Betreff:


Bremer Energie-Konsens - Newsletter

Von:

newsletter@energiekonsens.de

Datum:

21.10.2009

Ausgabe:

Oktober 2009

Website:

http://www.energiekonsens.de

Kontakt:

presse@energiekonsens.de


Bremer Energie-Konsens


Guten Tag,

im Schwarm bilden Bienen eine starke Einheit und sind dem Menschen damit - obwohl sie kleiner sind - in manchen Situationen überlegen. Unter großer Medienaufmerksamkeit wollen VW und Lichtblick diese Idee des starken Schwarms jetzt auch bei der Stromerzeugung nutzen: Viele kleine, dezentrale Kraftwerke für Zuhause sollen miteinander vernetzt ein großes, intelligent gesteuertes Kraftwerk bilden. Mit dem so genannten Schwarmstrom sollen zudem Schwankungen in der Wind- und Sonnenenergie aufgefangen werden.

Dr. Cornelis Rasmussen - Geschäftsführer

Was ist von diesem Ansatz zu halten? Wir haben zwei Experten aus der Region befragt, wie markttauglich solche dezentralen Versorgungsansätze sind und welche ähnlichen Modelle es bereits im Nordwesten gibt. Dieses und weitere spannende Themen finden Sie in dieser Newsletter-Ausgabe.

Viel Spaß beim Lesen wünscht Ihr

Dr. Cornelis Rasmussen

 


Inhalt

Im Fokus

- Revolution durch Kraftwerke im Keller?!



Neues aus der Konsens

- 10 Jahre Know-how für Planer und Bauschaffende

- Anares ist erster klimaneutraler Buchvertrieb Deutschlands

- Stromsparbroschüre für Senioren erschienen

- " Bremer Modernisieren" bei der Landesbank



Klimaschutz regional

- EcoExperience-Tour: Auf dem Weg nach Kopenhagen

- Effizienztisch NordWest: Energieeffizienz für Unternehmen

- Chance fürs Klima: Klimahaus eröffnet neuen Ausstellungsbereich

- AWI: Klimawandel heizt Arktis ein

- Bremer Häfen sollen klimafreundlicher werden



Blick über den Tellerrand

- Globale Obergrenze für Kohlendioxid

- 15 Milliarden Euro für den Klimaschutz

- Neue Klimaschutzsteuer?

- Erneuerbare Energien auf Erfolgskurs



Fundgrube

- Wasserhahn statt Wasserflasche: australische Gemeinde verbietet Verkauf von Wasserflaschen



Termine

- Termin des Monats : 3. Bremer Hausbesichtigungstag

- Weitere Termine







Revolution durch Kraftwerke im Keller?

Blockheizkraftwerke und Solaranlagen könnten den Energiemarkt der Zukunft prägen



Der Markt der Stromerzeugung ist im Umbruch. Verbraucher und Unternehmen können mit Kraftwerken im Keller oder Solaranlagen auf dem Dach selber Energie erzeugen. Aus Klimaschutzgründen muss die Energieerzeugung möglichst CO2-neutral erfolgen. Und branchenfremde Unternehmen suchen neue Geschäftsfelder im Energiebereich.

Mit großer Medienaufmerksamkeit startete Anfang September ein ehrgeiziges Projekt: Nach den Plänen des Ökostromanbieters Lichtblick und des Autobauers VW sollen bis zu 100.000 Blockheizkraftwerke (BHKW) ab 2010 zwei Großkraftwerke ersetzen. Blockheizkraftwerke nutzen bis zu 95% der im Brennstoff enthaltenen Energie und gelten damit als besonders effizient. Die mit Erdgas angetriebenen Mini-Kraftwerke sollen die Heizwärme- und Warmwasserversorgung der Bewohner sicherstellen und gleichzeitig Strom in die öffentlichen Netze einspeisen. Miteinander vernetzt sollen sie ein virtuelles Großkraftwerk bilden, das soviel Strom wie zwei Atommeiler produziert. Dieser Strom soll Schwankungen vom Netz bei Bedarf ausgleichen können. Das Konzept treibt damit ebenfalls den Ausbau erneuerbarer Energien voran: Im Gegensatz zu großen Atom- und Kohlekraftwerken haben die Generatoren eine kurze Reaktionszeit und können wetterbedingt schwankende Stromeinspeisungen aus Windrädern oder Photovoltaikanlagen schnell ausgleichen.

