![energiekonsens - die Klimaschützer [Kleiner Junge schaut an einem Baum hoch]](http://energiekonsens.de/cms/upload/newsletter/1005/energie-konsens-die-klimaschuetzer-newsletter-kopf.jpg)
welche
Eissorte mögen Sie an heißen Sommertagen am liebsten? Pippi Langstrumpf,
unserer schwedischen Heldin aus Kindertagen, fällt die Antwort leicht. Sie
bestellt Maracuja und Kiwi beim Eismann Michel. Der sagt: „Nimm doch lieber
Erdbeere und Kirsche. Die Früchte stammen direkt vom Feld da vorn. Diese
Eissorten haben deshalb viel niedrigere CO2-Werte.“ Ob so ein
Gespräch über CO2-Bilanzen in naher Zukunft zum Alltag gehört,
wissen wir nicht. Fakt ist: Schweden hat als erstes Land eine CO2-Kennzeichnung
für Lebensmittel eingeführt. In unserem Fokustext erfahren Sie, mit welchen
Diskussionspunkten sich Experten derzeit im Rahmen eines Pilotprojektes zur
Einführung von CO2-Labels beschäftigen. Lesen Sie außerdem in dieser
Sommerausgabe unseres Klimaschutz-Newsletters, mit welchen neuen
Photovoltaik-Großprojekten Bremen glänzt und wann die Innenstadt zur autofreien
Zone wird.
Vor zwei Ausgaben haben wir
Ihnen das neue energiekonsens-Design vorgestellt. Jetzt gibt es weitere
Neuerungen bei der Klimaschutzagentur: Anfang Juli haben wir – Martin Grocholl
und Michael Pelzl – die Geschäftsführung von energiekonsens übernommen. Zudem
wird die Klimaschutzagentur im Spätsommer ein Büro in Bremerhaven eröffnen.
Mehr über uns und die Pläne für Bremerhaven erfahren Sie in der Rubrik
„energiekonsens aktuell“.
Viel Spaß beim Lesen
wünschen Ihnen
Martin Grocholl &
Michael Pelzl
Geschäftsführer
Klimaschutz
im Supermarkt
Interviews:
CO2-Label ja oder nein?
Klimaschutzagentur
mit neuem Führungs-Team
energiekonsens
verstärkt Aktivitäten in Bremerhaven
Bühnenreifer
Klimaschutz
Bremer
Unternehmen setzen auf Solarenergie
Hansestadt
baut Car-Sharing weiter aus
Algenzucht-Pilotanlage
bindet zehn Tonnen Kohlendioxid
Grüne
Investitionen schaffen neue Jobs
Sonnige
Aussichten für erneuerbare Energien
Neue
EU-Energiestandards für Neubauten
Heiße
Sohle lädt Handy-Akku auf
Bio,
fettarm, ballaststoffreich oder laktosefrei – diese Kriterien spielen beim
Einkauf für viele Verbraucher eine wichtige Rolle. Nährstoffangaben informieren
Interessierte direkt beim Blick auf die Verpackung. Jetzt gewinnt auch der
Klimaschutz in den Supermarktregalen an Bedeutung: Als erstes Land Europas
haben die Schweden eine CO2-Kennzeichnung für Lebensmittel
eingeführt. Der Product Carbon Footprint (PCF) – CO2-Fußabdruck –
soll Verbrauchern eine Orientierungshilfe für den klimafreundlichen Einkauf
geben. Auch in anderen europäischen Ländern wie Deutschland, Frankreich und
Großbritannien wurden ähnliche PCF-Initiativen gestartet. Ergebnis der
einjährigen Pilotphase des deutschen PCF-Projekts: Bis es hierzulande ein
Klimalabel gibt, wird noch einige Zeit verstreichen. Für Unternehmen ist es
aber schon jetzt sinnvoll, eine Klimabilanz aufzustellen – um Einsparpotenziale
in Produktionsketten zu erkennen.
