Die Typonauten

Weniger CO<sub>2</sub>-Emissionen - Die Typonauten

„Die Typonauten“ nutzen für ihre CDs nur noch umweltfreundliche Hüllen. Die Geschäftsführer Ingo Krepinsky (li) und Stefan Krömer falten sie aus Recycling-Papier.

energiekonsens verhilft Agentur Typonauten zum klimaneutralen Arbeiten

Bremen, 22. März 2011. Die Designagentur „Die Typonauten“ aus Bremen ist ab sofort klimaneutral aufgestellt. Nachdem die Geschäftsführer beschlossen hatten, CO2-Emissionen auf ein Mindestmaß zu reduzieren und unvermeidbare Emissionen auszugleichen, recherchierten sie im Internet die Machbarkeit. Dabei stießen sie auf den Buch- und Medienversand Anares, dem die gemeinnützige Klimaschutzagentur energiekonsens öffentlichkeitswirksam zum klimaneutralen Arbeiten verhalf. Zur Herangehensweise: „Mithilfe einer Initialberatung deckt der Energieberater erste Einsparpotenziale auf und schlägt entsprechende Energieeffizienzmaßnahmen vor.

Damit ein Unternehmen gänzlich klimaneutral werden kann, erstellt der Berater zusätzlich eine CO2-Bilanz der Firmen-Aktivitäten. Anschließend empfiehlt er Maßnahmen zur CO2-Reduzierung. Nicht vermeidbare Emissionen lassen sich über Kompensationsmodelle ausgleichen“, erklärt energiekonsens-Geschäftsführer Michael Pelzl das Prozedere.

„Das Vorgespräch mit energiekonsens hat uns Mut gemacht, dass auch Firmen unserer Größe mit kleinen Schritten Großes erreichen können“, betont Typonauten-Gesellschafter Stefan Krömer. Geschäftspartner Ingo Krepinsky ergänzt: „Indem wir CO2 sparen, wollen auch wir Vorbild sein und die Umwelt schützen.“ energiekonsens stellte den Kontakt zu einer Energieberaterin her. Bei der Initialberatung ermittelte Anne Schierenbeck vom Tara Ingenieurbüro einen geringen Gasverbrauch für Heizung und Warmwassererzeugung. Der Stromverbrauch im Vergleich zu anderen Büros war aber doppelt so hoch. Einsparpotenziale sieht die Beraterin bei der Beleuchtung, dem Vermeiden von Stand-by und über den Einbau von Zeitschaltuhren. „Die Typonauten nutzen bereits effiziente T5-Leuchtstofflampen, die mit wenig Strom eine hohe Leistung erzielen. Sie könnten den Stromverbrauch nur senken, indem sie die Leistung der Lampen reduzieren. Dann verringert sich aber auch die Beleuchtungsstärke.“ Darüber hinaus empfiehlt Anne Schierenbeck, Computermonitore und Tischmotoren bei Nichtnutzung vollständig abzuschalten und für ISDN-Router Zeitschaltuhren zu nutzen. Setzen die Typonauten diese Maßnahmen um, sparen Sie Energie und bares Geld aber keine CO2-Emissionen, da sie bereits Ökostrom beziehen.

Dennoch kann die Agentur Kohlendioxid sparen. Bei Internet, Papier und Versand entstehen Emissionen über Dritte. Die Typonauten nutzen bereits einen klimaneutralen Provider. Kürzlich sind sie zudem auf die grüne Suchmaschine Znout umgestiegen. „Früher haben wir gegoogelt, heute znouten wir“, sagt Stefan Krömer. Grüne Suchmaschinen sind generell auf herkömmliche wie Google aufgesetzt und verursachen über externe Server CO2. Die Betreiber der Suchmaschine Znout versprechen, Werbeerlöse in Klimaprojekte zu investieren und so die Nutzung der Google-Server sowie die Internetrecherche CO2-neutral zu stellen. Beim Papier ist die Umstellung auf klimafreundliche Alternativen schwieriger. „Bei einigen Projekten ist Recycling-Papier nicht möglich, allerdings empfehlen wir in solchen Fällen zertifiziertes Papier“, verdeutlicht Krömer. Daher ersetzt die Agentur zunächst nur Büropapier, Briefumschläge und Paketverpackungen durch eine klimafreundliche Variante. Zudem faltet sie ihre CD-Hüllen aus Recycling-Papier selbst und versendet ihre Post über das DHL-Angebot „GoGreen“. DHL berechnet die beim Transport entstehenden CO2-Emissionen und gleicht sie über Klimaschutzprojekte aus.

Wenn die Typonauten alle Vorschläge umgesetzt haben, sparen sie zwar nur rund 40 Kilogramm CO2 im Jahr. Daran werde Anne Schierenbeck zufolge aber deutlich, wie klimafreundlich sie bereits arbeiten. Unvermeidbare Emissionen, die beispielsweise über die Nutzung von Bus und Bahn entstehen, will die Agentur mithilfe eines Kompensationsanbieters ausgleichen. Für ihr Engagement erhielt die Designagentur die „plietsch!“-Plakette von energiekonsens. Jedes Bremer Unternehmen, das eine Energieanalyse durchführen lässt und erste energieeffiziente Maßnahmen umsetzt, kann sich ebenfalls diese Auszeichnung verdienen. Klimaschutzagentur-Chef Michael Pelzl hofft, dass den guten Bremer Beispielen weitere Unternehmen folgen werden. „Der erste Schritt kann eine Energieanalyse sein. Diese wird mit bis zu 80 Prozent von der KfW-Bankengruppe gefördert und bringt Einsparpotenziale von rund 20 Prozent ans Licht.“ Für einige Bremer Agenturen gehört klimaneutrales Arbeiten bereits zum guten Ton. Green Responsibility, das Netzwerk für nachhaltige Kommunikation, spart seit einem Jahr an allen Ecken und Enden CO2 ein und kompensiert unvermeidbare Emissionen. Dahinter stehen die Agenturen denkBar – PR & Marketing, Deichblick, nachtlicht-media, cc:stey und brands & values.

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