Zahlreiche andere Projekte erforschen ebenfalls die Möglichkeiten einer intelligenten Stromerzeugung und -nutzung. Das Förderprogramm E-Energy vom Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie soll dabei helfen, die Bevölkerung über neue Technologien aufzuklären. Eine der sechs Modellregionen ist Cuxhaven. Der Kern des Cuxhavener Pilotprojekts eTelligence der EWE ist ein regionaler Marktplatz für Strom. Er soll Erzeuger, Verbraucher, Energieversorger und Netzbetreiber zusammenführen. Mit Hilfe moderner Informations- und Kommunikationstechnologien sollen so Stromangebot und Stromnachfrage intelligent auf die Stromerzeugung dezentraler Quellen abgestimmt werden. Erleben wir mit den Blockheizkraftwerken und der Dezentralisierung den Beginn der "Revolution des Energiemarkts"? Wie profitiert der Klimaschutz davon? Und wie wird sich künftig der Trend einer dezentralen Stromversorgung im Nordwesten entwickeln?

Die Bremer Energie-Konsens hat Wolfgang Schulz, KWK-Experte beim bremer energie institut und Andreas Ballhausen, Leiter Vertrieb Energiedienstleistungen bei der EWE AG, dazu befragt, inwiefern eine dezentrale Stromversorgung mit BHKW marktfähig werden und wie sich das auf das Verhältnis zwischen Verbraucher und Versorger auswirken kann.

Hier die erste Frage, das komplette Interview lesen Sie hier

Welche Impulse bringt aus Ihrer Sicht das Projekt von VW und Lichtblick für den Markt für Kraft-Wärme-Kopplung (KWK)?

Schulz: Ich befürchte, dass sich das Projekt von VW und Lichtblick als PR-Blase entpuppen wird, weil die wirtschaftliche Tragfähigkeit zweifelhaft ist: Es soll sich um ein Aggregat handeln, das 20 kWel und 34 kWth leistet und in Anwendungsfällen zum Zuge kommt, die mindestens einen jährlichen Wärmebedarf von 45.000 kWh aufweisen, was etwa Mehrfamilienhäuser mit sechs Wohnungen entspricht. (…). Die angegebenen Investitionskosten von 20.000 € inklusive Speicher und aller Anschlüsse halte ich für ausgesprochen niedrig. Zu allem Überfluss wird zudem noch auf die sonst erhältliche Förderung aus dem Mini-BHKW-Programm verzichtet (…). Ansonsten finde ich den Ansatz von Lichtblick interessant, weil es sich um ein Standard-Contracting-Modell handelt, das auch für Mietgebäude interessant sein könnte.

Ballhausen:
Auch wenn das Projekt von VW und Lichtblick viele Fragen aufwirft, so regt es auch die Diskussion zum Thema Mikro KWK an. Die Potenziale für Mikro KWK sind aus meiner Sicht sehr hoch. Vor allem mit der Entwicklung neuer Technologien, die mittlerweile hohe Wirkungsgrade mit niedrigen Wartungskosten verbinden, wird sich der Markt schnell entwickeln. Mikro KWK ist besonders für den Gebäudebestand interessant, um Primärenergie einzusparen.

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10 Jahre Know-how für Planer und Bauschaffende

"Bremer Impulse: Bauen + Energie" feiern Jubiläum mit Rück- und Ausblick

Rund 4500 Verbraucher und etwa 3000 Bauschaffende und Planer haben sich seit 1999 in den Seminaren, Workshops und Vorträgen der Bremer Impulse: Bauen + Energie bei namhaften Referenten weitergebildet. Die Bremer Energie-Konsens hat damit das größte Bau-Weiterbildungsprogramm im Raum Bremen etabliert und dazu beigetragen, energieeffizientes Bauen in Bremen bei Planern, Ausführenden und Investoren zu verankern. Der gelungene Transfer von Know-how aus Praxis und Forschung an Experten aus dem Bausektor ist gleichzeitig  zu einem wichtigen Bestandteil des heutigen Profils der Klimaschutzagentur geworden.