Die Frage, wie sich CO2-Bilanzen
von Produkten erfassen, bewerten und kommunizieren lassen, stand im Mittelpunkt
des PCF-Projekts unter der Trägerschaft von Öko-Institut, WWF, Potsdam-Institut
für Klimafolgenforschung und Thema1. Gemeinsam mit der Industrie –
beispielsweise dem Bremerhavener Lebensmittelkonzern Frosta – haben sie für
ausgewählte Produkte und Dienstleistungen die CO2-Emissionen über
den gesamten Lebenszyklus ermittelt. Zudem wurde untersucht, welche Methoden
andere Länder zur Ermittlung und Kommunikation des CO2-Fußabdrucks
nutzen. „Für Unternehmen ist die Berechnung der Kohlendioxid-Bilanz ein gutes
Instrument, um Einsparpotenziale aufzudecken und ihre Emissionen zu
reduzieren“, sagt Dr. Rainer Grießhammer, Mitglied der Geschäftsführung im
Öko-Institut. Zudem könnten Firmen im Wettbewerb punkten, da sich immer mehr
Kunden für umweltfreundliche Produkte und Unternehmen entscheiden würden.
Die Einführung eines CO2-Labels
sei jedoch laut Grießhammer der falsche Weg. Angesichts einer großen Anzahl
bereits bestehender Kennzeichnungen verwirre ein weiteres Label die
Verbraucher. Ein weiterer Kritikpunkt: Ein CO2-Label informiere
lediglich über den Umweltaspekt und liefere keine Hinweise zu Schadstoffen,
Wasserverbrauch, zur klimaschonenden Nutzung, Rankings oder Vergleichswerte.
„Sind beispielsweise 75 Gramm CO2 für einen Snack viel oder wenig?
Das ist bislang für den Konsumenten nicht ersichtlich“, sagt Grießhammer. Die
Ermittlung der CO2-Bilanz sei bei der Vielzahl der Produkte außerdem
zu aufwändig. Zudem existiere derzeit keine einheitliche, international
anerkannte Erfassungsmethode zur Berechnung des Fußabdrucks, so dass die
Produkte nur unzureichend vergleichbar seien. Eine neue ISO-Norm soll die
Grundlage für die Berechnung von Klimabilanzen vereinheitlichen.
Inhaltlich aufbauend auf den bisherigen
Ergebnissen geht das Pilotprojekt nun in die zweite Runde. Ziel dieser neuen
Phase ist es, Strategien zu identifizieren und umzusetzen, die einen maximalen
Beitrag zur Emissionsminderung leisten können. Im Mittelpunkt stehen konkrete
Reduktionsmaßnahmen in den Wertschöpfungsketten der Unternehmen sowie die
Entwicklung von sinnvollen Ansätzen in der Kommunikation. Die Ergebnisse werden
voraussichtlich im November dieses Jahres veröffentlicht.
Weitere
Informationen zum PCF-Projekt
Wie sinnvoll ist eine Einführung von CO2-Labeln
derzeit in Deutschland und welche Chancen könnten sie Verbrauchern und
Unternehmen bieten? Wir haben bei Dr. Rainer Grießhammer, Mitglied der
Geschäftsführung im Öko-Institut, Torsten Matthias, Marketingleiter Frosta und
Jörgen Birkhan, Klimareferent bei der Verbraucherzentrale Bremen, nachgefragt.
Führungswechsel
bei der Klimaschutzagentur energiekonsens: Seit Anfang Juli stehen Martin
Grocholl und Michael Pelzl als hauptamtliche Geschäftsführer an der Spitze der
gemeinnützigen Bremer Klimaschutzagentur. Der bisherige Geschäftsführer Dr.
Cornelis Rasmussen scheidet zu Ende August aus dem Unternehmen aus. Der 40
Jahre alte PR-Berater Martin Grocholl ist bereits seit rund zehn Jahren bei
energiekonsens tätig und hat zuletzt als Prokurist die gesamte
Unternehmenskommunikation und mehrere Großprojekte, u.a. Bremer Modernisieren,
geleitet. Der 39-jährige Diplom-Wirtschaftsingenieur und Energiemanager Michael
Pelzl ist neu ins Unternehmen gekommen. Er bringt seine beruflichen Erfahrungen
als Betriebsleiter und Verantwortlicher für vielfältige Umweltschutzthemen bei
verschiedenen Produktions- und Dienstleistungsunternehmen ein.
