Bremer Energie-Konsens

Biomasse

Potenzial- und Machbarkeitsstudien

Holzpellets


Die energetische Nutzung von Biomasse, d.h. von Holz, Bioabfällen, Gülle und anderen Stoffen pflanzlicher sowie tierischer Herkunft birgt große Potenziale für eine klima- und ressourcenschonende Wärme- und Stromerzeugung. Zudem kann Biomasse auch zur Kraftstoffherstellung genutzt werden.

Forschungsbericht Holzfeuerungsanlagen

 

Holzfeuerungsanlagen sind auch für große Wohngebäude geeignet, wenn verschiedene baulich-technische Ansprüche befriedigt werden können. Dies ist das Kernergebnis eines Forschungsberichts zur Wirtschaftlichkeit von Holzfeuerungsanlagen für große Wohngebäude. Das Projekt des bremer energie instituts wurde von der energiekonsens und dem Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung gefördert. Im Mittelpunkt der Studie steht die Wirtschaftlichkeit der Wärmeversorgung mit Holzpellet- und Holzhackschnitzelanlagen gegenüber der herkömmlichen Versorgung mit Erdgas und Heizöl (Vollkostenbetrachtung). Hintergrund ist eine Anforderung der EU, wonach bei neuen Gebäuden größer 1.000 m² geprüft werden muss, ob regenerative Energien eingesetzt werden können.

 

Das Forschungsvorhaben hat ergeben, dass die Jahresvollkosten von Holzhackschnitzel-Anlagen in etwa auf gleicher Höhe wie die Jahreskosten konventioneller Heizanlagen liegen. Holzpellets-Anlagen führen dagegen zu höheren Jahreskosten (Preisstand Januar 2007). Gründe liegen in Preissteigerungen insbesondere bei Pellets und Anfang 2007 gesunkenen Öl- und Gaspreisen. Bei steigenden Energiepreisen von fossilen Brennstoffen werden Biomasse-Anlagen günstigere Vollkosten aufweisen als konventionelle Heizanlagen.

 

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Forschungsbericht (PDF, 2,5 MB) herunterladen.

Holzpotenzial-Studie

 

Bundesweit ist die energetische Nutzung von Holzabfällen in den vergangenen Jahren auf wachsendes Interesse gestoßen. Um auch im Land Bremen für zusätzliche Impulse bei der energetischen Nutzung von Holz zu sorgen, hat das bremer energie institut im Auftrag der energiekonsens eine Studie zum Energieholzpotenzial im Raum Bremen und Bremerhaven erstellt. Auf der Basis einer regionalen Befragung von Forstwirtschaft, Industrie, Handel, Gewerbe und Handwerk liefert sie grundlegende Informationen über die Verfügbarkeit und die Preise von Energieholz sowie über Umsetzungsmöglichkeiten von auf Holzfeuerungen basierenden Nahwärmekonzepten im Bundesland Bremen. Die Ergebnisse (Stand Mai 2002) zeigen, dass in Bremen oder Bremerhaven genügend preisgünstiges Brennholz verfügbar wäre, um ein 5 MW-Heizwerk zu befeuern.

 

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Untersuchung zur Verfügbarkeit und den Preisen von Holzabfällen im Raum Bremen und Bremerhaven -Stand: Mai 2002- (PDF, 1,1MB) herunterladen.

Biogas ins Erdgasnetz?

 

Biogas ist klimafreundlicher als die meisten anderen Energieträger, da es weitgehend kohlendioxid-neutral ist. D.h. es entsteht nur in etwa soviel Kohlendioxid, wie zuvor von den natürlichen Ausgangsstoffen gebunden wurde. Die Produktion von Biogas steigt seit einigen Jahren kontinuierlich an. Verbunden ist hiermit aber direkt auch die Frage nach der Nutzung des Gases; übliche Optionen reichen von der Befeuerung von BHKWs bis zum Einsatz in Gasfahrzeugen. Ist eine lokale Nutzung am Ort der Erzeugung nicht sinnvoll, so könnte auch die Einspeisung ins Erdgasnetz des Versorgers eine attraktive Variante sein.

 

Im Auftrag der energiekonsens hat das bremer energie institut eine umfangreiche Studie zu Aufbereitungs- und Nutzungsmöglichkeiten von Biogas erarbeitet. Grundlage der Untersuchung ist eine Recherche zu den aktuellen und den in der Vergangenheit durchgeführten Aktivitäten zur Aufbereitung von Biogas zu Erdgasqualität im In- und Ausland. Zudem sind von vornherein die Kriterien erfasst worden, die zu erfüllen sind, um aufbereitetes Biogas in Erdgasnetze einzuspeisen oder zu vermarktungsfähigem Kraftstoff aufzubereiten. Da die Standardanforderungen für eine Einspeisung in das Erdgasnetz sowie für eine Nutzung als Kraftstoff sehr ähnlich sind, ließen sich beide Aufbereitungslinien in einem Zuge abhandeln.

 

Zentrale Schritte dieser Aufbereitung liegen jeweils in einer Entschwefelung des Biogases und einer weitgehenden Abtrennung des Kohlendioxidanteiles. Während das Hauptaugenmerk der Untersuchung zunächst auf die verfahrenstechnischen Hintergründe gelegt wurde, stand im weiteren Fortgang vor allem die Erfassung der Kostensituation im Vordergrund. Dabei zeigte sich sehr bald, dass die Zahl der Hersteller und Entwickler sehr begrenzt ist und dass diese die Fragen zu den verfahrenstechnischen Details mit einiger Zurückhaltung beantworten.

 

Zur Ermittlung der Kosten wurden die Hersteller um Orientierungsangebote gebeten, die auch Angaben zu den zu erwartenden Betriebskosten beinhalten sollten. Um zu einer vergleichbaren Basis zu kommen, wurden von Seiten des bremer energie instituts vorab dezidierte Vorgaben zu den zu berücksichtigenden Rahmenbedingungen gemacht. Recht intensive Aktivitäten sind vor allem in der Schweiz und in Schweden zu beobachten. Dabei liegt der Akzent in Schweden insbesondere auf der Herstellung von Treibstoff. In Deutschland kommen - nach einer Pause - aktuell neue Aktivitäten auf (Beispiele: Albersdorf, Schleswig, Anklam), wobei es sich in einem Fall um eine nur für eine kurze Zeit betriebene Pilotanlage handelt, in der Kraftstoff aus einer bereits in Betrieb befindlichen Biogasanlage hergestellt werden soll.

 

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"Studie Biogas ins Erdgasnetz?" (PDF, 1,1 MB) herunterladen.

Neue Perspektiven durch Grasnutzung in Raffinerien und Biogasanlagen

 

Ein neuer Vermarktungsansatz für Gras von bremischen Feuchtgrünlandflächen wurde im Auftrag der energiekonsens in einer Machbarkeitsstudie von der haneg (Hanseatische Naturentwicklung GmbH) geprüft:Die Nutzung von Gras als nachwachsender Rohstoff in Biogasanlagen, Grasraffinerien oder Graspelletanlagen. Die Studie untersucht aktuelle Verfahren mit verschiedenen Varianten auf ihre Anwendbarkeit am Standort Bremen. Analysiert wurden sowohl die technischen als auch die finanziellen Rahmenbedingungen sowie die wichtigsten "Stellschrauben", die bereits bei der Konzeption für einen wirtschaftlichen Betrieb der Anlage beachtet werden müssen. Zusätzlich wurden die zu erwartenden positiven Effekte für den Klimaschutz herausgearbeitet.

 

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Kurzfassung der Studie (PDF, 1,3 MB) herunterladen.

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