Den großen Erfolg ihrer "Bremer Impulse" hat die Bremer Energie-Konsens Ende September gefeiert. Und passend zum Namen gab es neben einem kurzen Rückblick auf die vergangenen zehn Jahre auch Impulse für und einen Ausblick auf künftige Herausforderungen im Bereich des  energetischen Bauens und Sanierens. Im Rahmen der Vortragsveranstaltung und Podiumsdiskussion mit Pionieren des energieeffizienten Bauens wie Senator Dr. Reinhard Loske, Prof. Manfred Hegger (Kassel/Darmstadt) und Robert Borsch-Laaks (Aachen) wurden Ideen und Visionen diskutiert, die künftige Entwicklungen im Bauwesen und in der Gebäudetechnik aufzeigen.

Mehr Informationen zum Weiterbildungsprogramm "Bremer Impulse: Bauen + Energie"


Anares ist erster klimaneutraler Buchvertrieb Deutschlands

Zeit des "Zurücklehnens" ist vorbei

Der Buchversand Anares aus Bremen setzt mit seinem Engagement für den Klimaschutz ein Zeichen: Als Ergebnis eines Pilotprojekts, das mit Hilfe der Bremer Energie-Konsens und des RKW Bremen umgesetzt wurde, arbeitet der Buch- und Medienversand von jetzt ab klimaneutral.

Damit ist das Unternehmen nach eigenen Angaben der erste klimaneutrale Buch- und Medienversand im deutschsprachigen Raum. Für sein klimabewusstes Handeln erhielt Geschäftsführer Gerald Grüneklee die plietsch-Plakette der Bremer Energie-Konsens.

Mehr Informationen zum klimaneutralen Buchversand
Mehr Informationen zum plietsch-Kampagne


Stromsparbroschüre für Senioren erschienen

Das Energiesparprojekt "65 Watt" geht in die erste Runde

Ab sofort ist eine umfangreiche, seniorengerechte Broschüre zum Thema Energiesparen kostenlos bei der Bremer Energie-Konsens erhältlich. Das 36seitige Heft in Großdruck enthält viele praktische und leicht verständliche Tipps, wie (nicht nur) Senioren ohne Komfortverlust Energiekosten sparen und dabei das Klima schützen können. Auf der Seniorenmesse „Seniora“ am 15. und 16. September 2009 wurde die Stromsparbroschüre erstmals interessierten Messebesuchern vorgestellt. Im Rahmen des Projektes „65 Watt“ hält die Bremer Energie-Konsens Angebote für die Zielgruppe der über 65jährigen bereit – etwa in Form von geselligen Informations-Veranstaltungen, den so genannten „Energiesparcafes“.

Mehr Infos zum Seniorenprojekt und den Energiesparcafes unter Tel.: 0421/37667152.

Die Stromsparbroschüre als Download (PDF, 1,29 MB)



"Bremer Modernisieren" bei der Bremer Landesbank

Gelungene Premiere

Mit einem Infostand zur Gebäudeenergieberatung war die Altbauinitiative „Bremer Modernisieren“ Ende September beim ersten Energiespartag der Bremer Landesbank in der Zentrale am Domshof vertreten. Mit Erfolg: Zahlreiche interessierte Besucher informierten sich bei den Energieberatern des Netzwerks „Energie Experten“ über Sanierungsmöglichkeiten, Förderangebote und das Vorgehen bei einer Gebäudeenergieberatung. Bei zwei Vorträgen gaben Vertreter der Initiative zudem einen umfassenden Überblick über das Thema. Fazit: Eine gelungene Premiere.

Mehr Informationen zu Bremer Modernisieren
Mehr Informationen zu plietsch und zur KfW-Beratung



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Auf dem Weg nach Kopenhagen

EcoExperience-Tour macht Zwischenstopp in Bremen

Die von der Europäischen Kommission organisierte EcoExperience-Tour hat auf ihrem Weg nach Kopenhagen, wo Ende des Jahres der Weltklimagipfel stattfinden wird, in Bremen einen Zwischenhalt eingelegt. Zahlreiche im Umweltbereich tätige Organisationen aus Bremen und Bremerhaven sowie der EuropaPunkt Bremen informierten die Besucher am 14. Oktober auf dem Ansgarikirchhof zu den Themen Klima und Energie.