Im
Herbst 2010 wird die gemeinnützige Klimaschutzagentur energiekonsens ein Büro
in Bremerhaven eröffnen und ihre Aktivitäten in der künftigen „Klimastadt“
weiter verstärken. Dabei wird energiekonsens auf erfolgreiche
Gemeinschaftprojekte mit Bremerhavener Partnern aufbauen: So war die
Klimaschutzagentur an der Planung des Chancenbereichs im Klimahaus beteiligt,
hat das Projekt „Umweltscouts“ gefördert und unterstützt seit vielen Jahren das
Schulprojekt 3/4plus. Passend zur Büroeröffnung soll im Herbst zunächst die
Kampagne Klimafreunde Bremerhaven gestartet werden, die als „Klimafreunde
Bremen“ bereits erfolgreich angelaufen ist. Außerdem ist die Ausweitung des
Netzwerkes „Energie Experten“ und verschiedener Sanierungsprojekte geplant. Ein
hauptamtlicher Projektleiter soll in Zukunft dauerhaft als Ansprechpartner vor
Ort zur Verfügung stehen.
Im
Rahmen ihrer Kampagne „plietsch!“ hat die gemeinnützige Klimaschutzagentur
energiekonsens ihre Repräsentanten und die, die es noch werden wollen, zum 2.
Repräsentanten-FEIERabend ins Weserhaus an die Schlachte eingeladen. Ziel des
Abends war es, die Gäste, Steuerberater und Wirtschaftsprüfer, IT- sowie
Versicherungsexperten, vom Klimaschutz zu überzeugen und als Multiplikatoren zu
gewinnen – mit einer Mischung aus guter Unterhaltung und informativen
Themenblöcken. Die Hälfte der Zuhörer kam mit dem Rad und wurde für das
Engagement belohnt: Zwei Service-Feen brachten binnen zwei Stunden alle
Drahtesel auf Hochglanz. Mit ihrer Comedy-Energieshow brachte das
Improvisationstheater instant impro dem Publikum das Thema Klimaschutz auf
humorvolle Art und Weise näher. Als Repräsentant der ersten Stunde berichtete
Thorsten Tendahl, Projektleiter Ansiedlung bei der Wirtschaftsförderung Bremen,
von seinen Erfahrungen.
Bremen
glänzt diesen Sommer mit drei neuen Photovoltaik-Großprojekten: Auf den Dächern
des Großmarktes in der Überseestadt, des Weserstadions und der Blocklanddeponie
wandeln Solarmodule Sonnenenergie in Strom um. Die Gesamtfläche der Anlagen
beträgt 67.062 Quadratmeter.
Bremens leistungsstärkste Photovoltaik-Anlage
ist seit Ende Juni auf den Gebäuden des Großmarktes in Betrieb. Geschäftsführer
Uwe Kluge zufolge hat die Wirsol Solar AG die Flächen gemietet. Jährlich sollen
5.701 Solarmodule maximal 933.823 Kilowattstunden Strom produzieren und eine CO2-Einsparung
von 800 Tonnen pro Jahr ermöglichen. Die von EWE und swb auf dem Dach und in
die Fassade des Weserstadions integrierte Solaranlage soll rund 840.000
Kilowattstunden Strom jährlich liefern und damit das Klima um etwa 720 Tonnen
CO2 jährlich entlasten. Umweltsenator Dr. Reinhard Loske weihte
kürzlich eine weitere Photovoltaik-Anlage ein – auf einem Gebäude der Bremer
Mülldeponie. Hier erzeugen Kristallinmodule auf der Dachsüdseite und
Dünnschichtmodule auf der Nordseite etwa 52.000 Kilowattstunden Strom pro Jahr.
Der in den drei Anlagen erzeugte Sonnenstrom reicht aus, um den Bedarf von rund
730 durchschnittlichen Bremer Haushalten zu decken.
