit solarer Trocknung mit einem dritten Szenario verglichen, das bereits heute Anwendung findet. Im Vergleich zu dem gewählten Referenzszenario der direkten thermischen Entsorgung in der Monoverbrennungsanlage VERA in Hamburg, ergeben sich sowohl für das Szenario der ausschließlich solaren Trocknung als auch für die solare Trocknung mit Abwärmenutzung deutlich niedrigere Entsorgungskosten. Die ökologische Betrachtung anhand von CO2-Bilanzen zeigt, dass die Anwendung solarer Klärschlammtrocknung ein hohes Potenzial zur Einsparung klimarelevanter Emissionen aufweist.

Download:

Studie als PDF-Datei (2,2 MB)

Anhang zur Studie als PDF-Datei (0,2 MB)

Potenziale der solaren Klärschlammtrocknung für Bremen und den norddeutschen Raum als PDF-Datei (690 kB)

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