Zusammen mit dem BUND LV Bremen und der bremer umwelt beratung informierte die Bremer Energie-Konsens über Handlungsmöglichkeiten jedes Einzelnen für mehr Klimaschutz. An einer Energiekurbel konnten die Besucher außerdem erfahren, wie viel Energie aufgewendet werden muss, um beispielsweise einen Fernseher zu betreiben. Besucher konnten sich nicht nur informieren, sondern sich auch aktiv beteiligen: Sie hatten die Möglichkeit, ihre Erwartungen an die Politiker – die Ende des Jahres in Kopenhagen zusammentreffen werden – per Videokamera aufzeichnen zu lassen. Diese sollen im Dezember 2009 auf dem Weltklimagipfel in Kopenhagen präsentiert werden. Der Klimagipfel ist der Anlass für die EcoExperience-Tour, mit der die Europäische Kommission vom 4. bis 20. Oktober 2009 durch neun Städte in Holland und Deutschland bis nach Kopenhagen in Dänemark tourt.

Mehr Informationen zur EcoExperience-Tour



Effizienztisch NordWest: Energieeffizienz für Unternehmen

Gemeinsame Ziele für den individuellen Erfolg

Energie-Einsparpotenziale im Betrieb erschließen, Kosten senken, Wettbewerbsvorteile sichern und gleichzeitig einen Beitrag zum Klimaschutz leisten: Dies ist das Ziel des "Effizienztisches NordWest".

Anfang 2010 startet die zweite Auflage. Gesucht werden hierfür 10 bis 15 Unternehmen aus den östlichen Landkreisen der Metropolregion Bremen/Niedersachsen. Die jährlichen Energiekosten der Unternehmen sollten in den vergangenen drei Jahren jeweils bei mindestens 200.000 € gelegen haben. Es wird zudem die Bereitschaft vorausgesetzt, identifizierte Effizienzmaßnahmen bis 2013 umzusetzen. Gefördert wird der Effizienztisch NordWest II durch das Bundesministerium für Umwelt und die Bremer Energie-Konsens über das EU-Projekt Answer.

Mehr Informationen zum Effizienztisch



Chance fürs Klima

Neuer Ausstellungsbereich ab November im Klimahaus

Wie es jeder und jedem Einzelnen gelingen kann klimabewusst zu leben, veranschaulicht das Klimahaus Bremerhaven im Bereich Chancen. Dieser wird am 2. November eröffnet und komplettiert damit die Ausstellung. „Als Klimaschutzagentur ist uns besonders daran gelegen, dass die Menschen klimaschonende Verhaltensweisen verinnerlichen und dazu beitragen, die Folgen des Klimawandels zu mindern“, erzählt Dr. Cornelis Rasmussen, Geschäftsführer der Bremer Energie-Konsens. „Gerne haben wir deshalb gemeinsam mit unserer Tochterfirma, der BEKS EnergieEffizienz, den Bereich Chancen inhaltlich mitgestaltet.“ Schon kleine Verhaltensänderungen und einfache Maßnahmen können helfen, das Klima zu schützen. Zur Eröffnung des Chancen-Bereichs gibt es vom 2. Bis 6. November eine Aktionswoche mit Vorträgen, Informationsständen lokaler und überregionaler Organisationen und Beratungsangeboten.

Erfolgsprojekt: Nach dem Umwelttechnik-Medienpreis „Clean Tech Media Award“ hat das Klimahaus Bremerhaven in Frankfurt die Auszeichnung Dekade-Projekt „Bildung für nachhaltige Entwicklung“ der Vereinten Nationen erhalten. Im Klimahaus können Besucher die unterschiedlichen Klimazonen der Welt durchqueren und erfahren, welche Auswirkungen der Klimawandel bereits auf die Regionen der Welt hat.

Weitere Informationen zur Eröffnung des Bereichs Chancen im Klimahaus



AWI: Klimawandel heizt Arktis ein

Bremerhavener Institut verzeichnet weiteres Abschmelzen der Eismassen am Nordpol



Durch die vom Menschen verursachte Klimaerwärmung schmelzen die Eismassen in der Arktis weiter ab: Die Meereseisdicke lag in diesem Sommer deutlich unter den langjährigen Durchschnittswerten. Laut Alfred-Wegener-Institut für Polar- und Meeresforschung in Bremerhaven sei am 12. September via Satellit im Nordpolarmeer mit 5,1 Millionen Quadratkilometern die kleinste Eisfläche des Jahres gemessen worden. Schon in den vergangenen drei Jahren war das Eis unter dem Mittelwert von knapp sieben Millionen Quadratkilometern geblieben.

