Anares

Klimaschutz Anares

Auf dem Foto sehen Sie von links: Martin Schulze (Berater RKW Bremen), Gerald Grüneklee (Inhaber Anares Buch- und Medienversand), Dr. Cornelis Rasmussen (Geschäftsführer energiekonsens). Dr. Cornelis Rasmussen verleiht Gerald Grüneklee für sein klimabewusstes Handeln die plietsch-Plakette.
Abdruck frei bei Angabe der Bildquelle: energiekonsens

Anares ist erster klimaneutraler Buchvertrieb Deutschlands

Bremen, 15. September 2009. Der Buchversand Anares aus Bremen setzt mit seinem Engagement für den Klimaschutz ein Zeichen: Als Ergebnis eines Pilotprojekts, das mit Hilfe der gemeinnützigen Klimaschutzagentur energiekonsens und des RKW Bremen umgesetzt wurde, arbeitet der Buch- und Medienversand von jetzt ab klimaneutral. Aufgabe des Projektes war die Reduktion von CO2-Emmissionen auf ein absolutes Mindestmaß.
Emissionen, die der bereits im Vorfeld der Beratung klimafreundlich organisierte Betrieb nicht vermeiden kann, werden zukünftig über ein entsprechendes Angebot kompensiert. Beinahe genauso wichtig wie die erzielte Verminderung des klimaschädlichen Treibhausgases, ist nach Meinung des Firmengründers aber das Signal nach außen: „Ein Betrieb kann gar nicht zu klein sein, um Klimaschutz zu betreiben. Obwohl wir schon einiges getan hatten, haben wir durch die Beratung nochmals ein Einsparpotenzial von 600 Kilogramm CO2 pro Jahr aufgedeckt. Wenn man den Klimawandel betrachtet, kann es nur heißen: Die Zeit des Zurücklehnens ist endgültig vorbei“, sagt Anares-Chef Gerald Grüneklee.

Grüneklee, der seinen Betrieb 1991 gegründet hat, ist „Überzeugungstäter“. Bereits seit fast zehn Jahren verzichtet er auf ein eigenes Auto. Zu Buchmessen und Buchankäufen beispielsweise fährt er lieber mit dem Leihwagen. Auch der Umstieg auf Ökostrom oder der Einsatz von recyclefähigem Verpackungsmaterial gehören für Anares bereits seit Jahren zum Alltag. Richtig ins Rollen kam der Stein dann mit Hilfe der Klimaschutzagentur. „Die Ermittlung aller Emissionen ist aufwändig. Flyer, getrunkener Kaffee, Stromverbrauch für Lesungen und vieles mehr: Wir sind sehr glücklich, dass wir mit der Anerkennung als Pilotprojekt auf das Wissen und die Förderung der energiekonsens zählen konnten.“ Das Ergebnis kann sich sehen lassen: Nach eigenen Angaben ist Anares der erste klimaneutrale Buch- und Medienversand im deutschsprachigen Raum.

Dass es an einigen Stellen auch schwierig ist, ein Vorhaben wie dieses in die Tat umzusetzen, zeigt schon ein Blick auf den Transport der Bücher. Natürlich kann sich das Kleinunternehmen zur Auslieferung keinen eigenen Transporter leisten. Hier werden externe Dientleister wie die Post beauftragt. Die Post verfügt über das Angebot „go-green“, mit dem Pakete für einen Aufpreis von zehn Cent klimafreundlich versendet werden - allerdings erst ab einer bestimmten Paketgröße. „Können Buchsendungen nicht über das ‚go-green’-Angebot abgewickelt werden, weil die Pakete zu klein sind, zahlt Anares fünf Cent in eine Sammelkasse - ohne dies bei den Kunden aufzuschlagen. Den Betrag werden wir dann CO2-vermindernd nutzen, voraussichtlich für ein Aufforstungsprojekt“, erzählt Gerald Grüneklee.

Bei der energiekonsens hofft man, dass noch viele kleinere und mittlere Unternehmen aus Klimaschutzerwägungen dem Beispiel von Anares folgen werden. Der erste Schritt kann eine Energieanalyse sein. Diese wird mit bis zu 80 Prozent von der KfW-Bankengruppe gefördert, zudem bringen Analysen Einsparpotenziale von rund 20 Prozent des Energieverbrauchs ans Licht.

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