Was
haben das Viertel oder Findorff mit Shanghai gemeinsam? Wie in der
Weltmetropole haben auch die Bremer Probleme mit begrenztem Parkraum. Eine
Lösung ist Car-Sharing – dabei teilen sich mehrere Personen ein Auto. Mit der
Eröffnung von drei neuen mobil.punkten sowie der Erweiterung des bestehenden
mobil.punktes an der Straße „Am Dobben“ mache Bremen laut Umweltsenator Dr.
Reinhard Loske einen weiteren Schritt zur Entlastung der Parkraumsituation in
den innerstädtischen Gebieten. „An diesen vier Standorten werden bis zu 25
weitere Car-Sharing-Autos den Parkdruck um rund 200 PKW entlasten können – also
fast einem Kilometer Straßenraum“, sagt Loske.
Die neuen drei mobil.punkte sind ein
Kernbaustein in der Umsetzung des Car-Sharing-Entwicklungsplans, den die
Deputationen beschlossen haben. Er sieht vor, das Car-Sharing bis 2020 deutlich
auszubauen, die Nutzerzahlen von derzeit 5.800 auf 20.000 zu steigern und
dadurch mindestens 4.000 PKW zu ersetzen. Aktuell haben die hiesigen Car-Sharer
die Innenstadt bereits um über 1.000 Autos entlastet. „In der Kombination von
BSAG, Fahrrad und Car-Sharing haben die Bremer immer das richtige Fahrzeug zur
Verfügung“, betont Reinhard Loske. Der Bau der mobil.punkte und die
Öffentlichkeitskampagnen werden auch von der EU gefördert.
Zur
offiziellen Pressemitteilung
Die
beiden Bremer Unternehmen Phytolutions und Brewa haben gemeinsam mit der Jacobs
University Bremen ein Pilotprojekt gestartet, das sich die klimaschützenden
Eigenschaften von Algen zu Nutze machen soll. Ein 500 Quadratmeter großer
Photobioreaktor, gefüllt mit Mikroalgen, soll künftig zehn Tonnen CO2
pro Jahr aus dem Rauchgas des Heizkraftwerks in Blumenthal binden, heißt es in
der Pressemitteilung des Umweltsenators. Gefördert wird das Verbundprojekt von
der Wirtschaftsförderung Bremen und der Europäischen Union.
Das Konzept der Algenzucht-Pilotanlage
basiert auf dem bio-chemischen Prozess der Photosynthese. Die transparenten
Photobioreaktoren enthalten Salzwasser mit Algengemisch und stehen unter
ständiger Sonneneinstrahlung. Dadurch wachsen die Mikroalgen und binden
Kohlendioxid. In Blumenthal dienen die Industrieabgase aus dem benachbarten
Heizkraftwerk als CO2-Quelle und werden statt in die Luft in den
Reaktor geleitet. Ist die gewünschte Algendichte in den Behältern erreicht,
werden die Algen vom Salzwasser getrennt. Übrig bleibt Biomasse, die zu Treib-,
Werkstoffen oder zur Isolierung chemischer Baustoffe weiterverarbeitet werden kann.
Laut den Projektpartnern kann die Anlage bis zu fünf Tonnen Algen jährlich
produzieren, die wiederum zehn Tonnen CO2 fixieren. Neben
technischen Fragestellungen steht beim Projekt vor allem der Nachweis im
Vordergrund, ob die Gesamtenergiebilanz von Algenproduktion und Umwandlung
positiv ist und tatsächlich eine Netto-CO2-Minderung erzielt wird.
Nach erfolgreichem Abschluss der Pilotphase planen die Projektpartner eine
Erweiterung der Kapazitäten.
In
Zeiten der Wirtschaftskrise scheint das Thema Klimaschutz zunehmend ins
Hintertreffen zu geraten. Dabei lassen sich ökonomische und ökologische
Nachhaltigkeit durchaus miteinander vereinbaren: Durch eine gezielte Förderung
von Klimaschutzmaßnahmen könnte die Bundesregierung ab 2011 rund 115.000
zusätzliche Arbeitsplätze schaffen und jährlich die CO2-Emissionen
von sechs Kohlekraftwerken einsparen. Zu diesem Schluss kommt eine von
Greenpeace in Auftrag gegebene Studie des Beratungsunternehmens Ecofys.
