100 Fußabdrücke für den Bremer Westen
10.05.2017

100 Fußabdrücke für den Bremer Westen

energiekonsens startet Modellprojekt „foot:print“ in Gröpelingen

energiekonsens hat heute zusammen mit dem Staatsrat für Umwelt Ronny Meyer und Felix Gruber von der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) im Gröpelinger Pasdocks den Startschuss für ein Modellprojekt zum Klimaschutz im Bremer Westen gegeben.
  

„Viele Entscheidungen für mehr Klimaschutz werden im alltäglichen Leben getroffen: von Bürgern, Unternehmerinnen oder Hausbesitzern. Oftmals benötigt es dazu nur einen kleinen ‚Anstubser‘. Das Umfeld im eigenen Stadtteil ist dabei häufig Vorbild und erste Anlaufstelle“, weiß Martin Grocholl, Geschäftsführer von energiekonsens. Genau hier setzt das neue Quartiersprojekt „foot:print – 100 Fußabdrücke für den Bremer Westen“ an. Im Rahmen des Projekts werden bis Mitte 2018 insgesamt 100 CO2-Fußabdrücke in den Stadtteilen Gröpelingen und Walle gesammelt.

Staatsrat Ronny Meyer freut sich über das Modell-Projekt, für das die Klimaschutzagentur DBU-Fördermittel nach Bremen geholt hat: „Bremen hat sich zum Ziel gesetzt, die Treibhausgasemissio-nen bis zum Jahr 2020 um 40 Prozent zu senken. Dieses Ziel können wir nur erreichen, wenn alle im Land dabei mitziehen. Projekte wie foot:print schaffen durch Kommunikation und Beratung auf Stadtteilebene ein Bewusstsein für das Thema Klimaschutz im Alltag. Und helfen den Menschen vor Ort nicht nur dabei, ihre CO2-Emmissionen zu senken, sondern auch noch Energiekosten zu sparen.“

Durch ein breites Netzwerk an Kooperationspartnern und Multiplikatoren vor Ort, wie den Vereinen Kultur vor Ort und Gröpelingen Marketing, dem Ortsamt, der swb, der Verbraucherzentrale, der WaBeQ und vielen mehr, wurden in den vergangenen Monaten Projektteilnehmerinnen und -teilnehmer akquiriert. Die Menschen, die in den Quartieren leben und arbeiten, werden zu Beginn ihrer Teilnahme von einem CO2-Berater besucht, der einen CO2-Fußabdruck für sie erstellt. Anschließend erhält jeder Teilnehmende – ob Supermarkt, Hausbesitzerin, Mieter oder Kindertagesstätte – eine individuelle Auswertung, die Auskunft darüber gibt, wie groß der Fußabdruck ist, den er mit seinem Verhalten auf der Erde hinterlässt, und Informationen und Tipps zur Reduzierung des Fußabdrucks. Z.B. können mit der Reduktion der Raumtemperatur um ein Grad bereits sechs Prozent der Heizkosten eingespart werden. Ein Jahr nach seinem ersten Besuch geht der CO2-Berater wieder zu den Teilnehmenden und stellt fest, ob die getroffenen Klimaschutzmaßnahmen sich gelohnt und die Fußabdrücke sich verringert haben.

Damit die Teilnehmenden wissen, wie sie ihren Fußabdruck verringern können, stehen ihnen die energiekonsens-Energiesparhelfer mit Tipps beratend zur Seite. energiekonsens bildet dafür eigens Studentinnen und Studenten zu Energiesparhelfern aus, die damit so ganz nebenbei auch noch selber an das Thema Klimaschutz herangeführt und begeistert werden. Anlaufstelle während des Projektes vor Ort ist ein zentral im Stadtteil liegendes Ladenlokal, das Pasdocks, das öffentlichkeitswirksam mit offenen Beratungszeiten, Austauschtreffen und einer Vielzahl an Veranstaltungen weitere Unterstützung auf dem Weg zu mehr Klimaschutz bietet. Die Informationsveranstaltungen sind öffentlich und richten sich mit Themen wie Stromsparen, richtiges Heizen, Lüften und Schimmelvermeidung an alle Quartiersbewohnerinnen und -bewohner. Und wer es nicht persönlich schafft ins Ladenlokal zu gehen, kann sich online im foot:print-Blog inspirieren lassen und Tipps und Erfahrungsberichte nachlesen.

„Durch den Fokus auf die Lebenssituation der Menschen vor Ort bereitet energiekonsens in dem Quartiersprojekt den Boden für die Umsetzung von Energieeffizienz- und Klimaschutzmaßnahmen. Mit einem breiten Angebot an Hilfestellungen, der engen Begleitung und Präsenz vor Ort sorgt dieses Projekt nicht nur dafür, dass Energie eingespart wird, sondern auch dafür, dass Klimaschutz im Quartier zum Gesprächsthema wird. Diese Vorgehensweise hat uns überzeugt, das Projekt fachlich und finanziell zu fördern“, so Felix Gruber von der Deutschen Bundesstiftung Umwelt.

Ab jetzt ist die Klimaschutzagentur energiekonsens zwei Mal wöchentlich im Gröpelinger Pasdocks anzutreffen und bietet neben Informationsveranstaltungen an den Dienstagabenden auch offene Beratungszeiten immer dienstags von 14 bis 18 Uhr und donnerstags von 10 bis 14 Uhr an. Ab August wird es dieses Angebot dann auch in Walle geben.

Mehr zum Projekt foot:print

Hier geht es zum foot:print-Blog