Auf energievisite in den Serverräumen von Friedehorst
Klaus Krause (m.), Bereichsleiter IT bei Friedehorst, nimmt zusammen mit den Energieberatern Ulrich Römer (r.) vom Ingenieurbüro ibek
und Kim Maertel (TARA Ingenieurbüro) den Serverraum in Augenschein.
04.05.2017

Auf energievisite in den Serverräumen von Friedehorst

Mit kleinen Maßnahmen bis zu 2.000 Euro Stromkosten und 8 Tonnen CO2 einsparen – Geförderte Energieberatung für Unternehmen im Bundesland Bremen.
  

Viele Unternehmen und Institutionen schauen beim Thema Energieeffizienz inzwischen genauer hin. Dass aber auch im Serverraum hohe Energieeinsparpotenziale zu erschließen sind, kommt dabei nur den Wenigsten in den Sinn. Die Stiftung Friedehorst hat sich nun dieses Themas angenommen. Dort nahm Klaus Krause, Bereichsleiter IT, die beiden örtlichen Serverräume genauer unter die Lupe. Unterstützung erhielt er dabei im Rahmen einer so genannten energievisite von Energieberater Ulrich Römer.

Ergebnis: Vier bis acht Tonnen CO2 lassen sich im Jahr bereits durch die Umsetzung kleinerer Maßnahmen einsparen. Das wäre nicht nur gut für das Klima, sondern auch für die Finanzen. Die Einsparung von 6.000 bis 10.000 kW/h kommt bei einem gerundeten Strompreis von 20 Cent pro kW/h einer Kostenersparnis von 1.200 Euro bis 2.000 Euro gleich.

„Da oftmals die Hälfte des Energieverbrauchs im Serverraum nicht für den Server, sondern für die geschaffene Infrastruktur wie Klimaanlage, unterbrechungsfreie Stromversorgung und Beleuchtung benötigt wird, schaue ich mir diese Komponenten genau an“, erklärt Römer. „Durch einfache, kostenlose oder kostengünstige Maßnahmen, wie die regelmäßige Reinigung des Rückkühlers der Klimaanlage oder die Abdeckung von Fenstergläsern mit Folie lässt sich bereits viel Strom einsparen.“

Die in Friedehorst eingesetzten virtualisierten Server seien auf einem sehr modernen Stand und ermöglichen ein Lastenmanagement und damit eine energieeffiziente Nutzung. Anpassungsbedarf sieht Römer jedoch u. a. bei der Dimensionierung der unterbrechungsfreien Stromversorgung: „Hier ist, wie in fast allen Server-Räumen, die ich besuche, die Auslastung zu gering. In diesem Beispiel liegt sie sogar unter zehn Prozent.“

„Es gibt tatsächlich viele kleine Stellschrauben, um den Energiebedarf zu senken“, stellt Krause fest. „In Zukunft werden wir bei der Anschaffung von neuen IT-Komponenten der Energieeffizienz ein noch stärkeres Gewicht zukommen lassen. Und auch die Stromversorgung werden wir uns mit Sicherheit noch einmal vornehmen.“ Als Aha-Effekte bezeichnet Krause den geschätzten Gesamtenergieverbrauch von 60.000 kW/h für zwei Serverräume sowie die Tatsache, dass bisher keinerlei Stomverbrauchsmessungen erfolgen. Ohne Stromzähler könne man die relevanten Verbraucher jedoch nur schwerlich identifizieren. „Dabei ist es ja viel motivierender, wenn ich meine Einsparungen auch direkt am Stromzähler ablesen kann“ so Klaus Krause.


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