Dem Schnee- und Eis-Datenzentrum in Boulder, Colorado, zufolge ist die diesjährige Eisfläche die drittkleinste seit Beginn der Satellitenmessungen im Jahr 1979. Nur in den vergangenen beiden Sommern habe es noch weniger Eis rund um den Nordpol gegeben.

Laut einer Studie des World Wide Fund For Nature kann durch das Abschmelzen der Eismassen weniger Sonnenlicht reflektiert werden. Das ist laut WWF der Grund dafür, dass die Lufttemperatur der Arktis in den vergangenen Jahren doppelt so schnell gestiegen sei wie im globalen Durchschnitt. Die Studie zeigt außerdem, dass sich die Erwärmung der Arktis im hohen Maße auf die globalen Klima- und Lebensverhältnisse auswirke. In den Eisflächen sei doppelt so viel Methan und Kohlendioxid gespeichert wie in der Atmosphäre enthalten ist. Durch das Abschmelzen gelangen immer mehr Treibhausgase in die Atmosphäre.

Offizielle Mitteilung des Alfred-Wegener-Instituts
Studie des World Wide Fund For Nature



Bremer Häfen sollen klimafreundlicher werden

Neue "greenports" - Broschüre von bremenports

Mit zahlreichen Ökoprojekten wollen Wirtschaft und öffentliche Hand den Herausforderungen des Klimawandels auch im Bereich der Hafenwirtschaft begegnen. Die drei wichtigsten Vorhaben, die die neue bremenports-Broschüre „greenports“ nennt: Um den Umweltstandard jedes einzelnen Seeschiffs transparent darstellen zu können, ist erstens ein internationaler Umweltindex für Schiffe in Arbeit. Zweitens soll über eine Zertifizierung durch eine unabhängige Einrichtung der Umweltstandard dokumentiert werden. Dabei kooperiert bremenports mit den Häfen Le Havre, Antwerpen, Amsterdam, Rotterdam und Hamburg. Bei bremenports soll ein zertifiziertes System zur Optimierung des Umweltmanagements an den Weserhäfen eingeführt werden. Das Ziel ist die allgemeine Steigerung der Energieeffizienz und die damit verbundene Verringerung des CO2-Ausstoßes im Hafenbetrieb. Und drittens wird bremenports künftig jährliche Nachhaltigkeitsberichte erstellen und der Öffentlichkeit zur Verfügung stellen.

Der BUND begrüßt das Bekenntnis von „bremenports“ zum verstärkten Umweltschutz, doch der Weg zum grünen Hafen sei noch weit. Greenports müsse deutlich über die Umsetzung bestehender rechtlicher Normen hinausgehen.

bremenports-Broschüre „greenports“ zum Download
Pressemeldung des BUND Bremen zur Initiative



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Globale Obergrenze für Kohlendioxid

CO2-Ausstoß soll für jedes Land budgetiert werden

Der Wissenschaftliche Beirat Globale Umweltveränderungen (WBGU) der Bundesregierung hat eine Lösung zur Überwindung des aus seiner Sicht bestehenden klimapolitischen Stillstands erarbeitet. Zur Bewältigung des Klimaproblems schlägt der Beirat die Einführung einer globalen Obergrenze für die noch zu emittierende Gesamtmenge an Kohlendioxid bis zum Jahr 2050 vor.

Neueste wissenschaftliche Erkenntnisse zeigten, dass bis zum Jahr 2050 nur noch eine begrenzte Menge an Kohlendioxid in die Atmosphäre gelangen darf, um dem Klimawandel entgegenzuwirken. Der WBGU fordert daher einen „Budgetansatz“. Alle bis 2050 erlaubten Treibhausgasemissionen sollten gleichmäßig auf jeden Erd-Bewohner aufgeteilt werden. Daraus ergeben sich dann nationale Emissionsbudgets, aus denen im nächsten Schritt Klimaschutzverpflichtungen der einzelnen Staaten abgeleitet werden sollen. Jedes Land erhielte so ein Konto mit einer bestimmten verfügbaren Kohlendioxidmenge, die sich nach der Bevölkerungszahl und bereits erfolgten Emissionen richtet.