Investieren müsste der Staat rund vier
Milliarden Euro, die er durch den Abbau umweltschädlicher Subventionen etwa für
Kohle oder den Gebrauch von Dienstwagen ausgleichen könnte. Greenpeace
empfiehlt, Plusenergiehäuser, effiziente Haushaltsgeräte und Energiesparautos
zu fördern. Finanzielle Anreize für den Bezug von Ökostrom oder
klimafreundliches Kühlen schlägt die Umweltschutzorganisation ebenso vor wie
den Nahverkehr auf regionaler Ebene kostenlos anzubieten. Stefan Krug, Leiter
der Politischen Vertretung von Greenpeace: „Die Bundesregierung rudert beim
Klimaschutz immer weiter zurück, obwohl gerade in Krisenzeiten mehr
Investitionen in diesen Bereich sinnvoll wären.“
Der
Bundestag hat die Haushaltssperre für das Marktanreizprogramm für Öko-Wärme
aufgehoben. Damit können die bislang gesperrten Mittel in Höhe von 115
Millionen Euro für die Förderung der erneuerbaren Energien im Wärmemarkt
genutzt werden. Folglich stehen in diesem Jahr insgesamt 380 Millionen Euro zur
Verfügung.
Konkret bedeutet das: Bürger können ab sofort
wieder beim Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) Anträge
stellen. Gefördert werden innovative Technologien wie Solarkollektoren zur
kombinierten Warmwasseraufbereitung und Heizungsunterstützung, Pelletkessel und
hocheffiziente Wärmepumpen. Nicht mehr gefördert werden Anlagen im Neubau sowie
bereits im Markt etablierte Technologien wie Solarkollektoren zur reinen
Trinkwassererwärmung. Diese Konditionen gelten zunächst bis Ende 2011. Alle bis
zur Verkündung des Programmstopps am 3. Mai 2010 beim BAFA eingegangenen
Anträge erhalten die volle Förderung nach den alten Richtlinien. Die danach
eingegangen Anträge bis einschließlich 11. Juli 2010 werden abgelehnt. Eine
erneute Antragstellung auf Basis der neuen Konditionen sei laut BAFA möglich
und erforderlich. Das Förderprogramm für kleine Anlagen der
Kraft-Wärme-Kopplung bleibt weiterhin geschlossen, da hierfür die Mittel
bereits vollständig ausgeschöpft sind.
Bundesumweltminister Norbert Röttgen begrüßte
die Entscheidung des Haushaltsausschusses: „Dies bedeutet ein klares Bekenntnis
zum ambitionierten Ausbau erneuerbarer Energien. […] Dank der hohen förderpolitischen
Hebelwirkung erwarten wir, dass mit dem Fördervolumen des Marktanreizprogramms
von 380 Millionen in diesem Jahr rund 2,8 Milliarden Euro Investitionen
ausgelöst werden können.“ Das hilft Röttgen zufolge sowohl dem lokalen Handwerk
als auch der mittelständisch geprägten Industrie im Wärmesektor. Indem die
Förderung auf die jeweils innovativsten Technologien ausgerichtet werde, könne
zudem die internationale technologische Spitzenstellung der deutschen Industrie
im Bereich erneuerbare Energien gestärkt werden, sagte der
Bundesumweltminister.
Europäische
Eigenheime müssen ab 2021 nahezu auf dem Niveau von Null-Energie-Häusern gebaut
werden. Für öffentliche Gebäude soll dies bereits ab 2018 gelten. Das hat das
Europaparlament jetzt beschlossen. Für bereits bestehende Gebäude gilt nach
Aussage des Europaparlaments, dass größere Renovierungen gleichzeitig die
Energieeffizienz verbessern müssen, sofern dies technisch und wirtschaftlich
machbar sei.
