Bremer Sportvereine tauschen sich beim Energietisch über Klimaschutz aus
Die Energiebeauftragten der teilnehmenden Sportvereine begutachten die LED-Beleuchtung bei Bremen 1860. (Foto: Insa Lohmann)

19.05.2017

Bremer Sportvereine tauschen sich beim Energietisch über Klimaschutz aus

Energiesparpotenziale in Sportclubs werden aufgedeckt

Die Bremer Klimaschutzagentur energiekonsens hat Anfang des Jahres ein Modellprojekt gestartet, das Bremer und Bremerhavener Sportvereine für mehr Energiesparen und Klimaschutz sensibilisieren soll. Das Projekt, an dem sich sechs Sportvereine beteiligen, läuft noch bis Ende des Jahres.
  

Nachdem die „Energiebeauftragten“ der Vereine bereits im Rahmen eines Auftaktworkshops von energiekonsens geschult wurden, fand nun der erste Energietisch des Projekts „ener:sport“ in den Räumlichkeiten des Vereins Bremen 1860 statt. Im Fokus des Austausch- und Planungstreffens stand der konkrete Praxisbezug von verschiedenen Energieeffizienzmaßnahmen. „Mit gezielten Maßnahmen wie LED-Beleuchtung oder effizienten Pumpen lässt sich der Energieverbrauch an vielen Stellschrauben reduzieren“, sagt Projektleiterin Katharina Koch von der Klimaschutzagentur energiekonsens. Anregungen bekamen die Teilnehmer des Energietisches bei einem gemeinsamen Rundgang durch die Vereinslokalitäten von Bremen 1860, wo sie einige der bereits erfolgten Maßnahmen des Schwachhauser Clubs unter die Lupe nahmen.

So hat der Bremer Sportverein unter anderem 2012 ein Blockheizkraftwerk (BHKW) integriert, das für die insgesamt elf Hallen den gesamten Strom produziert. Seitdem seien die Energiekosten immens heruntergegangen, berichtet der Gebäude- und Energiemanager Stefan Drewes. Mit rund 10.000 Mitgliedern ist der Schwachhauser Club der größte Sporthallenverein in Bremen. Bereits 2010 hat Bremen 1860 angefangen, die Beleuchtung in den Gebäuden nach und nach gegen effizientere LED-Lampen mit Bewegungsmeldern auszutauschen. „Das ist viel Arbeit“, gibt Drewes zu. „Aber wir wollen da weitermachen. Als Verein hat man ein Interesse daran, Energie einzusparen, auch der Umwelt zuliebe.“ Während des Rundgangs zeigte er den Teilnehmern des Energietischs auch eine Sporthalle, die mit modernen Deckenheizstrahlern ausgestattet wurde. „Das ist das Beste, was man energetisch derzeit machen kann“, stellte Bernd Langer von der BEKS EnergieEffizienz GmbH fest, der das Treffen moderierte.

„In Bremen gibt es über 400 Sportvereine, die ein großes CO2-Einsparpotenzial bieten“, sagt Katharina Koch. „Mit professioneller Hilfestellung wollen wir die energetische Situation in den Sportvereinen langfristig verbessern.“
An der Initiative der Klimaschutzagentur nehmen folgende Bremer und Bremerhavener Sportvereine teil: TV Bremen-Walle 1875 e.V., Sportverein Grambke Oslebshausen e.V., BTS Neustadt 1859 e.V., TuS Komet-Arsten e.V., Bremerhavener Tennisverein 1905 e.V. sowie Bremen 1860.