Presseerklärung des Wissenschaftlichen Beirats der Bundesregierung Globale Umweltveränderungen




Bis zu 15 Milliarden Euro für den Klimaschutz

EU soll Entwicklungsländer unterstützen

Im Kampf gegen den Klimawandel muss sich Europa auf Zahlungen an die Entwicklungsländer in Milliardenhöhe einstellen. Nach dem Willen der EU-Kommission soll die Europäische Union im Zuge des geplanten Weltklimaabkommens jährlich bis zu 15 Milliarden Euro für Klimaschutzmaßnahmen an die Entwicklungs- und Schwellenländer zahlen.

Die Kommission schätzt, dass der Finanzbedarf für entsprechende Projekte bis 2020 gut 100 Milliarden Euro jährlich betrage. Davon müssten die Entwicklungsländer 20 bis 40 Milliarden selbst aufbringen. Durch den internationalen Handel mit Emissionsrechten könnten 38 Milliarden Euro gedeckt werden. Zwischen 22 und 50 Milliarden Euro müssten die Industriestaaten beisteuern. Die Beteiligung der EU an diesen Finanzhilfen hänge von ihrem Anteil am Emissionsaufkommen und ihrer Wirtschaftskraft ab. Das würde einen Beitrag von zwei bis 15 Milliarden Euro jährlich bedeuten.

Die internationalen Staaten sollen dieses Weltklimaabkommen in Dezember in Kopenhagen verabschieden. Ziel des angestrebten Abkommens ist es, die globale Erwärmung auf zwei Grad zu begrenzen.

Presseerklärung der Europäischen Kommission




Neue Klimaschutzsteuer?

EU-Kommission bereitet Gesetzesvorschlag vor

In der Europäischen Union könnte es künftig eine Klimasteuer für Privathaushalte geben, wie der Nachrichtendienst AFP mitteilt. Die EU-Kommission kündigte beim Finanzministertreffen im schwedischen Göteborg einen Gesetzesvorschlag für eine Mindeststeuer auf den Kohlendioxid-Ausstoß von Heizkraftstoffen und Sprit an. Eine Reihe von EU-Staaten hätten dafür ihre Zustimmung signalisiert, sagte Steuerkommissar Laszlo Kovacs. In Steuerfragen ist ein einstimmiger Beschluss des Finanzministerrats nötig. Einen konkreten Vorschlag soll die neue EU-Kommission Anfang 2010 vorlegen.




Erneuerbare Energien auf Erfolgskurs

106 Millionen Tonnen CO2 eingespart

Das Umweltbundesamt kommt in einem Bericht zur „Emissionsbilanz erneuerbarer Energien“ zu dem Ergebnis, dass im Jahr 2007 rund 106 Millionen Tonnen Kohlendioxid durch den Einsatz von erneuerbaren Energien eingespart wurden. Dabei wurden etwa 67 Millionen Tonnen CO2 im Stromsektor, 28 Millionen Tonnen CO2 im Wärmesektor und 11 Millionen Tonnen CO2 im Verkehrssektor vermieden.

In dem Bericht heißt es weiter, dass der Ausbau regenerativer Energien in den vergangenen zehn Jahren sehr erfolgreich gewesen ist. Knapp zehn Prozent des gesamten Energieverbrauchs wurden im Jahr 2007 durch die Erneuerbaren abgedeckt. Das entspricht einer Verdreifachung des Anteils im Vergleich zu 1997.

Presseerklärung des Umweltbundesamtes
Bericht „Emissionsbilanz erneuerbarer Energieträger“




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Wasserhahn statt Wasserflasche

Australische Gemeinde verbietet Verkauf von Wasser in Flaschen

Zeichen für den Klimaschutz: Die Stadt Bundanoon in Australien hat den Verkauf von kommerziell abgefülltem Trinkwasser in Flaschen verboten. Damit nimmt die 2000-Einwohner-Gemeinde im australischen New South Wales weltweit eine Vorreiterrolle ein. Die Einwohner dürfen künftig kostenlos ihren Durst an öffentlichen Wasser-Zapfsäulen stillen.