Mit 40 Prozent des Endenergieverbrauchs ist
der Gebäudesektor der größte Energieverbraucher in der EU. Auf ihn entfallen
mehr als ein Drittel der CO2-Emissionen. Eine Verbesserung der
Gesamtenergieeffizienz von Gebäuden würde helfen, das geforderte EU-Klimaziel
von 20 Prozent Energieeinsparung bis 2020 zu erreichen. Deshalb sollen
Hausbesitzer dazu angehalten werden, bei der Renovierung bestehender Gebäude
unter anderem „intelligente Stromzähler“ einzurichten und Heizungen,
Heißwasserrohre und Klimaanlagen durch energiesparende Alternativen wie
Wärmepumpen zu ersetzen. Regelmäßige Kontrollen von Heizkesseln und
Klimaanlagen werden ebenfalls vorausgesetzt. Nach dem Vorschlag der
EU-Kommission sollen die Neuerungen teilweise aus dem EU-Haushalt finanziert
werden. Aufgrund der großen klimatischen Unterschiede in den 27 EU-Staaten wird
die konkrete Ausgestaltung der Richtlinie den Mitgliedstaaten überlassen. Sie
müssen bis 2012 der EU-Kommission ihre Strategien vorlegen.
Zur
offiziellen Pressemitteilung
Auf
einem Festival abrocken und dadurch Strom erzeugen – das klingt im ersten
Moment unmöglich. Der österreichische Telekommunikationsanbieter Orange hat in
Zusammenarbeit mit GotWind, einem Spezialisten für erneuerbare Energien,
spezielle Gummistiefel entwickelt. Mit ihnen kann der der Träger seinen
Handy-Akku umweltfreundlich aufladen. Besonders effizient sind die Schuhe laut
Unternehmen, wenn eine heiße Sohle auf einem kühlen, schlammigen Untergrund
gelegt wird – beispielsweise auf Festivals. Denn die Sohle besteht aus
thermoelektrischen Modulen, die sich die verschiedenen Temperaturen zwischen
Fuß und Boden zunutze machen. Je größer der Unterschied, desto mehr saubere
Energie wird erzeugt. Der Prototyp wurde vor kurzem beim Glastonbury Festival
in Großbritannien vorgeführt. Zwölf Stunden über das Gelände laufen, liefere
genügend Strom, um die Daheimgebliebenen eine Stunde über Bands und Sänger auf
dem Laufenden zu halten.
25.08.2010:
Solaranlagen
- Strom und Wärme von der Sonne
01.09.2010:
Blockheizkraftwerke-Vor-Ort:
BHKW-Einsatz bei der STÄWOG
05.09.2010:
Autofreier
Sonntag
06.-11.09.2010:
Modernisierungs-Aktionswoche
in Findorff und Walle
08.09.2010:
Vortrag:
Gut beraten zur Sanierung starten
09.09.2010:
3.
Bremer Symposium - Energie-Contracting in der Metropolregion Bremen-Oldenburg
15.09.2010:
Vortrag:
Mit besserem Wärmeschutz zu weniger Heizkosten
16.09.2010:
Vortrag:
Zentral oder dezentral - effiziente Wärmeversorgung für Alt- und Neubau
22.09.2010:
Vortrag:
Mehr Wärme - weniger Kosten
28.09.2010:
Vortrag:
Preiswert, zukunftssicher und nachhaltig - Gute Argumente für
energieintelligente Lösungen
Cartoon: Eckhard Twistel
Portraits Grocholl/Pelzl: Marcus Meyer
Bremerhaven: Arminia/GNU Free Documentation License
Instant impro: Jan Rathke
Photovoltaik-Anlage: ‚© Mensi/PIXELIO’
Zugang Car-Sharing: ‚© DN/PIXELIO’
Bioreaktor: Phytolutions
Photovoltaik-Anlagen-Monteur: ‚© Klaus-Uwe Gerhardt/PIXELIO’
Holz-Pellets: ‚© Thorben Wengert/PIXELIO’
Richtfest: ‚© Uli Carthäuser/PIXELIO’
Gummistiefel: © Orange

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