Laut John Dee, Chef der Umweltgruppe „Do something!“, soll die Initiative die Menschen dazu anregen, über die Klimabelastung durch die Produktion, den Transport und die Lagerung von Wasserflaschen nachzudenken. So entstehe beispielsweise bereits bei der Produktion von Kunststoffflaschen aus Erdöl das Treibhausgas Kohlendioxid.

Ausschlaggebend für die Wasserflaschen-Verbannung waren die Pläne eines in Sydney ansässigen Getränkekonzerns, Wasser aus einer Quelle in Bundanoon abzuzapfen. Dieses sollte dann 160 Kilometer entfernt in Flaschen abgefüllt werden, um es anschließend wieder in Bundanoon und im übrigen Australien zu verkaufen. Die Einwohner hatten sich einstimmig für das Verbot ausgesprochen.




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Vorbildlich sanierte Wohnhäuser erkunden

3. Bremer Hausbesichtigungstag der Energie Experten am 25. Oktober 2009

Sonntag, 25.10.2009
3. Bremer Hausbesichtigungstag: Bauen und Modernisieren mit den Energie Experten

14 bis 18 Uhr
Ort: diverse Veranstaltungsorte
Anmeldung unter 0421/37 66 710
Teilnahme kostenlos




Gelungene Praxisbeispiele erkunden und aus den Erfahrungen anderer lernen - diese Gelegenheit bietet der 3. Bremer Hausbesichtigungstag allen Bau- und Modernisierungsinteressierten. Am Sonntag, 25. Oktober, öffnen 16 Hauseigentümer in Bremen von 14 bis 18 Uhr ihre Türen. Besucher können dann vor Ort in Kleingruppen vorbildliche Beispiele für energetische Altbausanierungen und Neubauten besichtigen und mit Bauherren und Planern sprechen. Veranstaltet wird der Hausbesichtigungstag wie in den Vorjahren von den „Energie Experten", dem Qualitätsnetzwerk der Klimaschutzagentur Bremer Energie-Konsens.

Flyer mit allen Objekten und Anmeldehinweisen (PDF, 890 kB)




Weitere Termine:

 


29.10.2009:   
Gut beraten zur Sanierung starten
http://bremer-modernisieren.de/termine.html#va7

29.10.2009:   
Energie clever nutzen
http://bremer-modernisieren.de/termine.html#va8

03.11.2009:
Vor-Ort: Maßnahmen zur Steigerung der Energieeffizienz bei IT und Infrastruktur
http://www.energiekonsens.de/de/termine/fachveranstaltungen-fr-unternehmen-kopie.html

04.11.2009:   
Welcher Dämmstoff passt zum Haus?
http://bremer-modernisieren.de/termine.html#va9

05.11.2009:
Vor-Ort: Bürogebäude in Passivhausbauweise – Firmengebäude der Polyplan GmbH
http://www.energiekonsens.de/de/termine/termine-fr-bauschaffende-und-planer-kopie.html

10.11.2009: BUND-Fachtag Elektromobilität
http://www.energiekonsens.de/de/termine/weitere-termine.html

12.11.2009:
Vor-Ort: Druckluft-Optimierung
http://www.energiekonsens.de/de/termine/fachveranstaltungen-fr-unternehmen-kopie.html

16.-20.11.2009:  
Altes Haus wird wieder jung (Bildungsurlaub)
http://bremer-modernisieren.de/termine.html#vax

18.11.2009:  
Warm und sicher - welche Möglichkeiten bieten Fenster und Türen?
http://bremer-modernisieren.de/termine.html#va11

18.11.2009: Kongress: Energie.Zukunft.Unternehmen.2009
http://www.energiekonsens.de/de/termine/fachveranstaltungen-fr-unternehmen-kopie.html




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Fotonachweis:
Cartoon: Eckhard Twistel
Antarktis: Alfred Wegener Institut Bremerhaven
Flasche leer: Claudia-Hautumm / PIXELIO
Hausbesichtigungstag: Kahrs


Alle anderen Abbildungen: Bremer Energie-Konsens


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Am Wall 172/173
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